29.07.2011, 18:45 Uhr
Die Rückkehr auf die große Fußballbühne ist perfekt: Jürgen Klinsmann ist neuer Nationalcoach der USA. Wie der Verband mitteilte, tritt der Weltmeister von 1990 die Nachfolge des kurz zuvor entlassenen Bob Bradley an. Klinsmann soll die Amerikaner zur WM-Endrunde 2014 in Brasilien führen, über die Dauer seines Vertrages wurde nichts Näheres mitgeteilt. Klinsmann wird am Montag in New York im Rahmen einer Pressekonferenz offiziell vorgestellt. Er wird sein neues Team erstmals am 10. August in einem Testspiel gegen Mexiko in Philadelphia betreuen.
"Ich fühle mich stolz und geehrt, zum Nationaltrainer der US-Männermannschaft ernannt worden zu sein", sagte Klinsmann in der Verbandserklärung. Bundestrainer Joachim Löw, einst sein Assistent, gratulierte Klinsmann in einer Mitteilung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).
Der ehemalige Torjäger aus Schwaben, der an diesem Samstag 47 Jahre alt wird, lebt seit Jahren in Kalifornien und kennt sich im US-Fußball bestens aus. Der Weltmeister von 1990 wurde schon mehrmals als Trainer der US-Auswahl gehandelt. 2006 hatte Klinsmann die deutsche Nationalmannschaft bei der Heim-WM auf den dritten Platz geführt, seit seinem Rauswurf bei Rekordmeister Bayern München 2009 hatte er nicht mehr als Coach gearbeitet. Zuletzt beriet er den Toronto FC aus der nordamerikanischen Liga MLS und wirkte dabei zuletzt auch bei der Verpflichtung des ehemaligen Nationalspielers Torsten Frings mit.
Der in den USA lebende Klinsmann hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass er bei einem passenden Angebot wieder auf die Trainerbank zurückkehren würde. "Wenn alle Konstellationen passen und die richtigen Leute am richtigen Fleck sind, dann bin ich natürlich offen für neue Aufgaben. Im Fußball kann das ja sehr schnell gehen", sagte Klinsmann kürzlich im Interview mit t-online.de.
Der 53-Jährige Bradley hatte 2007 das US-Team übernommen. Er habe die Mannschaft zu einer Reihe von Erfolgen geführt, meinte Gulati, "aber wir denken, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist für uns, einen Wechsel zu machen."
Bradley hatte sich unter anderem 2010 mit dem US-Team für die WM in Südafrika qualifiziert. Ein Jahr zuvor waren die USA Zweiter beim Confederations Cup geworden. Einer der größten Erfolge für Bradley war 2007 der Gewinn des Gold Cups, der Meisterschaft für Nord- und Mittelamerika. Vor einem Monat verloren die US-Amerikaner dann das Gold-Cup-Finale gegen Mexiko.
Quelle: dpa
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