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Kick-Mit-Gruppe |30.09.2019|10:30

Behindertenfußball: Was Klubs leisten können

Kicken wie die großen Vorbilder: Enosch spielt mit seiner Gehhilfe ganz selbstverständlich mit.[Foto: Martin Schwartz]

Der SC Borussia 05 Kalk-Köln hat die Sepp-Herberger-Urkunde für seine Aktivitäten im Behindertenfußball verliehen bekommen. Wir haben eine Trainingseinheit der sogenannten Kick-Mit-Gruppe besucht.

Sie wollen einfach nur Fußball spielen. Wie die Großen. Wie ihre Vorbilder. Beim 1. FC Köln, bei Borussia Dortmund, bei Bayern München und Schalke 04. Und das machen die Kinder und Jugendlichen der Kick-Mit-Mannschaft des SC Borussia 05 Köln-Kalk auch. An diesem Freitagabend sind zehn Kinder gekommen. Luca und Rüya sind da. Enosch spielt trotz seiner Gehhilfe wie selbstverständlich mit. Moritz und Paula sind Geschwister und immer dabei. Sie alle verbindet eine Sache: Sie haben eine körperliche oder geistige Behinderung. Aber das hindert sie nicht daran, ihrem großen Hobby nachzugehen.

Für ihr großartiges Engagement bei der Integration von Menschen mit Behinderung in den Vereinssport haben die Verantwortlichen von Borussia Kalk kürzlich die Sepp-Herberger-Urkunde der DFB-Stiftung Sepp Herberger im Bereich Inklusion im Fußball-Verband Mittelrhein (FVM) überreicht bekommen. Besonders hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang der stellvertretende Vereinsvorsitzende Ralf Wilhelm, Jugendleiter Jürgen Börnicke, Kick-Mit-Trainer Achim Schmitz und die Betreuerin Ute Wilke.

Mehr Selbstbewusstsein

"Wenn der Ball rollt, spielt ihre Behinderung keine Rolle mehr"

"Diese Mannschaft und die Kinder und Jugendlichen, die einmal in der Woche bei uns auf der Anlage trainieren, sind uns ein großes Anliegen", sagt Achim Schmitz, der das Team betreut. "Es ist toll mitanzusehen, mit welcher Freude und Begeisterung sie dabei sind. Wenn der Ball rollt, spielt ihre Behinderung keine Rolle mehr. Dann wollen sie einfach nur gemeinsam kicken."

Schmitz sitzt auf einer Bank vor dem Vereinshaus und bereitet die nächste Trainingseinheit vor. Immer freitags um 18 Uhr treffen sie sich und spielen dann eine Stunde lang Fußball. "Auf diese Art und Weise machen die Kinder und Jugendlichen in ihrer Gruppe positive Erfahrungen im Bereich Sport und Bewegung", sagt Schmitz. "Unsere Erkenntnisse zeigen, dass sie in ihrer Freizeit und in der Schule selbstverständlicher und selbstbewusster an Teamsportarten und an allgemein sportlichen Aktionen teilnehmen. Außerdem entwickeln sie Freude an der Bewegung und transportieren diese in ihren Freizeitbereich. Sie werden in ihrem gesamten Auftreten sicherer und körperlich ausdauernder."

Leistungsgedanke an zweiter Stelle

Bei den Trainingseinheiten steht der Leistungsgedanke immer an zweiter Stelle. Jeder kann mitmachen. Es spielt keine Rolle, wie er durch seine Behinderung eingeschränkt wird. "Wir finden immer Mittel und Wege, um jeden auf dem Platz zu integrieren", sagt Schmitz. "Klar sollen die Jungs und Mädels Tore schießen und sich über Erfolge freuen. Aber noch wichtiger ist es uns, dass wir den Teilnehmern Spaß am Sport vermitteln und zeigen, wie wichtig Bewegung für ein gutes und gesundes Körpergefühl ist."

Um das zu schaffen, vermitteln die Verantwortlichen den jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern Kompetenzen in Teamsport. Sie haben innerhalb ihrer Gruppe die Möglichkeit, ganz frei und ohne Leistungsdruck mit dem Fußball zu experimentieren und sich in ihrer Lieblingssportart zum leistungsfähigen Mannschaftsmitglied zu entwickeln. Sie trainieren frei von Wertungen, werden aber dennoch gefördert, um ihre Fähigkeiten zu verbessern. "Die Teilnehmer erfahren sehr viel Unterstützung und Bestätigung untereinander", betont Schmitz. "Sie eifern keinem Normalbild eines Sportlers nach, sondern erfahren Anerkennung nach ihren individuellen Maßstäben."

Als das Training endlich beginnt, kann man genau das in der Praxis erleben. Erst steht ein kurzes Aufwärmen auf dem Programm. Die Kinder sind nicht begeistert. Aber sie machen natürlich mit, wenn auch etwas mürrisch. Eigentlich wollen sie kicken. Dann endlich geht es los. Torschusstraining steht auf dem Programm. Luca geht ins Tor. Manche Schüsse kann der 16-Jährige abwehren, andere sind einfach zu gut. Später stehen Passübungen auf dem Trainingsplan und zum Schluss noch ein kleines Spielchen. Dann ist die Stunde schon wieder vorbei – viel zu schnell für die Kinder und Jugendlichen im Alter von zehn bis 21 Jahren.

Borussia Kalk ist nur eines von vielen positiven Beispiel im FVM und ganz Deutschland. Der Verein hat zuletzt mehrfach an inklusiven Turnieren teilgenommen und dort schöne Erfolge gefeiert. Den FußballFreunde-Cup, den die DFB-Stiftung Sepp Herberger zusammen mit der DFL Stiftung und den DFB-Landesverbänden organisiert, konnte Borussia Kalk 2017 gewinnen. Im Jahr 2018 verlor die Mannschaft erst im Finale. Sportlich waren das schöne Geschichten. Der größte Erfolg ist allerdings, dass die Kinder und Jugendlichen trotz ihrer Behinderung in der Gemeinschaft Spaß am Fußball haben können.

Großes Engagement der Vereine

Immer mehr Fußballvereine setzen sich für Inklusion ein. Manche sind seit Jahrzehnten auf ganz selbstverständliche Weise in diesem Bereich engagiert. Auch die DFB-Stiftung Sepp Herberger engagiert sich seit vielen Jahren für den Fußballsport für Menschen mit Behinderungen. Um Fußballern mit Behinderungen bundesweit den Zugang in die Fußballfamilie zu erleichtern, finanziert die Sepp-Herberger-Stiftung in den DFB-Landesverbänden Beauftragte für Fragen des Behindertenfußballs. Den beeinträchtigten Sportlern soll so die Möglichkeit gegeben werden, in den organisierten Fußballstrukturen ihrem Hobby nachgehen zu können.

"Vor allem in den mehr als 25.000 Fußballvereinen gibt es viele Chancen und Möglichkeiten", sagt Tobias Wrzesinski, Geschäftsführer der DFB-Stiftung Sepp Herberger. "Wir werden in den nächsten Jahren weiter verstärkt integrative und inklusive Maßnahmen initiieren, fördern und gelungene Beispiele sammeln. In vielen Landesverbänden und Vereinen gibt es bereits hervorragende Ansätze, die eindrucksvoll zeigen, wie Menschen mit Behinderungen auf unterschiedliche Weise in die Fußballfamilie integriert werden können." Zudem organisiert die Stiftung auch den Spielbetrieb der Blindenfußball-Bundesliga und realisiert die Deutsche Meisterschaft der Werkstätten für Menschen mit Behinderung.

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