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NDR: HSV vor Rekord-Minus von 24 Millionen Euro

08.05.2013, 17:57 Uhr | dpa

Dem Hamburger SV - hier Rafael van der Vaart - droht ein neues Minus-Rekord. (Quelle: imago\Oliver Ruhnke)

Dem Hamburger SV - hier Rafael van der Vaart - droht ein neues Minus-Rekord. (Quelle: Oliver Ruhnke/imago)

Die wirtschaftliche Situation des HSV ist möglicherweise noch prekärer als erwartet. Nach Informationen des Radiosenders NDR 90,3 steuert der HSV im laufenden Geschäftsjahr auf den Rekordverlust von 24 Millionen Euro zu. Bisher war ein Minus von rund 15 Millionen Euro erwartet worden.

"Ich weiß nicht, wo das herkommt, und werde irgendwelche Zahlen, die in die Welt gesetzt wurden, nicht weiter kommentieren", sagte Klubchef Carl Edgar Jarchow. Allerdings geht auch der Vorstandsvorsitzende schon länger von einem "Minus im zweistelligen Millionenbereich" aus.

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Spielerverkäufe und neuer Vermarkter-Vertag?

Fest steht, dass der HSV nach Defiziten von 4,9 (2010/11) und 6,6 Millionen Euro (2011/12) zum dritten Mal in Serie ein Geschäftsjahr tief in den Miesen beenden wird. Dass der Traditionsklub die Lizenz für die nächste Saison dennoch ohne Auflagen erhalten hat, ist seiner Liquidität zu verdanken. Denn zum Nachweis seiner Zahlungsfähigkeit stehen dem HSV allein aus einer im Vorjahr erzielten Fan-Anleihe 17,5 Millionen Euro zur Verfügung. "Die Liquidität wird nicht gefährdet sein", hatte Jarchow bereits Anfang März verkündet.

Die aktuelle Bilanz aufbessern könnte neben Spielerverkäufen - im Raum steht derzeit ein Verkauf von Torjäger Son zum BVB - ein neuer Vermarktervertrag mit der Agentur Sportfive, der vor dem Abschluss steht und fünf Millionen Euro in die Kasse spülen soll. "Auch dazu kann ich erst etwas sagen, wenn es etwas zu vermelden gibt. Aber natürlich beschäftigen wir uns mit verschiedenen Alternativen, um das zu erwartende Minus zu reduzieren", so Jarchow.

Ursache liegt im sportlichen Bereich

Die Hauptursache für die erneute wirtschaftliche Schieflage ist im sportlichen Bereich zu finden. Trotz des knapp verhinderten Abstiegs im Sommer hatten sich die Verantwortlichen einen strikten Sparkurs auferlegt. Der aber war nach dem Fehlstart des im Umbruch steckenden Teams rasch hinfällig: Vor Schließung des Transferfensters Ende August wurden gut 20 Millionen Euro in die Nachkäufe Milan Badelj, Petr Jiracek und Rafael van der Vaart gesteckt. Um die 13,5 Millionen Euro für Letzteren finanzieren zu können, stellte Milliardär Klaus-Michael Kühne dem klammen HSV ein Darlehen in Höhe von acht Millionen Euro zur Verfügung. Das muss aber verzinst zurückgezahlt werden.

Die aus sportlicher Sicht richtige Entscheidung, die mit dem Sprung vom letzten auf den achten Tabellenplatz abzulesen ist, hat wirtschaftlich heftige Folgen. Die von Jarchow und Trainer Thorsten Fink in Aussicht gestellte Verstärkung des Kaders scheint angesichts der roten Zahlen infrage gestellt. Wahrscheinlicher ist, dass sich der Klub zur Konsolidierung von Spielern trennen muss.


Quelle: dpa

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