31.12.2010, 09:15 Uhr | fussball.de, dpa
Kevin Kuranyi könnte nach nur einem halben Jahr vor dem Ende seines Abenteuers in Russland stehen. (Foto: imago)
66 Tore in 111 Bundesspielen - das ist die beeindruckende Quote von Wolfsburgs Stürmer Edin Dzeko. Sollte der Bosnier den Klub in Richtung Manchester verlassen, muss sich der VfL nach Ersatz umschauen. Fündig könnten sie bei Dynamo Moskau werden. Ex-Nationalstürmer Kevin Kuranyi könnte nach nur einem halben Jahr wieder die Bundesliga beglücken. Dies meldeten die "Wolfsburger Nachrichten". (Video: Kuranyi soll Dzeko ersetzen)
11,5 Millionen Euro Ablösesumme stehen für Kuranyi im Raum. Für den ohnehin werksunterstützten VfL Wolfsburg ist diese finanzielle Aufwendung angesichts der 35 Millionen Euro, die von Manchester City für Dzeko zu erwarten sind, erst recht kein Problem. Ein Moskauer Vereinssprecher bestätigte, es gebe für Kuranyi "eine Anfrage aus der Bundesliga". Angesichts der verpassten Qualifikation für das internationale Geschäft dürfte Dynamo um eine Millionen-Einnahme nicht böse sein. Immerhin kostete Kuranyi zwar keine Ablöse, soll aber sechs Millionen Euro pro Jahr Gehalt einstreichen. (Foto-Show: Die torgefährlichsten Ausländer in der Bundesliga)
Wie es um den russischen Fußball und dessen vorgeblich nicht versiegenden Sponsorenquellen bestellt ist, verdeutlicht das traurige Beispiel von Saturn Ramenskoje. Wegen finanzieller Schwierigkeiten erklärte der Verein vor der im Frühjahr beginnenden Saison seinen sofortigen Rückzug aus dem Profi-Fußball. Noch vor zwei Jahren trainierte der deutsche Coach Jürgen Röber den Moskauer Vorort-Club.
Dynamos Vereinspräsident Juri Issajew bemühte sich jedoch, auf der Homepage des Klubs allen Spekulationen um Kuranyi einen Riegel vorzuschieben: "Da ist nichts dran. Wir wollen alle Topspieler behalten. Kevin Kuranyi bleibt bei Dynamo Moskau" - laut seines Vertrags bis 30. Juni 2013.
Wenn dem tatsächlich so ist, dann muss die Bundesliga wegen der verbesserten Wolfsburger Liquidität um ihre Stürmerstars zittern. Die "Bild"-Zeitung zitierte Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, was den Welttorjäger des BVB betrifft, Lucas Barrios: "Keine Chance für Wolfsburg. Barrios ist unverkäuflich. Selbst, wenn ein Scheich uns drei Öl-Felder für ihn bieten würde." Ähnlich dürfte es sich mit Freiburgs Senegalesen Papiss Demba Cissé verhalten. Der torgefährlichste Breisgauer netzte bereits 13 Mal in dieser Saison ein, insgesamt 19 Mal in 32 Begegnungen.
Diese Quote - 0,59 Tore pro Spiel - entspricht genau der Dzekos. Kuranyi bleibt mit 0,43 Toren pro Bundesligaspiel leicht darunter, schaffte aber nach seinem Wechsel vom FC Schalke 04 zu Dynamo Moskau erstaunlich rasch die Umstellung auf die völlig neue Umgebung. Neun Tore in 16 Einsätzen in der russischen Premier League bedeuten eine Quote von 0,56 Toren pro Begegnung. Das ist schon fast so gut wie Dzeko...
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Quelle: FUSSBALL.DE , dpa
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