Die Siegerteams des Integrations-Cups: Nery Depaz (Union, li.), Daniel Villarreal (GWS), Sedat Yürür (VFB Lübeck II) und Robert Borja (Strand 08) (Foto: shfv.de)Im Audienzsaal des Lübecker Rathauses wurden am vergangenen Freitag die Mannschaften des VFB Lübeck II (Schleswig-Holstein-Liga), des NTSV Strand 08 (Verbandsliga Süd-Ost), des SV Grün-Weiß Siebenbäumen (Verbandsliga Süd-Ost) und des SC Union Oldesloe II (Kreisklasse C Stormarn) vom SHFV und der Sparda-Bank Hamburg geehrt. Sie sind Herbstmeister im Rahmen des Sparda-Bank Integrations-Cup ihrer Fußballkreise der Saison 2009/10 und erhielten einen Trikotsatz. Übereicht wurden die Trikotsätze samt Urkunden durch den Bürgermeister der Hansestadt Lübeck, Bernd Saxe, den Vertriebsdirektor der Sparda-Bank-Filialen in Schleswig-Holstein, Wolfgang Hanus, dem Lübecker Filialdirektor Sven Christiansen und SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer.
Projekt "Mädchentreff" ausgezeichnet
Eingebettet in den Rahmen dieser Ehrungsveranstaltung wurde auch eine Auszeichnung für den Verein In Via Lübeck und dessen Projekt "Mädchentreff - für sozial und individuell beeinträchtigte Mädchen“. Dieses Lübecker Projekt, das sich in erster Linie um Mädchen mit Migrationshintergrund kümmert und diese zielgerichtet bei der Entwicklung ihrer individuellen Lebens- und Berufsperspektiven unterstützt, erhielt durch die Kampagne Kinderträume 2011 des Deutschen Fußball-Bundes 2.000 Euro. "Mit der Kampagne Kinderträume 2011 fördert die Männer-Nationalmannschaft des DFB in den Jahren 2009, 2010 und 2011 bundesweit soziale Einrichtungen, die sich um das Wohl von Kindern und Jugendlichen kümmern“, so Hans Ludwig Meyer. Er überreichte den Scheck an die Geschäftsführerin von In Via Lübeck, Claudia Berndt.
In seiner Ansprache zum Sparda-Bank Integrations-Cup betonte Hans-Ludwig Meyer, dass dieser Wettbewerb im Rahmen der Aktivitäten der Landesverbände und des DFB zur Förderung der Integration von ausländischen Fußballerinnen und Fußballern als Vorzeigeprojekt hervorsticht: "Der Sparda-Bank Integrations-Cup ist unser Leuchtturmprojekt zum Thema Integrationsarbeit. Dass wir diesen Wettbewerb nun zum zweiten Mal durchführen können, verdanken wir mit der Sparda-Bank Hamburg einem starken Partner, der für beispielhaftes soziales Engagement im Sport steht“, so Meyer. "Neben der großzügigen finanziellen Unterstützung für die Vereine können wir mit dem Wettbewerb das Thema Integration in die Öffentlichkeit bringen. Wir können zeigen, wie viele Vereine in Schleswig-Holstein eine häufig als zu selbstverständlich hingenommene Integrationsarbeit leisten. Dank der Sparda-Bank Hamburg können wir die Vereine auszeichnen. Das haben sie unserer Meinung nach mehr als verdient“, erläuterte Meyer abschließend.
Zwei Preisträger aus dem Vorjahr liegen wieder gut im Rennen
"Wenn wir uns die hier zur Auszeichnung anwesenden Mannschaften genauer anschauen, so spiegelt sich schon alleine in ihrer Präsenz die gestiegene Bandbreite der an unserem Wettbewerb beteiligten Fußballer wieder“, sagte Wolfgang Hanus, Vertriebsdirektor der Sparda-Bank Filialen in Schleswig-Holstein. "Mit dem NTSV Strand 08 und dem SV Grün-Weiß Siebenbäumen dürfen wir heute Abend alte Bekannte aus dem vergangenen Jahr begrüßen. Der VfB Lübeck II hat im vergangenen Jahr das Landesfinale über das Kreisendspiel erreicht und ist dann sogar Gesamtsieger des Wettbewerbs geworden. Mit dem SC Union Oldesloe II freuen wir uns über einen Neuling, den wir erstmalig als Herbstmeister auszeichnen dürfen.“
Ausrichterverein startet automatisch beim Finalturnier
Weiter erläuterte Hanus einige positive Erweiterungen des Sparda-Bank Integrations-Cup im Vergleich zum Vorjahr. Intensive Gespräche mit den Vereinen haben ergeben, dass die Sparda-Bank Hamburg und der SHFV die Kosten für jeweils zwei Blöcke der neuen Sparda-Bank Spielberichtsbögen übernommen haben. Als weitere Neuerungen sind jeweils eine Wildcard im Frauen- und Männerbereich eingeführt worden. Das heißt: Auch nach Ermittlung der Kreissieger können unter den anderen Vereinen bis zu zwei weitere Vereine am Landesfinale teilnehmen. Zudem nimmt der Ausrichterverein automatisch am Finalturnier teil, das auf Wunsch der Vereine erst in der Vorbereitung auf die neue Saison, also im Juli 2010 nach der Fußballweltmeisterschaft stattfinden wird.
Kreissieger des Integrations-Cups werden in der Zeit von Februar bis März ermittelt
Wie der Wettbewerb 2009/10 weiter ablaufen wird, fasste der Projektleiter "SH kickt fair“, Tim Cassel, im Anschluss an die Ehrungen zusammen: Die Ehrungsveranstaltungen auf Kreisebene werden im Februar 2010 in Flensburg und Neumünster fortgesetzt. Zusätzlich spielen die beiden ersten Mannschaften der Integrationstabelle pro Kreis (maßgeblich ist der Tabellenstand am Ende der Hinrunde) in einem Endspiel, das in der Zeit von Februar bis März stattfinden soll, den jeweiligen Kreissieger des Sparda-Bank Integrations-Cup aus. Dieser qualifiziert sich für das Landesfinale. Der Zweitplazierte erhält ein Preisgeld im Wert von 400 Euro.
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