02.03.2010, 14:11 Uhr
Bundesliga-Spitzenreiter: Der FC Bayern führt die deutschen Teams in der Rangliste an. (Foto: imago)Von Finanz- und Wirtschaftskrise keine Spur: Die Bundesliga hat in der Rangliste der umsatzstärksten Fußball-Klubs der Welt zu den Top-Ligen aufgeschlossen. Gleich fünf Vertreter aus der deutschen Eliteklasse sind unter den ersten 20 im Ranking der Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaft Deloitte platziert. Der deutsche Rekordmeister FC Bayern München blieb auf Platz vier, der Hamburger SV verbesserte sich von Position 15 auf elf, und der FC Schalke 04 ist Sechzehnter vor Werder Bremen und Borussia Dortmund.
Die Zahlen aus der "Deloitte Football Money League" stammen nach Angaben der Wirtschaftsprüfer aus der Spielzeit 2008/2009 und basieren auf veröffentlichten Jahresbilanzen und weiteren verlässlichen Quellen.
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Der weltweit schwierigen Wirtschaftslage zum Trotz verzeichneten elf Klubs Umsatzsprünge. Insgesamt erwirtschafteten die 20 Klubs 3,9 Milliarden Euro, rund 26 Millionen Euro mehr als in der Saison davor. Als erster Verein durchbrach Real Madrid die Umsatzmarke von 400 Millionen Euro und kam auf 401,4 Millionen Euro. Reals Erzrivale FC Barcelona rückte mit 365,9 Millionen Euro Umsatz auf Rang zwei vor. Dennoch wird die zum 13. Mal erstellte Liste weiter von den englischen Vereinen dominiert. Sieben Premier-League-Klubs schafften den Sprung unter die Top 20. Am umsatzstärksten aus der finanzkräftigsten Liga Europas war erneut Manchester United (327) als Dritter, verlor allerdings einen Platz.
"Trotz der Spitzenpositionen der beiden spanischen Traditionsklubs unterstreicht die Premier League ihre wirtschaftliche Dominanz im europäischen Fußball - insbesondere vor dem Hintergrund des schwachen britischen Pfunds gegenüber dem Euro", sagte Stefan Ludwig, der Senior Manager Sport Business Gruppe bei Deloitte. Dem FC Bayern traut der Experte zu, bei einem erfolgreichen Abschneiden in der Champions League in dieser Saison beim Umsatz die 300-Millionen-Grenze zu überwinden.
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In der Spielzeit 2008/2009 erreichte der FC Bayern das Ergebnis aus dem Vorjahr von 295,3 Millionen Euro nicht ganz, behauptete aber mit 289,5 Millionen Euro den vierten Platz vor dem FC Arsenal (263,0), FC Chelsea (242,3) und FC Liverpool (217,0). Die italienischen Teams Juventus Turin (8. Platz/217), Inter Mailand (9.) und AC Mailand (10./beide 1096,5) folgen dem englischen Trio. Solchen Zahlen sind für die anderen Bundesligisten derzeit noch nicht in Reichweite. Der positive Trend bei den meisten von ihnen ist aber unübersehbar.
Für den HSV bedeuten die 146,7 Millionen Euro ein Vereinsrekord. In fünf Jahren verdoppelten die Hanseaten ihren Umsatz. Auch Werder Bremen schaffte mit 114,7 Millionen Euro eine Klub-Bestmarke, vor allem wegen des Einzugs in das UEFA-Pokalfinale und des DFB-Pokalsieges. Borussia Dortmund verbesserte sich auf 103,5 Millionen Euro und Platz 18. Als einziger deutscher Verein musste Schalke 04 einen Rückgang von 148,4 auf 124,5 Millionen Euro hinnehmen und fiel von Rang 13 auf 16.
Ergebnisse und Tabelle derBundesliga
Quelle: dpa
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