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Kultfigur |13.01.2017|12:00

Alles für Fischeln: Schlösser schreibt Hoeneß

Ob Platzwart, Kassierer, Stadionsprecher, Juniorentrainer, Fußballer, Abteilungsleiter oder Präsident: Thomas Schlösser gibt alles für seinen VfR Fischeln. [Foto: KR-ONE Magazin Krefeld]

Er steht für Kontinuität, Verlässlichkeit und Zuverlässigkeit: Thomas Schlösser, die Konstante beim VfR Fischeln. Schon seit 1970 engagiert sich der heute 53-Jährige ehrenamtlich für seinen Heimatverein in Krefeld. Und damit ist noch längst nicht Schluss. Für das 100-Jährige plant der Präsident des Oberligisten den ganz großen Coup. Thomas Schlösser, der Briefe mit Uli Hoeneß schreibt und von einem Benefizspiel gegen den FC Bayern München träumt, ist unsere FUSSBALL.DE-Kultfigur der Woche.

Thomas Schlösser öffnet den Briefkasten und findet ein nicht alltägliches Schriftstück. Der Absender heißt Uli Hoeneß. Der Präsident des FC Bayern München hat es sich nicht nehmen lassen, auf eine Nachricht des Präsidenten des Oberligisten VfR Fischeln zu reagieren. Schlösser berichtet: „Als das mit seinen Steuern bekannt wurde, habe ich ihm einen ganz persönlichen Brief geschrieben. Und er hat mir ganz persönlich geantwortet.“

Dies erzählt er mit Freude. Und Stolz. Die Wertschätzung, die Schlösser dem deutschen Welt- und Europameister entgegenbringt, ist riesengroß. Aus seiner Sicht ist es beeindruckend, was Hoeneß aus dem Münchner Fußballverein gemacht hat. Zudem imponiere ihm die „soziale Ader“, die Schlösser beim 65-Jährigen ausgemacht hat.

Kein Wunder also, dass Hoeneß einer derjenigen ist, die Schlösser in seinem Leben geprägt und auch geleitet haben. Genauso wie Vater Wilhelm. Zu ihm blickte Sohn Thomas immer hinauf. Seine Selbstlosigkeit in seinem Tun, seine Hingabe für den Krefelder Stadtteil Fischeln – das sind Dinge, die dem Sohn in die Wiege gelegt wurden und die er selbst zu beherzigen begann. So gibt es in seinem Heimatort kaum einen Verein, dem er nicht angehört. Und mit der am 1. Januar 1970 beginnenden Mitgliedschaft schloss Schlösser mit Fußballklub VfR einen Bund fürs Leben. Ob Platzwart, Kassierer, Stadionsprecher, Juniorentrainer, Fußballer, Abteilungsleiter oder Präsident – Schlösser war schon in nahezu jeder Tätigkeit für den heutigen Oberligisten aktiv. Aus einem ganz einfachen Grund: „Meine einzige Liebe und Leidenschaft ist ohne Wenn und Aber der VfR Fischeln. Mein Blut ist grün-weiß“, sagt der heute 53-Jährige.

"Als das mit seinen Steuern bekannt wurde, habe ich Uli Hoeneß einen ganz persönlichen Brief geschrieben. Und er hat mir ganz persönlich geantwortet"

Die Erfolge des Klubs, der sportliche Aufstieg aus den Niederungen des Amateurfußballs, sind eng mit seinem Namen verknüpft. Im Gespräch mit FUSSBALL.DE betont Fischelns Präsident: „Die Oberliga ist für uns das Maß der Dinge. Und das kommt einem nicht zugeflogen, das haben wir uns erarbeitet.“ Mittlerweile ist es schon die dritte Saison in Folge, die der Bezirksligist von 2004 in der fünfthöchsten Spielklasse spielt. Aufgrund der momentanen Platzierung im Tabellenmittelfeld wird es auch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zukünftig weiterhin Oberliga-Fußball in Fischeln geben.

Seinen Egoismus hat Schlösser dabei stets zurückgestellt und finanziell auf jegliche Entschädigung verzichtet. Der Präsident beschreibt: „Wir sind ein reiner Amateurverein und da arbeitet man für das Kürzel 'GL', Gottes Lohn. Ich habe nicht einen Cent abgerechnet. Es ist wesentlich, dass der Vorstand mit gutem Beispiel vorangeht.“ Dazu gehört seiner Meinung nach auch die Verbundenheit zum Verein. Es ist eben jene Kontinuität, die ein VfR-Erfolgsgeheimnis darstellt. Schlösser: „Seit 20 Jahren habe ich nahezu das gleiche Vorstandsteam um mich herum.“ Er selbst steht seit 1997 an der Spitze des Klubs. Als hilfreich haben sich hierbei alle Tätigkeiten erwiesen. „Man wird nicht geboren, um Präsident eines großen Mehrspartenvereins zu werden. Ich bin froh, dass ich eine Entwicklung nehmen durfte. Dadurch kenne ich alle Prozesse.“

Offen ist aber, wie lange Schlösser das Amt des Präsidenten noch ausübt. Der ehemalige Schützenkönig aus Fischeln trägt sich mit dem Gedanken herum aufzuhören. Das Problem ist nur: „Dann steht keiner auf und sagt: 'Ich mache es!'“, so der 53-Jährige. Und solange das der Fall ist, wird Schlösser dem VfR weiter mit vollem Einsatz zur Verfügung stehen – mindestens bis 2019, bis dahin wurde der Vorstand von den Klubmitgliedern gewählt. Außerdem scheint eine weitere Wiederwahl gesichert. Denn 2020 steht das 100-jährige Vereinsjubiläum an und hierfür hat Schlösser große Pläne. Kein Geringerer als der FC Bayern München soll zu diesem Anlass ein Benefizspiel gegen den VfR Fischeln bestreiten.

Die Realisation dieses Traumes ist ihm durchaus zuzutrauen. Das bewies Schlösser im Jahre 2000, als er zum 80-Jährigen einen Test gegen Borussia Mönchengladbach präsentierte. Dahinter steckt eine kuriose Geschichte. „Ich habe ganz viele Vereine kontaktiert und Christian Hochstätter, der damalige sportliche Leiter von Gladbach, hat mich dann aus Versehen zurückgerufen und ich habe ihn nicht mehr weggelassen“, lacht Schlösser.

Diesen Kampfgeist für seinen Heimatverein legt er auch jetzt wieder an den Tag. Um den „FC Bayern München mit ganz großen Armen“ empfangen zu können, legt sich der VfR-Präsident mächtig ins Zeug. Schon seit 2010 schreibt er Briefe an den FC Bayern. Die Antwort aus München ist immer gleich. „Ich sei zu früh dran, schreiben mir die Bayern“, sagt Schlösser. Er lässt sich davon nicht entmutigen. Schlösser wird weiter Briefe nach München und an sein Idol Uli Hoeneß versenden. „Immer mit dem Absatz: ´Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn der FC Bayern zum 100-Jährigen des VfR Fischeln kommt´.“

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