09.04.2009, 11:20 Uhr
Der Ingolstädter Valdet Rama (li.) und Aykut Öztürk von Wehen Wiesbaden (Foto: dpa)Die 3.500 Zuschauer im Ingolstädter Tuja-Stadion dürfen sich diesen Tag rot in ihrem Kalender anstreichen, wurden sie doch Augenzeugen einer beeindruckenden Demonstration fußballerischen Unvermögens. Das, was der FC Ingolstadt und Wehen Wiesbaden über weite Strecken der Partie beim 0:0 boten, kam nicht einmal ansatzweise in die Nähe von attraktivem und packenden Fußball.
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Nix los in Hälfte eins
Egal, wie hoch der Druck bei den beiden Abstiegskandidaten vor dem Spiel auch war, von Profis dürften, in welcher Situation auch immer, einfachste Pässe über einen Meter, die ihr Ziel auch erreichen, zu erwarten sein. Stattdessen dominierten Fehlpässe über Fehlpässe, Stockfehler und völlig sinnfreie Anspiele, die oft auch den Adressaten des Passes überraschten. So war es auch wenig verwunderlich, dass die einzige "Chance“ der ersten Hälfte aus einer Standardsituation resultierte. Einen flankenähnlichen Einwurf von Ingolstadts Michael Wenczel setzte Vratislav Lokvenc "knapp“ zwei Meter am Wehener Tor vorbei (15.). Wer danach einschlief, verpasste bis kurz vor dem Halbzeitpfiff überhaupt nichts. Dann riss ein harmloses Schüsschen aus 19 Metern von Daniel Jungwirth die Zuschauer, vermutlich aus Dankbarkeit das überhaupt etwas passiert, zu einem wahren Beifallsorkan hin.
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Riesenchancen durch Ziegenbein und Demir
Nach der Pause wurde die Partie zwar nicht ansehnlicher, die technischen Unzulänglichkeiten ließen jetzt aber wenigstens Torchancen zu. In der 56. Minute setzte Jungwirth einen Freistoß aus 20 Metern knapp neben das Tor der Gäste. Die hatten ihre Arbeit bis dahin förmlich eingestellt, kamen aber durch einen kapitalen Abwehrschnitzer der Hausherren in der 62. Minute zu ihrer besten Chance durch Björn Ziegenbein, die FCI-Keeper Michael Lutz glänzend vereitelte. Im Gegenzug hätte der gerade für "Zecke" Neuendorf eingewechselte Ersin Demir die Ingolstädter Führung erzielen müssen, scheiterte aus Nahdistanz aber an Wehens Keeper Alexander Walke. Dann schienen beide Teams der einhelligen Meinung gewesen zu sein, genug zu dieser Partie beigetragen zu haben und stellten die Chancenproduktion gänzlich ein.
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Turbulente Schlussphase
Dann doch noch Aufregung in der Schlussphase. Einen Freistoß köpfte Ingolstadts Necat Aygün in der 90. Minute in die Arme von Walke. Die Ingolstädter protestierten, da ihrer Meinung nach Walke den Ball erst hinter der Linie zu fassen bekommen hatte. Schiedsrichter Thomas Metzen ließ weiterspielen und zog sich kurz danach weiteren Unmut der Gastgeber zu, als er ein klares Foul von Dajan Simac an Ivan Santini im Strafraum nicht mit dem fälligen Elfmeter ahndete. Im Getümmel nach dem Foul ging Wehens Marko Kopilas nach einer Attacke von Heiko Gerber zu Boden, beide sahen daraufhin Rot.
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Verdientes Remis in einer unansehnlichen Partie
Eine unansehnliche, bis auf die letzten Minuten spannungsarme Partie fand verdientermaßen keinen Sieger. Fußball-Ästheten dürften bei dem Anblick der Partie versucht gewesen sein, sich glühende Eisenstangen in die Augen zu rammen, um dieses Gegurke nicht ertragen zu müssen. Bei solchen fußballerischen Offenbarungseiden wird es sowohl für die Schanzer aus Ingolstadt als auch für die Gäste von Wehen Wiesbaden schwer, wenn nicht sogar unmöglich, die Klasse zu halten.
Der 27. Spieltag: | ||||
RW Oberhausen | - | 1. FC Nürnberg | 0:3 | |
Greuther Fürth | - | FC Hansa Rostock | 0:1 | |
FC Ingolstadt | - | SV Wehen Wiesbaden | 0:0 | |
FC St. Pauli | - | MSV Duisburg | 2:2 | |
Rot Weiss Ahlen | - | Alemannia Aachen | 0:2 | |
TuS Koblenz | - | TSV 1860 München | 3:2 | |
VfL Osnabrück | - | 1. FC Kaiserslautern | 0:2 | |
FSV Frankfurt | - | FC Augsburg | 2:1 | |
1. FSV Mainz 05 | - | SC Freiburg | 1:2 |
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