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Der Holtby-Blog: mein Weg zum Profi-Fußballer

10.12.2012, 19:20 Uhr | FUSSBALL.DE

Wir schreiben das Jahr 2009: Lewis posiert mit einem Foto von Rafael Nadal in seinem Zimmer. (Quelle: imago)

Wir schreiben das Jahr 2009: Lewis posiert mit einem Foto von Rafael Nadal in seinem Zimmer. (Quelle: imago)

Hey Leute,

hier ist wieder einmal Lewis Holtby. Wie jeden zweiten Montag werde ich euch auch dieses Mal wieder einen kleinen Schwank aus meinem Fußballerleben zum Besten geben. Das Dasein als Profi ist – gerade in Phasen wie jetzt, in denen es bei uns auf Schalke nicht besonders rund läuft – zwar nicht immer nur rosarot. Trotzdem war es schon immer mein Traum, mein Hobby zum Beruf zu machen und Profifußballer zu werden. Deswegen werde ich euch heute berichten, wie ich es von dem kleinen Sportplatz in Gerderath in die großen Bundesligastadien geschafft habe.

Fünferpack bei der Kreismeisterschaft

Angefangen hat alles bei meinem Heimatverein Sparta Gerderath. Dort hab ich bereits mit vier Jahren zum ersten Mal gegen den Ball getreten. Wie ich euch schon in meinem ersten Blogeintrag erzählt habe, schaue ich noch heute regelmäßig bei Spielen von Sparta vorbei. Ich verbinde sehr viele schöne Erinnerungen mit der damaligen Zeit. Sehr gut erinnere ich mich beispielsweise an ein Spiel gegen unseren großen Konkurrenten TuS Jahn Hilfarth. Es ging um nicht weniger als die Kreismeisterschaft in der E-Jugend. Wir haben sensationell mit 5:0 gewonnen und ich hab' alle fünf Treffer erzielt. Ein einmaliges Erlebnis sag' ich euch. Obwohl ich damals gerade einmal acht oder neun Jahre alt war, sehe ich heute noch jeden einzelnen Treffer genau vor mir.

Meine Zeit in Gerderath nahm dann allerdings irgendwann ein Ende. Da ich anscheinend tatsächlich ein bisschen besser kicken konnte als die anderen, wurde ich wenig später von Bayer Leverkusen und Borussia Mönchengladbach zum Probetraining eingeladen. Ich habe mir beide Vereine angeschaut und mich letztlich aufgrund der Nähe zu meinem Heimatort für Gladbach entschieden. Bei den Fohlen hatte ich dann mein nächstes großes Highlight im Jugendbereich. Wir Kiddies hatten das Vorspiel vor einer Bundesligapartie der Profis auf dem Bökelberg. Es waren bestimmt schon 15.000 Zuschauer im Stadion und ich habe zwei Tore erzielt – eins per Fallrückzieher und eins per direkt verwandeltem Freistoß. Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, wie stolz ich war. Ab diesem Zeitpunkt war mir klar: Lewis, du willst und musst Profi werden.

Für diesen Traum lebte ich. Während meine Kumpels zu den ersten Partys gingen und auch vor Spielen erst spät zurückkamen, saß ich zu Hause und bereitete mich gewissenhaft vor. Ich entwickelte einen unglaublichen Willen und tat alles dafür, eines Tages wieder in einem Bundesligastadion zu spielen – dann allerdings im Hauptspiel.

Profidebüt mit 17 Jahren

Der Weg dorthin dauerte aber noch eine Weile. In Gladbach brach ich bald die Zelte ab. Ich kam in der Mannschaft nicht so zum Zug, wie ich mir das vorstellte und die Alemannia aus Aachen machte mir ein Angebot. Da ich unbedingt konstant auf hohem Niveau gefordert werden wollte, entschied ich mich für einen Wechsel – eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Denn in Aachen durfte ich schon mit 16 Jahren bei den Profis mittrainieren und habe bei den Amateuren gespielt. Mein Debüt als Profi habe ich dann mit 17 Jahren vor ausverkaufter Hütte gegen den FC St. Pauli gefeiert. Jörg Schmadtke, der damals Trainer war, hat mich in der 80. Minute eingewechselt. Mein Traum war in Erfüllung gegangen.

Im Sommer 2009 bin ich dann zum FC Schalke gewechselt und habe in Nürnberg mein erstes Bundesligaspiel bestritten. Ein Erlebnis, das ich allerdings gerne aus meinem Gedächtnis streichen würde. Ich habe nicht sonderlich gut gespielt und kann mich noch heute an die Standpauke von Felix Magath erinnern. Ich habe direkt die volle Härte der Bundesliga gespürt. Das hat mich geprägt und enorm zu meiner Entwicklung beigetragen. Aus diesem Grund bin ich mir sicher, dass wir auch auf Schalke bald wieder mehr Grund zur Freude haben. Denn: Das Leben als Profi ist zwar toll, richtig super ist es aber nur, wenn man erfolgreich spielt. Hoffen wir also das Beste.

Das Beste wünsche ich auch euch. Und natürlich schon jetzt ein frohes Fest.

Bis bald

Euer Lewis

Schalke-Profi und U21-Kapitän Lewis Holtby berichtet in seinem Blog für FUSSBALL.DE und Red Bull alle 14 Tage vom Geschehen auf den großen und kleinen Plätzen der Republik und dem, was ihn abseits des Platzes bewegt.

Blog Nummer drei: Vettel und einen Fallschirm, bitte!
Blog Nummer zwei: Tolles Erlebnis gegen Oranje
Blog Nummer 1,5: Traum von Amsterdam
Blog Nummer eins: Bezirksliga, Bockwurst und Borussia

Links zu Lewis Holtby:

Lewis Holtby bei Facebook und Twitter
News, Videos und Fotos zu Holtby, Vettel, Pastrana und Co. bei redbull.de

Quelle: FUSSBALL.DE

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