06.07.2011, 13:35 Uhr
Duisburgs Zuschauer, Spieler und Presse laufen seit etlichen Jahren über ein Kriegsrelikt. (Foto: imago)
Das Stadion des MSV Duisburg ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Pulverfass: Unter dem Parkplatz unmittelbar vor der Arena des heutigen Zweitligisten wurde jetzt eine amerikanische Zehn-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. In unmittelbarer Nähe des explosiven Untergrunds hatte der MSV seit der Bundesliga-Gründung 1963 in 28 Erstligajahren bis 2008 insgesamt 474 Heimspiele bestritten. Der Blindgänger war auf Luftbildern entdeckt worden und liegt in mehreren Metern Tiefe.
Die 31.000 Zuschauer fassende MSV-Arena war zwischen 2003 und 2005 an der Stelle des alten Wedaustadions errichtet worden - bei diesen Bauarbeiten wie auch beim Tribünenneubau 1965 blieb der Blindgänger auf dem freien Gelände im Norden der neuen Spielstätte unentdeckt. Erst der geplante Neubau einer Jugendherberge auf einem Teil des Parkplatzareals brachte die Bombe jetzt ans Tageslicht: Die bei solchen Bauprojekten obligatorische Auswertung von Luftbildern durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst führte die Experten zu dem explosiven Fund.
Während der für Donnerstagvormittag geplanten Entschärfung der Bombe müssen rund 750 Anwohner in einem 500-Meter-Umkreis um die Fundstelle ihre Wohnungen verlassen. Auch eine benachbarte Autobahn und eine Bahnstrecke müssen vorübergehend gesperrt werden.
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Quelle: dpa , AFP
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