27.10.2011, 12:13 Uhr
Probleme mit den eigenen Fans: Stefan Kuntz und FCK-Trainer Marco Kurz. (Quelle: imago)
Der 1. FC Kaiserslautern steht nach dem 1:0-Erfolg bei Eintracht Frankfurt in der nächsten Runde des DFB-Pokals. Doch die Stimmung bei den Pfälzern wurde erneut durch randalierende Fans getrübt. "Es ist unverständlich, dass diese Leute einerseits von uns den Fortbestand des Namens Fritz-Walter-Stadion fordern, andererseits aber die Werte und die Tradition, die Fritz Walter verkörpert hat, mit Füßen treten", sagte FCK-Vorstandschef Stefan Kuntz. (mehr zum Thema: Fan-Krawalle erschüttern deutschen Fußball)
Eine Bestrafung durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) hält Kuntz für wahrscheinlich. "Ich befürchte eine empfindliche Geldstrafe", fügte er hinzu.
Kuntz kündigte eine Aussprache mit den Fanvertretern an, in der es auch um eine Beteiligung an den Kosten für den Verein gehen soll. Die Pfälzer waren erst vor drei Tagen wegen des Fehlverhaltens ihrer Fans im Bundesliga-Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg vom DFB-Sportgericht zu einer Geldstrafe in Höhe von 5000 Euro verurteilt worden. Die nun fällige Strafe dürfte noch höher ausfallen.
Zu Beginn des Spiels hatten Lauterer Anhänger in ihrem Block Feuerwerkskörper gezündet und einen Ordner tätlich angegriffen. Daraufhin war eine Hundertschaft der Polizei aufmarschiert, um die Lage zu beruhigen. Auch in der zweiten Halbzeit wurden Bengalische Feuer abgebrannt.
Frankfurts Vorstandsboss Heribert Bruchhagen hat derweil die Deutsche Fußball Liga (DFL) in die Pflicht genommen. Bruchhagen fordert eine gemeinsame Aktion der Klubs gegen gewaltbereite Fans. "Diese Vorgänge sind nicht länger hinnehmbar. Es muss eine konzertierte Aktion der DFL geben. Beispielsweise muss darüber nachgedacht werden, dass alle Klubs keine Jahreskarten mehr an bekennende Ultras abgeben", sagte Bruchhagen
Quelle: sid , dpa
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