31.05.2011, 20:31 Uhr
Paris St. Germain wird ab sofort von Katar aus kontrolliert. Eine Investorengruppe aus dem Wüsten-Staat übernahm die Aktienmehrheit des französischen Erstligisten. Der bisherige PSG-Hauptaktionär Colony Capital aus den USA teilte mit, dass die Kataren eine 70-prozentige Beteiligung erwarben. Colony behalte 30 Prozent.
"Wir haben den bestmöglichen Partner ausgesucht, um für PSG einen Platz in der Geschichte zu erobern", heißt es in der Mitteilung von Colony-Europa-Chef und Vereinspräsident Sébastien Bazin. Nach Schätzungen von Wirtschaftsexperten ist der französische Verein zwischen 35 und 50 Millionen Euro wert. Colony hatte im Jahr 2006 das Kommando bei PSG vom damaligen Hauptaktionär, dem französischen TV-Sender "Canal+" übernommen.
In den fünf Jahren seit der Übernahme von Colony konnte PSG nur relativ bescheidene Erfolge erringen. Diese Saison wurde in der Ligue 1 mit dem vierten Platz die beste Platzierung seit 2006 erzielt, die Qualifikation für die Champions League wurde aber erneut verpasst. Der Pokal (2010) und der Ligapokal (2006) wurden unter der Regie von Colony je einmal gewonnen. In dieser Zeit gab es allerdings nicht weniger als fünf Klubpräsidenten und drei Trainer.
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Quelle: dpa
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