29.09.2012, 10:36 Uhr
Rudi Völler ist wütend auf Sidney Sam. (Quelle: imago)
Bayer Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler ist stinksauer auf Mittelfeldspieler Sidney Sam, der nicht nur mit Alkohol am Steuer erwischt wurde (0,74 Promille), sondern auch noch den vierten und entscheidenden Verhandlungstermin beim Amtsgericht platzen ließ. Der 24-Jährige ist in seiner Abwesenheit zu 605 Euro Geldbuße und einem Monat Fahrverbot wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss verurteilt worden. Völler platzte deshalb der Kragen. Sam wird die Folgen tragen.
"Von dem Fall wussten wir nichts. Ich werde mich mit Sam ernsthaft unter vier Augen unterhalten. Und es wird auch Konsequenzen für ihn haben", wütet Völler in der "Bild"-Zeitung.
Doch nicht nur Völler hatte keine Ahnung von den Eskapaden seines Profis. Auch dessen Berater wusste nicht, dass sein Spieler wegen Trunkenheit am Steuer vor Gericht musste. "Sidney Sam hat sich über private Kanäle einen fremden Anwalt genommen", erklärte Dirk Hebel seine Unwissenheit.
Sam selbst wurde vor der Urteilsverkündung drei Mal vom Amtsgericht vorgeladen. Er erschien zu keinem Termin. Auch bei der Urteilsverkündung war er nicht anwesend. Sein Fernbleiben begründete der Sam-Anwalt laut "Bild" mit einem angeblichen Geheim-Training und einer möglichen Trainerentlassung in Leverkusen. Völler bringen die Aussagen des Anwalts auf die Palme: „Hoffentlich hatte er nicht zu viel getrunken."
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