19.01.2012, 13:07 Uhr
Spielmacher Yohei Kajiyama soll Fortuna Düsseldorf verstärken (Quelle: imago)
Zweitligist Fortuna Düsseldorf will den Aufwärtstrend der letzten Jahre aufrecht erhalten. Dabei plant der Herbstmeister der 2. Liga jetzt eine Kooperation mit Japans Pokalsieger FC Tokyo. Die Rheinländer könnten dabei doppelt profitieren: einerseits sollen japanische Spieler den Klub verstärken, andererseits setzt Fortuna auf die große japanische Kolonie in der Stadt am Rhein als Fanpotenzial.
In den nächsten Tagen hält sich Tomonori Tateishi, Sportdirektor des FC Tokyo, in Düsseldorf auf. Hauptgrund seines Besuchs ist das Probetraining von Spielmacher Yohei Kajiyama. Sollte die Bewertung positiv ausfallen, soll Kajiyama beim Tabellenführer bleiben. Fortunas Nippon-Beauftragter Gengo Seta: "Er möchte gerne seine besten Spieler bei uns trainieren lassen. Die haben gute Qualität. Tateishi will dann wissen, was Trainer Norbert Meier und Manager Wolf Werner von ihnen halten", sagte Seta dem "Express". Zudem ist geplant, dass sich noch weitere japanische Spieler vorstellen. Im Gegenzug sollen Fortuna-Talente in Tokio internationale Erfahrungen sammeln.
Im Kampf um neue Märkte sieht Fortuna großes Potenzial. "8000 Japaner leben in Düsseldorf. Das ist die größte Kolonie in Deutschland und die drittgrößte in ganz Europa hinter London (20.000) sowie Paris (13.000)", sagt Seta stolz. "Düsseldorf ist eine Business-City. Seit 50 Jahren sind japanische Unternehmen hier, inzwischen rund 300. In ganz Nordrhein-Westfalen sind es ungefähr 500. Düsseldorf ist die deutsche Hauptstadt der Japaner", so Seta weiter.
"Ich bin seit 3 1/2 Jahren im Verein und versuche seitdem japanische Fans, Mitglieder und Sponsoren zu gewinnen. Jetzt kommt die große Gelegenheit, weil Yohei Kajiyama in seiner Heimat so bekannt ist wie Shinji Kagawa (Borussia Dortmund), Atsuto Uchida (Schalke 04) und Hajime Hosogai (FC Augsburg)“, stellt Seta klar. Mit ihnen hat Kajiyama in allen Nachwuchs-Nationalteams sowie bei den Olympischen Spielen 2008 für Japan zusammengespielt. Künfig sollen ihm noch weitere Spieler aus dem Reich der aufgehenden Sonne an den Rhein folgen.
Der Wechsel des kroatischen Verteidigers Tomislav Barbaric zum Zweitliga-Tabellenführer ist gescheitert. Bei der sportärztlichen Untersuchung des 22-Jährigen wurde festgestellt, dass dieser wegen einer Viruserkrankung in den kommenden Wochen keinen Leistungssport betreiben kann.
Quelle: FUSSBALL.DE
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