27.09.2011, 21:47 Uhr
Der Siegeszug von Bayern München setzt sich auch in der Champions League fort. Der Rekordmeister besiegte im zweiten Spiel der "Todesgruppe" A Manchester City mit 2:0 (2:0). Der Bundesliga-Spitzenreiter tat sich in der heimischen Arena gegen die englische Millionen-Truppe lange schwer, ehe Torjäger Mario Gomez in der 38. Minute und in der Nachspielzeit (45.+1 Minute) zweimal abstaubte. In der zweiten Hälfte brachten die Münchner die Führung sicher ins Ziel.
Die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes blickt nun bereits nach zwei Spieltagen auf einen komfortablen Vorsprung von fünf Punkten auf Mitfavorit Manchester und kann vorsichtig für das Achtelfinale planen.
Vor 66.000 Zuschauern und unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw führten die Bayern zudem in der lauen bayerischen Nacht ihre beeindruckende Serie fort: Seit zehn Pflichtspielen ist der Rekordmeister unbesiegt, wartet seit 928 Minuten auf einen Gegentreffer. Gomez sicherte mit seinen Champions-League-Treffern Nummer 13 und 14 den achten Sieg im neunten Heimspiel der Königsklasse, Debütant Manchester City hingegen steht mit nur einem Punkt aus zwei Spielen bereits im kommenden Spiel gegen den FC Villarreal mächtig unter Zugzwang.
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Heynckes musste auf den zuletzt starken Nationalspieler Holger Badstuber verzichten. Dafür rückte neben den gegen seinen Ex-Klub gesetzten Jerome Boateng erneut Daniel van Buyten in die Innenverteidigung. Superstar Arjen Robben nahm wie beim 3:0 gegen Leverkusen zunächst auf der Bank Platz und ersetzte erst kurz vor Schluss unter Standing Ovations den starken Franck Ribéry. Für Anatoli Timoschtschuk rückte der wiedergenesene Luiz Gustavo in die Startelf. Roberto Mancini musste wie bereits beim 1:1 gegen den SSC Neapel ohne Mario Balotelli auskommen. Für eine Überraschung sorgte er vor allem in der Innenverteidigung, wo Kolo Toure zu seinem ersten internationalen Auftritt nach sechsmonatiger Doping-Sperre kam.
Die Befürchtungen der Bayern, in Manchester City ihren echten Prüfstein gegenüberstehen zu haben, bewahrheiteten sich zumindest zu Beginn. Die Gäste aus England versteckten sich keineswegs, sondern begannen mit viel Tempo. Zweimal blieb den Bayern in der ersten Hälfte sogar das alt bewährte Dusel treu: Jerome Boateng hätte sich nach Duellen mit David Silva (3.) und Micah Richards (24.) jeweils nicht über einen Elfmeter beschweren dürfen.
Immer wieder brachten Silva, Samir Nasri und 45-Millionen-Einkauf Sergio Agüero die teils unsicher wirkende Bayern-Abwehr in der ersten halben Stunde in Bedrängnis. Manuel Neuer musste allerdings nur zweimal ernsthaft eingreifen: Einen Schuss des Ex-Wolfsburgers Edin Dzeko konnte der 25-Jährige festhalten (4.), einen Freistoß von Yaya Toure parierte er sicher (25.). Die Bayern, zuvor immer wieder an der gut organisierten Defensive von Manchester City gescheitert, wachten erst nach einer halben Stunde auf - dann aber richtig.
Der zuvor von Richards gut ausgeschaltete Ribéry sorgte für die erste gute Szene, als er Gareth Barry im Mittelfeld aussteigen ließ, Müller per Dropkick aber übers Tor schoss (34.). Bastian Schweinsteiger hatte zwei Minuten später die Führung auf dem Fuß, schoss freistehend aus sieben Meter aber ebenso in den Münchner Nachthimmel (36.). Für die Erlösung musste wieder einmal Gomez sorgen: Hart ließ einen Schuss von Ribéry nach vorne abprallen, Müller scheiterte erneut am starken Keeper, Gomez allerdings traf das Tor (38.). Mit dem Halbzeitpfiff machte der Torschützenkönig der Vorsaison seinen Doppelpack perfekt, als er Hart wiederum nach einem Abpraller zum 2:0 überwand (45.+1).
Aus der Kabine kam Bayern mit ähnlichem Schwung und hielt die Gäste immer besser im Zaum. Ohne viel Risiko zu gehen hatten die Münchner dennoch gegen die in Hälfte zwei weitgehend harmlosen Engländer die besten Chancen: Gomez hatte seinen zweiten Dreierpack auf dem Fuß, als er eine Flanke knapp vorbei lenkte (58.), und nach einem Freistoß von Ribery an Hart scheiterte (79.). Der Keeper hatte zuvor auch Schweinsteigers Distanzschuss pariert (71.). Neuer musste lediglich bei einem Freistoß des eingewechselten James Milner (75.) und einem Distanzschuss von Aleksandar Kolarov eingreifen (83.), war aber erneut weitgehend unbeschäftigt.
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Quelle: dapd
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