03.07.2011, 10:09 Uhr
Die Kritik an Birgit Prinz reißt nicht ab: Auch Günter Netzer sieht nach ihren bisherigen WM-Leistungen "Abnutzungserscheinungen, die bei einer 33-jährigen Fußballerin kurz vor dem Karriere-Ende normal sind." Er zieht einen Vergleich zum unrühmlichen Abgang von Michael Ballack aus der Männer-Nationalmannschaft.
"Birgit Prinz kann ebenso wenig wie Ballack trotz nachlassender Leistung nur aufgrund vergangener Erfolge einen Anspruch auf einen Stammplatz in der Mannschaft beanspruchen", schrieb der Weltmeister von 1974 in seiner Kolumne in der "Bild am Sonntag".
Netzer kritisiert dabei besonders das Verhalten der Spielführerin nach Ihrer Auswechslung im zweiten WM-Spiel gegen Nigeria (1:0): "Mir hat ihr Abgang im Nigeria-Spiel nicht gefallen. Ihre Auswechslung war völlig berechtigt", sagte Netzer: "Zu einer absoluten Weltklasse-Spielerin gehört auch, Größe in Niederlagen - auch in persönlichen - zu zeigen. Und mit ihrer Leistung hat sie keinen Anspruch gehabt, länger in der Mannschaft zu bleiben." Prinz ließ ihrem Unmut nach der Auswechslung freien Lauf, schimpfte fortwährend und schlug gegen eine Plexiglasscheibe.
Vor dem Duell um den Gruppensieg am Dienstag in Mönchengladbach gegen Frankreich (ab 20.30 Uhr im FUSSBALL.DE Live-Ticker) sieht Netzer Bundestrainerin Silvia Neid in der Pflicht. "Neid muss jetzt Akzeptanz und Einsicht von Prinz einfordern, wenn sie zu Beginn nur noch auf der Bank sitzt", schrieb er.
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Quelle: FUSSBALL.DE
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