06.11.2010, 13:29 Uhr | sid, dpa
Trainerausbildung und Trainerjob waren wohl zu viel für Michael Wiesinger. (Foto: imago)
Die Mechanismen des Fußball-Geschäftes haben wieder gegriffen. Nach der vierten Niederlage in Folge hat der FC Ingolstadt seinen Trainer Michael Wiesinger entlassen. Dies teilte der Klub nach einer Krisensitzung mit. "Die Entscheidung fiel uns schwer, doch die Ergebnisse aus diesen Gesprächen haben uns gezwungen zu handeln", sagte Geschäftsführer Harald Gärtner. Die Ingolstädter verloren ihr Heimspiel gegen Energie Cottbus mit 1:2.
Der Aufsteiger steht mit vier Punkten aus elf Spielen auf einem Abstiegsplatz. Ein einziger Sieg steht auf der Habenseite des Teams aus Bayern. Neben Wiesinger trennte sich Ingolstadt auch von Co-Trainer Uwe Wolf. Ein Nachfolger soll "zeitnah" präsentiert werden.
Wiesinger hatte den Job in Ingolstadt 2009 von Horst Köppel übernommen und den Verein über die Relegation wieder in die 2. Liga geführt. Als Spieler war der gebürtige Burghauser unter anderem beim FC Bayern München unter Vertrag. Mit den Bayern gewann er 2001 die Champions League.
Viele Trainer-Novizen, die zeitgleich zu ihrem Job die Ausbildung beim DFB absolvieren, sind schon an der Doppelbelastung gescheitert. Auch Wiesinger hatte damit, neben der schlechten sportlichen Bilanz, zu kämpfen. Aufgrund der Ausbildung in Köln fehlte er oft beim Training.
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Quelle: sid , dpa
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