22.02.2012, 17:03 Uhr
Zweikampfverhalten: Toni Kroos vom FC Bayern und Basels Benjamin Huggel (rechts) in die Quere. (Quelle: Reuters)
Mit geballter Offensiv-Power will Jupp Heynckes der Krise trotzen. Der Trainer des FC Bayern München setzt im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League beim FC Basel (ab 20.30 Uhr im FUSSBALL.DE Live-Ticker) von Beginn an auf die Künste Arjen Robbens. Das berichtet die "Bild". Damit steht der Niederländer erstmals seit drei Partien wieder in der Startformation des deutschen Rekordmeisters.
Thomas Müller rückt dafür von der rechten Außenbahn in die Mitte auf die Zehner-Position hinter der einzigen Spitze Mario Gomez. Toni Kroos bildet zusammen mit Luiz Gustavo die Doppelsechs. Youngster David Alaba, der zuletzt den verletzten Bastian Schweinsteiger im defensiven Mittelfeld ersetzt hatte, rotiert auf die Bank.
Nachdem der FC Bayern in der Bundesliga-Rückrunde lediglich zwei Punkte aus drei Auswärtspartien holen konnte und die Tabellenführung an Borussia Dortmund verloren hat, steht der Klub in Basel gehörig unter Druck. Das Nervenkostüm der Bayern ist derzeit dünner denn je. Zumal das Finale im Mai in München stattfinden wird.
Präsident Uli Hoeneß hat daher via Vereinszeitung versucht, die Erwartungshaltung ein wenig zurückzuschrauben. "Wir dürfen jetzt hier nicht den Fehler machen und uns nur auf diesen Tag konzentrieren. Der Druck auf die Mannschaft ist eh groß genug. Dafür sorgt doch schon jeder Fan. Wir dürfen dieses Finale nicht überhöhen. Wir müssen locker bleiben."
Besondere Brisanz verspricht das Duell zwischen Xherdan Shaqiri mit seinen zukünftigen Teamkollegen. Der 20-jährige Schweizer Shooting-Star wechselt zur kommenden Saison von Basel nach München. Bei den Bayern hat er bereits einen Vertrag bis 2016 unterschrieben. Über zehn Millionen Euro war den Münchnern seine Unterschrift wert.
Ob es denn ein Problem wäre, fragte der Angreifer dann auch seinen zukünftigen Coach Heynckes, wenn er in der Champions League für den FC Basel gegen den FC Bayern ein Tor erziele? "Herr Heynckes hat gelacht", sagte Shaqiri über die unangenehme Situation im ansonsten angenehmen Gespräch, "und mich beruhigt."
Und dann hat Heynckes für ein Novum gesorgt. Er erwarte sogar, dass Shaqiri alles daransetze, seinen künftigen Verein im Achtelfinal-Duell aus der Königsklasse zu schießen, hat Heynckes dem jungen Schweizer gesagt. "So soll es sein, sonst hätten wir doch den falschen Spieler geholt."
Shaqiri gilt übrigens als Offensiv-Allzweckwaffe und wurde bereits als Robben-Ersatz in München gehandelt. Jetzt kommt es im Basler St. Jakob-Park also zum ersten Duell zwischen den beiden.
Quelle: FUSSBALL.DE
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