29.11.2011, 08:12 Uhr
Markus Babbel (li.) und sein Assistent Rainer Widmayer (Foto: dapd)
Wichtige Wahlen standen bei der Mitgliederversammlung von Hertha BSC nicht an. Doch viele der 1302 anwesenden Mitglieder waren trotzdem mit einigen Erwartungen gekommen. Sie hatten auf etwas Erhellendes zum Thema Markus Babbel gehofft: Verlängert der Trainer seinen 2012 auslaufenden Vertrag? Doch was dann passierte, war für eine Hertha-Versammlung äußerst ungewöhnlich: Präsident Werner Gegenbauer verabschiedete Mannschaft und Trainer nach gut 50 Minuten, ohne dass dieser ein Wort gesagt hätte.
Und so befeuerte Babbel die schon länger durch die Hauptstadt wabernden Gerüchte, wonach er Berlin den Rücken kehren werde. Die Bild"-Zeitung hatte schon vor der Mitgliederversammlung geschrieben, dass alle Zeichen auf Abschied stehen.
"Es gibt heute abends leider nichts Neues", sagte Manager Michael Preetz zu dem Thema und kündigte eine Entscheidung bis zum Rückrundenauftakt Ende Januar an. Seine persönliche Präferenz wiederholte er noch einmal, als er von der "Sehnsucht nach einer langfristigen Zusammenarbeit" sprach.
Schon vor Wochen hatte Preetz öffentlich gesagt, dass der Klub mit Babbel verlängern will. Der 39-Jährige hatte Hertha nach dem Abstieg 2010 übernommen und auf Anhieb zurück in die Bundesliga geführt. Dadurch hatte sich sein Vertrag automatisch um ein Jahr verlängert. Nun wird spekuliert, dass er eine neue sportliche Herausforderung bei einem deutschen Spitzenklub oder in England suche.
Auf der Mitgliederversammlung wurde unterdessen bekannt, dass die Berliner das Zweitliga-Jahr mit einem Minus von 6,7 Millionen Euro abgeschlossen haben - ursprünglich hatte der Klub einen fast doppelt so hohen Verlust erwartet.
Quelle: FUSSBALL.DE , dpa
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