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Erbitterter Streit zwischen Hertha und Hoffenheim

24.03.2011, 20:05 Uhr | sid, t-online.de

Michael Preetz is not amused über die Methoden der TSG Hoffenheim. (Foto: imago)

Michael Preetz is not amused über die Methoden der TSG Hoffenheim. (Foto: imago)

In der Hauptstadt ist man derzeit auf die TSG 1899 Hoffenheim überhaupt nicht gut zu sprechen. In einem Beschwerdebrief haben sich die Verantwortlichen von Hertha BSC Berlin an den Erstligisten gewendet und auch die DFL informiert. Sogar ein Hausverbot für Scouts der TSG wurde ausgesprochen. Der Grund: Das aggressive Verhalten der Kraichgauer beim Abwerben von Talenten.

Im Zentrum der Kritik steht der Hoffenheimer Chefscout Wolfgang Geiger. Ihm und den Mitarbeitern seiner Abteilung wurde von den Berlinern Hausverbot für den gesamten Berliner Olympiapark und die Geschäftsstelle von Hertha BSC bei Spielen sowie bei Trainingseinheiten erteilt. Einen entsprechenden Bericht der "Berliner Morgenpost" bestätigte nun der Pressesprecher von Hertha BSC.

1899-Scout beschimpft die Hauptstädter

Geiger habe bei einer Unterhaltung am 16. März im Berliner Poststadion mit einem Spielerberater und dem Berliner Nachwuchsscout Wolfgang Damm, die sich über den Abgang eines 14- und 15-Jährigen nach Hoffenheim unterhielten, Bemerkungen wie "Die große Hertha macht sowieso nur Scheiße" oder "Die Spieler haben alles richtig gemacht. Was bildet sich Hertha BSC ein, dieser Stasi-Verein?" fallen lassen.

Hoffenheims Manager Ernst Tanner habe sich dem Bericht zufolge für den Vorfall entschuldigt. "Das war in einem Streitgespräch. Aber das ist ein verbaler Ausrutscher. Das können wir nicht gutheißen", wurde Tanner zitiert.

Preetz kritisiert Scouting-Verhalten der TSG

Die deutschen Profiklubs haben sich grundsätzlich darauf verständigt, nicht gegenseitig Talente aus den klubeigenen Akademien abzuwerben. "Ganz klar stellen wir uns dem Wettbewerb", sagte Hertha-Manager Michael Preetz. "Was wir aber nicht hinnehmen werden, sind die Auswüchse einer immer rüder werdenden Abwerbe-Praxis mancher Vereine."

Tanner reagiert gereizt

Tanner hat in diesem Punkt allerdings wenig Verständnis. "Es kommen zwei Spieler zu uns. An denen waren alle großen Bundesligisten dran, und unsere Jugendleute haben sie gekriegt. Eigentlich ist es unser Erfolg. Die machen jetzt natürlich Wind, weil sie uns an den Pranger stellen wollen, weil sie sauer sind, dass sie diese Spieler nicht halten konnten. Völliger Schwachsinn. Mit solchen Meldungen macht man sich selber lächerlich", meinte der Hoffenheim-Manager.

Quelle: sid

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