20.10.2012, 09:17 Uhr | FUSSBALL.DE
Lothar Matthäus wünscht sich DFB-Spieler, die "dazwischenhauen". (Quelle: imago)
Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat nach dem 4:4-Unentscheiden der DFB-Elf gegen Schweden Innenverteidiger Per Mertesacker kritisiert. "Für mich ist Mertesacker kein Innenverteidiger von internationalem Format", erklärte Matthäus in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung.
Für die gefühlte Niederlage machte der 51-Jährige die Einstellung der Spieler verantwortlich. Darüber gelte es zu diskutieren. "Generell fehlt einer, der mal dazwischenhaut, wie früher Buchwald, Förster oder Kohler. Man muss auch mal foul spielen", sagte Matthäus.
Er warnte jedoch auch davor, "jetzt alles in Frage zu stellen. Im Ausland schwärmen alle von unserem Fußball – nur wir selber meckern immer. Dabei macht die Nationalelf seit sechs, acht Jahren Freude, auch wenn die Titel fehlen", erklärte Matthäus. Die ersten 60 Minuten seien "Anschauungs-Unterricht in modernem Weltklasse-Fußball" gewesen.
Auch die Führungsspielerdebatte hält Matthäus für falsch: "Wir haben auch WM-Endspiele verloren, als Breitner oder Rummenigge auf dem Platz standen, ein Champions-League-Finale mit mir und Effenberg. Wir haben Führungsspieler, nur sind das andere Typen.“
Quelle: FUSSBALL.DE
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