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Kurzpass kurios |09.09.2018|11:00

7:5: Der Wahnsinn hat ein Ergebnis

Ergebniswahnsinn! Appenheim dreht das Spiel nach 2:5-Rückstand.[Foto: FUSSBALL.DE]

Zweimal 7:5, zweimal rekordverdächtige Spektakel: Ein wundersames Comeback gelang dabei dem SV Appenheim in der C-Klasse Mainz-Bingen. In der A-Klasse Passau durften die Zuschauer beim SV Neukirchen vorm Wald (v.W.) gleich drei blitzsaubere und -schnelle Hattricks in einem Spiel bestaunen. Nicht-Alltägliches aus dem Amateurfußball in unserer Rubrik Kurzpass kurios.

Hattrick-Torschützen im Dreierpack

Drei Hattricks in einer Partie zeugen von einem wahren Offensivfeuerwerk. So geschehen am zurückliegenden Sonntag in der A-Klasse Passau, als der SV Neukirchen v.W. mit 7:5 (3:1) über die DJK Eintracht Passau triumphierte. „Ein verrücktes und spannendes Spiel“, berichtet Patrick Wimmer im Gespräch mit FUSSBALL.DE . Der Neukirchener Offensivakteur hatte daran wesentlichen Anteil, drehte er die Begegnung nach frühem Rückstand innerhalb von sieben Minuten doch quasi im Alleingang (29., 32., 36.). „Mein Ausgleich zum 1:1 war nach dem Gegentor sehr wichtig für uns. Danach ging es ganz schnell und schon stand es 3:1“, kommentiert der 21-jährige Wimmer seinen Hattrick.

Unbeirrt vom 3:2-Anschlusstreffer direkt nach Wiederanpfiff spielten die Neukirchener auch nach der Halbzeitpause groß auf: Nach 71 Minuten stand es 7:2. Maßgeblichen Anteil daran hatte Stürmer Martin Winkler, der für seinen Hattrick nur sechs Minuten benötigte (52., 54., 58.) – und damit sogar eine Minute weniger als Teamkollege Wimmer. „Das ist mir nicht wichtig“, betont Teamplayer Winkler. „Wir sind Kollegen und gönnen uns gegenseitig den Erfolg.“

„Es muss nicht jede Woche ein 7:5 werden, ein solides 2:0 würde selbst mir als Stürmer mehr gefallen“

Die Gäste von Eintracht Passau steckten angesichts des hohen Rückstands jedoch nicht auf. Anstatt lediglich Schlimmeres vermeiden zu wollen, spielte die DJK weiter mutig nach vorne und verkürzte noch auf 7:5. Die drei Gästetreffer erzielte dabei allesamt Nick Kobler, der auch bereits zum 2:3 getroffen hatte. Mit seinen Toren zwei bis vier (72., 73., 90+1.) sorgte der 23-jährige Angreifer somit für den dritten lupenreinen Hattrick des Spiels.

Am Ende jubelte aber der SV Neukirchen v.W., der sich auch dank seiner beiden Hattrick-Torschützen als Dritter im Spitzenfeld der A-Klasse Passau bewegt. Vergangene Saison waren die Neukirchener sogar Zweiter geworden, scheiterten dann aber in der Aufstiegs-Relegation. „Wir waren nah dran am Aufstieg und wollen auch jetzt wieder oben mitspielen“, sagt Winkler. Die enorme Offensivkraft des Teams sei dabei sicherlich ein wichtiger Faktor. „Es muss aber nicht jede Woche ein 7:5 werden, ein solides 2:0 würde selbst mir als Stürmer mehr gefallen.“

Aus 1:5 mach 7:5

7:5 lautete ebenso das Endergebnis in der der C-Klasse Mainz-Bingen bei der Partie zwischen dem TSV Mommenheim II und dem SV Appenheim . Und auch der Spielverlauf war nicht minder spektakulär. So lag der spätere Sieger SV Appenheim in der 38. Minute bereits mit 1:5 zurück. Das Elfmetertor zum 2:5 kurz vor der Pause erschien daher zunächst nur wie Schadensbegrenzung. „Zur Pause dachte ich eigentlich schon, ‚das war’s‘“, gesteht Appenheims Trainer Andreas Autenheimer im rückblickenden Gespräch mit FUSSBALL.DE . „Ich habe in der Kabine auch nicht viel gesagt, nur dass ich auf eine solch schlechte Einstellung wie in der 1. Hälfte gar keinen Bock habe.“ Die Kritik des Trainers zeigte Wirkung, spielte die Mannschaft nach der Pause doch wie ausgewechselt. „Dabei hatten wir nur zwölf Mann im Kader, personell und taktisch habe ich also gar nicht so viel verändern können“, sagt Autenheimer.

Spätestens mit dem 5:3-Anschlusstreffer in der 59. Minute nahm der Wahnsinn endgültig seinen Lauf. „Da haben wir gemerkt, dass wirklich noch etwas drin ist. Bei Mommenheim lief nichts mehr zusammen und wir hatten Chancen im Minutentakt.“ Die nächsten beiden Treffer (77., 85.) ließen zwar etwas auf sich warten. Der Ausgleich sei aber „absolut verdient“ gewesen.

Kurz vor dem Abpfiff folgte dann die Krönung der Aufholjagd. Zwei Treffer in der Nachspielzeit (90+3., 90+4.) sorgten letztlich für den nicht mehr für möglich gehaltenen Auswärtssieg der Appenheimer. „So etwas haben die Jungs und auch ich noch nicht erlebt. Dieser Jubel, alle auf einem Knäuel, das war einfach toll“, freut sich Autenheimer. „Das Spiel werden wir so schnell nicht vergessen.“

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