07.12.2011, 23:01 Uhr
Nemanja Vidic (re.) versucht vergeblich, gegen den Basler Marco Streller an den Ball zu kommen. (Quelle: Reuters)
Sensation in der Schweiz! Der englische Meister Manchester United muss bereits nach der Vorrunde die Segel streichen. Der FC Basel besiegte das Team von Alex Ferguson im eigenen Stadion mit 2:1 (1:0) und steht völlig überraschend im Achtelfinale.
Dort steht nach einem denkwürdigen 7:1-Auswärtserfolg in Zagreb auch Olympique Lyon. Die Franzosen hatten vor dem letzten Spieltag drei Punkte und sieben Tore Rückstand auf Ajax Amsterdam. Die Holländer stehen nach der 0:3-Niederlage gegen Madrid nun mit leeren Händen da. Eine Runde weiter ist auch ZSKA Moskau, das in der Gruppe B einen 2:1 (0:0)-Auswärtserfolg bei Inter Mailand feierte.
Im Basler St. Jakob-Park besorgte der Ex-Stuttgarter Marco Streller in der 9. Minute mit einem Volley-Aufsetzer die sensationelle Führung für den krassen Außenseiter. United stürmte, aber Basel blieb gefährlich. Mit Markus Steinhöfer hätte dann fast ein weiterer Ex-Bundesligaspieler den Ausgleich besorgt, doch er traf - zum Glück für die Basler - nur die Latte des eigenen Tores (61.).
Alexander Frei köpfte die Schweizer Fans in der 84. Minute vollends in den siebten Fußball-Himmel - ehe Phil Jones in der 89. Minute nach einer kuriosen Ballstafette seinerseits mit einem Kopfballtreffer noch einmal für Spannung sorgte. Doch die Basler retteten den knappen Vorsprung über die Zeit.
Lyon war in Zagreb beim 1:1-Pausenstand im Fernduell mit Ajax noch meilenweit vom Achtelfinale entfernt, bevor Olympique die Auferstehung gelang. Sechs Tore in 45 Minuten, darunter der schnellste Dreierpack der Champions-League-Geschichte durch den insgesamt viermal erfolgreichen Bafetembi Gomis (innerhalb von acht Minuten) und die schnellsten vier Tore in Folge eines Teams bescherten den Franzosen doch noch den Achtelfinal-Einzug, weil Ajax zu Hause Pech hatte.
Real kam auch deshalb zu einem letztlich ungefährdeten Erfolg durch Tore von Jose Callejon (14. und 90.+2) und Gonzalo Higuain (41.), weil zwei Ajax-Treffern wegen angeblicher Abseitsposition zu Unrecht die Anerkennung versagt worden war.
Real-Coach Jose Mourinho hatte in Amsterdam eine B-Elf aufgeboten, um zahlreiche Stars für den Clasico am Samstag gegen den FC Barcelona zu schonen. Torjäger Cristiano Ronaldo blieb ebenso zu Hause in Madrid wie Sami Khedira und die spanischen Weltmeister Iker Casillas und Sergio Ramos. Mesut Özil saß zunächst wie Angel di Maria und Xabi Alonso nur auf der Bank, dafür stand der Ex-Dortmunder Nuri Sahin in der Startformation.
Im Mailänder Guiseppe-Meazza-Stadion wurde Alexsej Beresutzki in der 86. Minute zum Matchwinner für Moskau. Durch den späten Siegtreffer des Russen reichte Trabzonspor das 0:0 in Lille nicht zum Achtelfinal-Einzug. Zuvor hatte Inters Esteban Cambiasso (51.) noch die erste ZSKA-Führung durch Seydou Doumbia (50.) postwendend ausgeglichen.
Quelle: FUSSBALL.DE
Fans sollen über weiteres Vorgehen entscheiden.
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