22.01.2012, 19:25 Uhr
Leverkusens André Schürrle (Mitte) schießt den Ball an der Mainzer Mauer vorbei. (Quelle: dpa)
Für Bayer Leverkusen und seinen zuletzt umstrittenen Trainer Robin Dutt ist der Neuanfang dank eines späten Treffers von Lars Bender gerade noch geglückt. Nach der so desolat verlaufenen ersten Halbserie kam Bayer zum Rückrundenauftakt zu einem hart erkämpften 3:2 (2:0) gegen den FSV Mainz 05 und festigte mit nun 29 Punkten den sechsten Tabellenplatz. Fußballerisch war Bayer von alten Glanzzeiten aber noch weit entfernt. Die Mainzer, die seit dem 13. August 2011 ohne Auswärtssieg sind, finden sich dagegen auf dem 15. Platz wieder.
Ein Eigentor von Zdenek Pospech (11. Minute) und ein Treffer des früheren Mainzers Manuel Friedrich (35.) hatten Bayer vor 24.365 Zuschauern zunächst in Führung gebracht, doch Eugen Polanski (50.) und der eingewechselte Marco Caligiuri (53.) schafften innerhalb von vier Minuten den Ausgleich. Erst Bender sorgte dann doch noch für den vierten Leverkusener Sieg im neunten Heimspiel der Saison. Damit darf Dutt, der nach der mageren Hinrunden-Ausbeute von 26 Zählern in die Kritik geraten war, erst einmal durchatmen. Doch es bleibt noch viel Arbeit für den Trainer. Zwar hatte Bayer die Partie 45 Minuten sicher im Griff, doch nach dem Mainzer Anschlusstreffer fiel das Leverkusener Gebilde wie ein Kartenhaus zusammen, und es machte sich schnell wieder Unmut breit.
Dabei durfte Bayer bereits nach elf Minuten erstmals jubeln. Nach einer scharfen Hereingabe des 18-jährigen Danny da Costa rutschte Pospech vor dem einschussbereiten Michael Ballack unglücklich in den Ball und traf dabei ins eigene Tor. Da Costa, der seine Sache weitgehend gut machte, war wegen der angespannten Personalsituation bei Bayer in die Mannschaft gespült worden. So fehlten neben den Langzeitverletzten Renato Augusto, Tranquillo Barnetta und Rene Adler auch Flügelstürmer Sidney Sam (Muskelfaserriss) und Michael Ortega (Knochenhautentzündung). Statt des lange verletzten Kapitän Simon Rolfes führte Ballack die Bayer-Elf aufs Feld.
Und Mainz? Ein 22-Meter-Schuss von Eugen Polanski (35.) sowie eine Chance von Deniz Yilmaz (45.), mehr hatte die Mannschaft von Thomas Tuchel im ersten Durchgang nicht zu bieten. Allerdings fehlten auch eine Reihe wichtiger Stammkräfte wie Andreas Ivanschitz (Innenbandverletzung), Jan Kirchhoff (Kniereizung), Bo Svensson (Kreuzbandriss) oder Sami Allagui (Afrika-Cup). Dafür gab der Ungar Adam Szalai nach fast einjähriger Verletzungspause nach der Pause sein Comeback.
Szalai war auch gleich am Mainzer Anschlusstreffer beteiligt. Nach einem Freistoß des Stürmers zwang Eric-Maxim Choupo Moting zunächst Bernd Leno zu einer Parade, den Nachschuss setzte Polanski aus kurzer Entfernung ins Tor. Doch es kam noch schlimmer: Nur drei Minuten später traf der eingewechselte Caligiuri mit einem feinen Heber zum 2:2. Als dann auch noch Dutt den Publikumsliebling Ballack für Stefan Kießling vom Feld nahm, gab es ein großes Pfeifkonzert von den Leverkusener Anhängern. Das änderte sich, als Bender nach Ecke von Michal Kadlec zur erneuten Führung traf. Den erneuten Ausgleich schaffte Mainz nicht mehr - auch den geforderten Elfmeter nach Kadlecs Einsteigen gegen Szalai in der 90. Minute bekamen die Gäste nicht.
18. Spieltag | ||||
Borussia Mönchengladbach | - | FC Bayern München | 3:1 | |
FC Schalke 04 | - | VfB Stuttgart | 3:1 | |
1. FC Nürnberg | - | Hertha BSC | 2:0 | |
SC Freiburg | - | FC Augsburg | 1:0 | |
TSG 1899 Hoffenheim | - | Hannover 96 | 0:0 | |
VfL Wolfsburg | - | 1. FC Köln | 1:0 | |
1. FC Kaiserslautern | - | SV Werder Bremen | 0:0 | |
Hamburger SV | - | Borussia Dortmund | 1:5 | |
Bayer Leverkusen | - | 1. FSV Mainz 05 | 3:2 | |
Quelle: dapd
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