12.02.2012, 09:37 Uhr
Ungewohnte Worte von Lukas Podolski: Die Ikone des 1. FC Köln stänkert gegen den eigenen Klub und schließt als Konsequenz sogar ein Comeback beim FC Bayern München nicht aus. Bei seiner Rückkehr zum 1. FC Köln im Jahr 2009 wurde Podolski eine sportliche Entwicklung versprochen, die so nicht eingetreten sei.
"Christoph Daum hat mal gesagt, dass viel versprochen und wenig gehalten wurde. Ich sehe mich darin bestätigt. Wenn man schaut, welche Perspektiven mir aufgezeigt wurden und was am Ende dabei rausgekommen ist, ist das enttäuschend", sagte der Stürmer der "Bild"-Zeitung. Beim FC vermisst Podolski vor allem Kontinuität in den Führungspositionen. "Regelmäßig werden Trainer, Sportdirektor und jetzt auch das Präsidium ausgetauscht", sagte er weiter.
Der Klub reagierte empört auf die Kritik seines Vorzeigestürmers: "Das ist ein Affront gegen den Verein. Zeitpunkt und Inhalt dieses Interviews kommen für mich sehr überraschend. Wenn man selbst immer Ruhe einfordert in dieser Situation als verletzter Spieler ein solches Interview zu geben - dieses Selbstverständnis erschließt sich mir nicht", sagt FC-Geschäftsführer Claus Horstmann dem "Kölner Express".
Podolski habe gegen die Spielregeln verstoßen. Horstmann: "Das ist zum wiederholten Mal ein klarer arbeitsvertraglicher Verstoß, den wir sanktionieren werden."
Podolskis Vertrag in Köln läuft noch bis Sommer 2013. Zuletzt hatte er um eine Aussetzung der Vertragsgespräche gebeten. Wenn der FC noch eine Ablösesumme für den Spieler bekommen möchte, müsste er im Sommer den Verein verlassen.
Der Nationalspieler kann sich sogar ein Comeback beim FC Bayern vorstellen. "Von den Leuten im Fußballgeschäft schätze ich Uli Hoeneß am meisten in Deutschland. Er war auch außerhalb des Platzes immer ein guter Ansprechpartner für mich und die Familie. Wenn es wirklich Interesse gibt, wird er sich bestimmt melden. Ausschließen werde ich gar nichts", sagte der 26-Jährige.
Aber auch das Ausland ist für den Stürmer nach wie vor eine mögliche Option. "Wenn ich wechseln sollte, würde mich – Stand jetzt – das Ausland sehr reizen." Dabei will er sich auf kein bestimmtes Land festlegen. Wichtig sei, dass sportlich alles stimme und sich die Familie wohlfühle.
Mögliche Verständnisprobleme im Ausland sieht die FC-Ikone gelassen entgegen. "Ich spreche Deutsch, Polnisch, Englisch und Kölsch, damit kommt man überall zurecht. Außerdem spielt man Fußball nicht wegen der Sprache, sondern weil es einen Ball gibt", sagte er.
Quelle: FUSSBALL.DE
Fans sollen über weiteres Vorgehen entscheiden.
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