17.04.2011, 17:51 Uhr
1860-Boss Schneider (li.) und Investor Ismaik scheinen sich einig zu sein. (Foto: dpa)
Der hoch verschuldete TSV 1860 München sieht endlich Licht am Ende des Tunnels. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, steht der jordanische Investor Hasan Abdullah Ismaik kurz vor dem Einstieg beim Klub von der Grünwalder Straße.
Der Multimillionär soll bereit sein, für 13 Millionen Euro 49 Prozent der Kommanditgesellschafts-Anteile der Löwen zu übernehmen. Nur der noch nicht erreichte Teilverzicht der Gläubiger scheint die Investitionen des 34-Jährigen noch zu blockieren. Angeblich will der aus Abu Dhabi operierende Unternehmer maximal fünf Millionen Euro der Rückstände tragen. Die 1860-Altschulden sollen bei 14 Millionen Euro liegen.
"Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit", sagte Ismaik bereits. Bei der Betriebsprüfung durch die Wirtschaftsexperten und Anwälte des Jordaniers soll es keine Beanstandungen gegeben haben. Er habe sich mit dem Verein auf diese Summe verständigt, und der Aufsichtsrat hatte dem zugestimmt. "Wie der Verein die Endsumme der Altschulden aushandelt, ist ihm frei überlassen", sagte Ismaik. "Wir haben ohnehin mit den Gläubigern nichts zu tun, das ist nur Sache des Vereins."
Dieter Schneider reagierte in Münchner Zeitungen erleichtert auf Ismaiks Angebot. "Es müssen aber noch Eckpunkte verhandelt werden", erklärte der Löwen-Präsident. Nach Prüfung der von Ismaik vorgelegten Offerte könnten Ende April die Verträge unterschrieben werden.
Quelle: sid
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