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Georg Froese: Torjäger und Elfmeterforscher

18.04.2013, 16:57 Uhr | FUSSBALL.DE

Georg Froese war für den FC Internationale im Einsatz. (Quelle: Atelier Antoine)

Georg Froese war für den FC Internationale im Einsatz. (Quelle: Atelier Antoine)

Von Alexander Hanne

Sechs Tore in einem Spiel, ein Hattrick in den ersten fünf Minuten, fünf Tore in Serie bis Minute 15 – das sind die Marken, die Georg Froese im Berliner Bezirksligaspiel seines FC Internationale beim TSV Helgoland II am vergangenen Wochenende gesetzt hat. "Ein Sechserpack ist mir noch nie gelungen. An zwei Fünferpacks kann ich mich erinnern", freut sich der 34-Jährige. Und wäre das Spiel nicht in der 60. Minute abgebrochen worden, weil sich ein Helgoländer Spieler so schwer verletzt hatte, dass er mit dem Hubschrauber abgeholt werden musste, wäre die Froese-Show vermutlich noch weiter gegangen.

"Die Spieler von Helgoland waren nach dem schweren Beinbruch so geschockt, dass sie nicht weiterspielen wollten. Wir sind der Bitte beim Stande von 8:0 natürlich nachgekommen", sagt der Spielertrainer Froese, für den Fairplay nicht nur eine Floskel darstellt.

Wer ist Messi?

Insgesamt hat Froese in dieser Saison in 21 Spielen 38 Tore erzielt. Mit einer Torquote von 1,8 Treffern pro Spiel lässt Froese sogar Superstar Lionel Messi vom FC Barcelona (1,48) alt aussehen. "Ein sehr interessanter Vergleich", bestätigt Froese mit einem Schmunzeln im Gesicht. Denn der Stürmer, der schon im Alter von 17 Jahren für Union in der 3. Liga auf Torejagd ging, weiß, dass es in höheren Ligen ungleich schwerer ist, erfolgreich zu sein.

Zweimal wurde er Torschützenkönig in der Verbandsliga. Da erzielte er aber "lediglich" 31, bzw. 25 Tore. Die Lust am Tore schießen ist Froese aber auch in der 8. Liga nicht vergangen: "Ich würde in dieser Saison schon gerne die Marke von 50 Toren knacken, wichtiger ist aber der Mannschaft zum Aufstieg zu verhelfen." Bei noch neun ausstehenden Spielen und einem derzeitigen Rang zwei stehen die Chancen gut für Dr. phil. Georg Froese.

Fehler kann man minimieren

Richtig gelesen: Georg Froese ist Doktor der Sportwissenschaft, genau genommen der Sportpsychologie. Seine Doktorarbeit hat er ganz der Elfmeterforschung gewidmet. Das Thema: Sportpsychologische Einflussfaktoren der Leistung von Elfmeterschützen. Das brachte ihm im Januar den DFB-Wissenschaftspreis ein.

"Jedes fünfte Entscheidungsspiel bei großen Turnieren wird durch Elfmeterschießen entschieden. Der Mehraufwand in der Vorbereitung würde sich also lohnen", weiß Froese, der schon für die Bundesligisten Borussia Dortmund und den FC Augsburg in der Elfmeteranalyse tätig war.

ISDUES in Schöneberg

Bei seinen 38 Saisontoren für den Schöneberger Klub ist übrigens kein einziger Elfer dabei. "Ich habe den ersten Elfer in der Saison verschossen. Das haben wir dann unserem Kapitän Christoph Hampel überlassen. Der ist psychologisch besser geeignet", analysiert Froese.

Der Trainer Froese lässt nach einem bestimmten System in jedem Training Elfmeter üben. "Wir schießen den Elfmeterkönig von Inter in einem K.o.-Turnier aus. Ziel ist es, am Ende der Saison den ultimativen Elfmeterschützen zu finden. Hampel ist also auch nur eine Interims-Lösung. So bin ich auch wieder im Spiel", freut sich der DFB-Lizenztrainer. Das klingt nach ISDUES  – Inter Sucht Den Ultimativen Elfmeter-Schützen.

C-Lizenz noch nicht das Ende

Der gebürtige Berliner aus Lichtenberg lebt den Fußball in all seinen Facetten. So ist klar, dass er beruflich seinen Weg konsequent weiter geht, ob als Sportpsychologe in der Nachwuchsarbeit von Energie Cottbus oder als TV-Experte zum Thema "Psychologie im Fußball". Aber auch die Tätigkeit als Trainer reizt Froese. "Ich hoffe, dass ich weiterhin alle Bereiche verbinden kann. Die Sportpsychologie hilft mir als Trainer ungemein. Die C-Lizenz, die ich im Moment habe, ist da sicherlich noch nicht das Ende", sagt Froese und fügt hinzu: "Ich bin ja noch jung."

Eine Frage des Gewissens

Sein Wissen über Elfmeter würde Dr. Froese aber nicht jedem zur Verfügung stellen. Auf die Frage, was er machen würde, wenn ihm der englische Verband vor einem möglichen WM-Halbfinale 2014 zwischen Deutschland und England eine Millionen Pfund für eine detaillierte Analyse der deutschen Schützen Zahlen würde, antwortet der Fußballer Froese:  "Ich bin absoluter Fan der deutschen Nationalmannschaft. Ich würde erst einmal DFB-Präsident Wolfgang Niersbach anrufen und die ganze Sache mit ihm besprechen.“

Quelle: FUSSBALL.DE

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 (Quelle: abc)