11.12.2011, 12:09 Uhr
Eklat auf der Pressekonferenz: Rudi Bommer. (Quelle: imago)
Stolz auf die Mannschaft, Zerwürfnis mit der Vereinsführung: Rudi Bommers letzter Heimauftritt als Coach von Wacker Burghausen endete in einem Eklat. Denn auf der Pressekonferenz nach dem 4:2 gegen den FC Carl Zeiss Jena, mit 58 Minuten und 43 Sekunden wohl die längste in der Vereinsgeschichte, krachte es gewaltig zwischen dem zum Zweitligisten Energie Cottbus wechselnden Bommer und seinen Noch-Chefs.
Auslöser war ein Online-Interview mit dem "Wochenblatt-Altötting". Dort hatte der frühere Nationalspieler dem Verein schlechte Kommunikation und Konzeptlosigkeit vorgeworfen. Als das nach dem Spiel vor den Journalisten thematisiert wurde, heizte sich die Stimmung auf dem Podium immer weiter auf.
Bürgermeister und Noch-Präsident Hans Steindl wies die Vorwürfe Bommers energisch zurück. "Ich kann nur mit dem Kopf schütteln. Die Vorwürfe sind absurd und fernab der Realität. Uns, die wir die Arbeit ehrenamtlich verrichten und uns den A... aufreißen, Konzeptionslosigkeit vorzuwerfen ist ein Unding", zitiert das "Wochenblatt-Altötting" den scheidenden Präsidenten.
Nach einem Wortgefecht mit Steindls kommissarischem Nachfolger Klaus Schultheiss stand Bommer dann auf und verließ den Raum. Nach diesem Vorkommnis könnte es gut sein, dass Bommer entgegen der Vereinbarung am kommenden Wochenende nicht auf der Bank in Oberhausen sitzen wird. Zumal der bisherige Co-Trainer Georgi Donkow Bommer beerben soll.
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Zuvor war Bommer, der zum 1. Januar 2012 auf Claus-Dieter Wollitz in Cottbus als Cheftrainer folgt, in seinem letzten Heimspiel in der Wacker-Arena von den Fans mit Sprechchören gefeiert worden. Seine Spieler schenkten ihm einen Sieg zum Abschied. "Die Mannschaft hat sich von den letzten zwei turbulenten Tagen nicht aus der Ruhe bringen lassen und gut gespielt", resümierte Bommer zufrieden, auch wenn ihm kurz danach das Lachen verging.
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Quelle: FUSSBALL.DE , dpa
Fans sollen über weiteres Vorgehen entscheiden.
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