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Nationalteam |09.02.2018|11:30

Bergedorf-Spielerin debütiert im Nationalteam

Manija Mir feierte in Jordanien ihr Debüt für die afghanische Nationalmannschaft.

[Foto: privat]

Debüt in der Nationalmannschaft. Für Manija Mir ging in Jordaniens Hauptstadt Amman ein Traum in Erfüllung. Die 20 Jahre alte Angreiferin, die beim FC Bergedorf in der 5. Liga auf Torejagd geht, debütierte für Afghanistan. Kurios: Im Testspiel gegen Jordanien traf Mir auf eine Spielerin, die ebenfalls im deutschen Amateurfußball zu Hause ist.

Gleich zweimal kam es jetzt in Jordaniens Hauptstadt Amman zu einem deutschen Duell bei den Frauen-Länderspielen Jordaniens gegen Afghanistan. 5:0 (3:0) und 6:0 (3:0) hieß es erwartungsgemäß im Petra-Stadion für die Gastgeberinnen, die gerade frisch aus einem Trainingslager in Japan zurückgekommen waren. Mit dabei: die 18-jährige Sarah Abu Sabbah von Bayer Leverkusen II aus der Regionalliga West. Jetzt traf ihre Auswahl „Al Nashmiyat“ in Ammans Sport City auf ein Hamburger Trio aus Afghanistan. Neben den Schwestern Shabnam und Mariyam Ruhin, beide vom ESV Einigkeit Wilhelmsburg (4. Liga), gehörte auch Manija Mir vom FC Bergedorf 85 (5. Liga) zum afghanischen Kader beim einwöchigen Trainingslager in Jordaniens Hauptstadt.

„Enjoy the moment“ haben die afghanischen Trainerinnen ihren Mädels auf einem Blatt Papier an die Fliesenwand in der Kabine gehängt. Neben zentralen Schlagworten für Angriff und Abwehr. Zumindest die Lust am Spiel hat Manija Mir für sich besonders aufgesogen. Trotz der elf Gegentreffer genoss die gebürtige Hamburgerin dieses Momentum auf dem Platz, denn sie konnte in Amman ihr Länderspieldebüt feiern. Mir ist damit die vierte afghanische Nationalspielerin aus Hamburg.

Mir: "Zukunft ist ein Lippenstift"

"Ich träume jetzt schon oft von der WM. Bei jedem Schritt im Training denke ich: Das könnte auch schon ein Move bei der WM sein"

In der Jugend des FC St. Pauli hatte sie einst zu kicken begonnen, spielte danach gemeinsam mit den Ruhin-Schwestern in Wilhelmsburg, wurde dort 2013 Landesmeister, bevor sie 2016 schließlich nach Bergedorf wechselte. Die 20 Jahre alte Angreiferin, die bislang ein Saisontor für die 85er in der Landesliga verbuchte, kam nach überstandenem Kreuzbandriss, der sie Anfang 2017 noch vom Südasien-Meisterschaftsturnier in Indien ausschloss, nun endlich zum lange erhofften Debüt im Nationaldress mit der Nummer 23. Irgendwie passend, Mirs ganz persönlicher Kommentar, der fast wie eine Weisheit klingt: „Die Zukunft ist ein Lippenstift, man braucht Geduld und Zeit damit er perfekt aufgetragen ist.“

Bereits 2015 wurde Manija Mir erfolgreich gescoutet, konnte bisher aber nur gegen Vereinsteams im Rahmen von Trainingscamps im Dress des Nationalteams antreten. Für Mariyam Ruhin (25) gab es ein Comeback nach vier Jahren. Ihre ein Jahr ältere Schwester Shabnam musste gut 13 Monate auf ihren nächsten Einsatz warten, gehörte beim 0:5 ebenfalls zur Startformation. Beide wurden 2014 für die AFF-Frauen gescoutet.

Unterstützung durch Prinz Al Hussein

Sarah Abu Sabbah erlebte beim neuntägigen Trainingslager mit eisigen Temperaturen in Shizuoka zwar einen wunderschönen Blick auf den Fujijama, aber auch zwei Niederlagen gegen Vereinsteams. Immerhin gelang der Stürmerin dabei das einzige Tor für die Al Nashmiyat beim 1:4 gegen Nojima Stella aus Kanagawa. Zuvor hieß es 0:4 gegen Fukushima Academy. In der nächsten Woche bereits setzen die Jordanierinnen ihre intensive Vorbereitung auf das entscheidende WM-Qualifikationsturnier ab 6. April im eigenen Land mit einem zweiwöchigen Trainingslager in Spanien fort.

Jordaniens Prinz Ali Al Hussein tut alles Erdenkliche, um seine Frauen erstmals in eine WM-Endrunde zu bringen. Und Sarah Abu Sabbah brennt sowieso längst von den Fuß- bis in die Haarspitzen. „Ich träume jetzt schon oft von der WM. Bei jedem Schritt im Training denke ich: Das könnte auch schon ein Move bei der WM sein“, pusht sich die in Krefeld lebende Bayer-Spielerin. Ohne Druck aufzubauen, aber mit jeder Menge Vorfreude. „Wenn es gut läuft, können wir unser Ziel erstmals erreichen. Ich bin sehr zuversichtlich. Wir werden gut vorbereitet mit einer starken Mannschaft in das entscheidende Quali-Turnier gehen. Es wäre die Erfüllung eines Traums, nach der U 17-WM auch eine Frauen-WM spielen zu dürfen.“

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