07.10.2009, 10:24 Uhr
Tritt beim FSV Frankfurt die Nachfolge von Tomas Oral an: Hans-Jürgen Boysen (Foto: imago)Hans-Jürgen Boysen soll Fußball-Zweitligist FSV Frankfurt vor dem Abstieg in die Drittklassigkeit bewahren. Drei Tage nach dem freiwilligen Rücktritt von Teamchef Tomas Oral unterzeichnete der 52-jährige Trainer einen Vertrag bis zum 30. Juni 2010, der sich im Erfolgsfall um ein weiteres Jahr verlängert. "Das ist eine große Herausforderung. Ich will die Mannschaft in positive Zonen führen", sagte Boysen am Mittwoch bei seiner Präsentation im Frankfurter Volksbank-Stadion.
Boysen hatte am Dienstag seinen laufenden Vertrag beim Nachbarn Kickers Offenbach schriftlich gekündigt. Am Mittwochvormittag erteilte der Drittligist überraschend die sofortige Freigabe. "Die Ära Kickers ist abgehakt", meinte Boysen. FSV-Geschäftsführer Bernd Reisig stellte klar, dass der Verein erst nach Orals Rücktritt Kontakt zum Offenbacher Coach aufgenommen habe.
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Während Boysen nach seiner Vorstellung am Mittwochmittag das erste Training bei seinem neuen Klub leitete, löste die Abwerbung des 52-Jährigen durch die Frankfurter bei den Kickers großen Unmut aus. Vizepräsident Thomas Kalt bezeichnete das Vorgehen des FSV als "Ungeheuerlichkeit und Frechheit". Die Kickers drohten sogar damit, Boysen erst ab dem 1. Dezember für den FSV freizugeben, da die Kündigung des Vertrags erst ab dem 30. November gültig sei.
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"An der Defensive müssen wir feilen"
Boysen wird die Herkules-Aufgabe vorerst mit Orals Trainerstab beginnen. Neben dem erfahrenen Gerhard Kleppinger gehört auch Ex- Nationalspieler Manfred Binz dazu, mit dem der neue FSV-Chefcoach schon beim OFC arbeitete. "An der Defensive müssen wir feilen", nannte Boysen als vordringlichsten Aufgabe bis zum ersten Zweitligaspiel am 18. Oktober bei Fortuna Düsseldorf. Mit nur zwei Punkten aus acht Partien liegen die Frankfurter sieglos auf dem vorletzten Tabellenplatz. "Wer sagt, die Lage sei aussichtslos, hat von Fußball keine Ahnung", meinte Boysen, der in dieser Spielzeit noch keine Partie seines neuen Arbeitgebers live gesehen hat.
FUSSBALL.DE / isd
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