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Rekordjagd im Fußball |08.06.2015|17:30

75 Stunden Fußball: Weltrekord in Wallhalben

Glückliche Rekordmänner: Die Spieler nach 75 Stunden Fußball. [Foto: privat]

777:777 nach mehr als drei Tagen Fußball ohne Unterbrechung. Am vergangenen Wochenende setzten der VfL Wallhalben und der SC Winterbach eine verrückte Idee in die Tat um. Der Rekord für das längste Fußballspiel der Welt scheint jedoch schon wieder in Gefahr – durch Konkurrenz aus England.

Als Dirk Stiwitz nach der Arbeit in sein Auto stieg, ahnte er noch nicht, welch ausgefallene Idee der Heimweg für ihn bereithalten sollte. Ein Radiobeitrag ließ den Abteilungsleiter des VfL Wallhalben aufhorchen. In Frankreich hatte ein Amateurverein den Weltrekord im Dauerfußball aufgestellt. 72 Stunden hielten die französischen Teams ohne Unterbrechung durch. Schnell reifte bei Stiwitz der Gedanke: "Das können wir besser."

Am 4. Juni um 14 Uhr erfolgte schließlich der Anpfiff zu einem außergewöhnlichen Rekordversuch. Ausgerechnet gegen, oder besser, mit dem Lokalrivalen SC Winterbach sollte die verrückte Idee in die Tat umgesetzt werden. 75 Stunden Fußball. Ohne Pause. "Ich habe mich schon gefragt, wie das der Körper aushalten würde", gesteht Jens Bäsel, Spieler des SC Winterbach. Zu Beginn sei die Motivation dennoch sehr groß gewesen. Nach einigen Minuten hätten die Spieler ihre Euphorie sogar bremsen müssen: "Wir sind viel zu schnell. Das packen wir nicht", schallte es über den Platz.

Verlängerung? Nein, danke!

"Wir sind viel zu schnell. Das packen wir nicht"

Während sich die Spieler auf dem Platz mit der ungewohnten Situation arrangierten, Sprints vermieden und stattdessen den Ball laufen ließen, erreichte Stiwitz eine bittere Nachricht. Angeblich habe in Southampton nahezu zeitgleich ein ähnlicher Versuch stattgefunden – 102 Stunden sollen es die Amateurfußballer in England ausgehalten haben. Was also tun? Den Versuch beenden? "Wir haben kurz überlegt, den Rekord zu kontern", berichtet Stiwitz. Das Wetter habe dies aber nahezu unmöglich gemacht. Am Wochenende herrschten auf der Anlage in Wallhalben bis zu 36 Grad.

Also entschieden sich die Verantwortlichen und Spieler, die Begegnung nach 75 Stunden abzupfeifen. Endstand: 777 zu 777. Über eine Verlängerung diskutierten einige Zuschauer nur mit einem Augenzwinkern. Zu erschöpft waren die Spieler. Pro Team kamen 18 Fußballer zum Einsatz. Im Vorfeld hatte der SC Winterbach noch geplant, Spieler erst nach etwa fünf Stunden auszuwechseln. Illusorisch, wie sich herausstellte. Immer wieder zwickte ein Muskel oder verhärtete sich. Am Spielfeldrand wurden die angeschlagenen Rekordmänner durch Physiotherapeuten behandelt. "Wir waren top versorgt", lobt Bäsel.

Ablenkung vom Relegationsdrama

Dass die Rekordpartie am Ende keinen Sieger fand, bedauert er nicht: "Das Ergebnis war zweitrangig. Es ging um den Rekord und natürlich die Familie." Den Großteil der Einnahmen, für die ein buntes Rahmenprogramm mit Live-Bands und DJs sorgte, spendeten die Vereine nämlich an die Familie zweier Kinder, die ihre Mutter auf tragische Weise verloren hatten.

Und so blickt auch Stiwitz zufrieden auf die turbulenten Tage zurück. Zumal das 75-Stunden-Spiel noch zwei weitere positive Effekte hatte. Nur zwei Tage vor dem Anpfiff musste der VfL Wallhalben in der Aufstiegsrelegation eine enorm bittere Niederlage verdauen. Im Rückspiel gegen den FC Merzalben wähnte man sich nach einem Last-Minute-Treffer bereits im Entscheidungsspiel. Doch ein Gegentor in der 92. Minute zerstörte alle Hoffnungen auf den Aufstieg in die B-Klasse. Spieler Pascal Fuchs ist sich sicher: "Es war wichtig, dass etwas anstand, das die Mannschaft nach dieser dramatischen Niederlage zusammenhält." Mit dem Weltrekordversuch hatte das Team direkt das nächste Ziel vor Augen.

Und erreichte es mit der Hilfe des größten Rivalen. "Ich habe gehört, dass es früher auch mal brutal zuging", so Fuchs über die große Rivalität der beiden Vereine. Nach mehr als drei Tagen auf dem Fußballplatz sei dies nun unvorstellbar. "Wir haben uns viel unterhalten und ein super Verhältnis aufgebaut." Sogar eine gemeinsame Abschlussfahrt sei im Gespräch.

Ehrenrunde: WM-Pokal kommt

Um die Beziehungen weiter zu verbessern, gibt es bereits am 27. Juni die nächste Möglichkeit. Dann werden beide Vereine den FIFA WM-Pokal empfangen und die nächste große Veranstaltung auf die Beine stellen. Die Vorfreude auf die Ehrenrunde ist bereits überall zu spüren. Auch Dirk Stiwitz blickt dem 27. Juni gespannt entgegen: "Erst der Weltrekord und dann der WM-Pokal. Das sind keine alltäglichen Dinge. Da lohnt sich die Arbeit." Ob sie die Goldtrophäe als Weltrekordhalter in Empfang nehmen können, bleibt ungewiss.

Eine offizielle Urkunde haben die beiden Vereine jedenfalls erhalten. Eine Bestätigung des Weltrekords aus Southampton steht hingegen noch aus. Doch auch wenn die Engländer die Mühen der Fußballer aus der Südwestpfalz zunichte gemacht hätten, nimmt Pascal Fuchs die Situation sportlich und kündigt bereits an: "Dann brechen wir ihn nochmal."

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