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TuS Mingolsheim |17.01.2020|17:00

Boom im Mädchenfußball dank Junior-Coaches

Junior-Coaches bei der TuS Mingolsheim: Miriam Hostadt (vorne links) und Luca Volckmann.[Foto: bfv]

Schaut man bei den B-Juniorinnen des TuS Mingolsheim über den Trainingsplatz, lässt sich nicht auf den ersten Blick erkennen, wer Trainerin und wer Spielerin ist. Ein kurzes Kommando, dann ist klar: Die 17-jährige Miriam Hostadt leitet die Übung, gibt ihren Mädels Anweisungen, wie sie den Ball passen sollen. Zusammen mit zwei weiteren Trainern ist sie als DFB-Junior-Coach zuständig für das Mingolsheimer B-Juniorinnen-Team, das in der aktuellen Saison in der EnBW-Oberliga Baden-Württemberg antritt.

Mit sechs Jahren begann Miriam in der F-Jugend bei den Jungs mit dem Kicken, spielte bis zur D-Jugend parallel bei den Juniorinnen und Junioren. Die Fußball-Begeisterung teilt sie mit Vater Matthias Hostadt, der die Jugendabteilung des Fußballklubs leitet, zudem 1. Vorsitzender des Gesamtvereins ist. Wie seine Tochter war auch er früher Trainer und engagiert sich für den Mädchenfußball in Mingolsheim. Von der E- bis zur B-Jugend stellt der TuS inzwischen Juniorinnen-Mannschaften im Spielbetrieb. Die Frauen starten in der Landesliga in einer Spielgemeinschaft mit dem VfB St. Leon .

Da spielt auch Miriam mittlerweile mit, genau wie die 16-jährige Luca Volckmann. Mit vier Jahren hat sie mit dem Fußball begonnen, seit sechs Jahren trägt die aus Nordrhein-Westfalen stammende Elftklässlerin das rot-weiße Trikot des TuS Mingolsheim. Auch sie ist DFB-Junior-Coach und trainiert die C-Juniorinnen.

Luca und Miriam absolvierten 2017 den vom Badischen Fußballverband dezentral angebotenen Lehrgang zum Junior-Coach am Wilhelmi-Gymnasium in Sinsheim. "2016 hatte ich mich beim Mädchenschnuppertag des TuS als Betreuerin gemeldet, dort bin ich auf den Geschmack gekommen", erzählt Luca über ihre ersten Erfahrungen. Danach folgte ein halbes Jahr als Co-Trainerin der E-Jugend, ehe sie sich mit Miriam und einem weiteren Mädchen der TuS zur Schülermentorin ausbilden ließ.

"Wir haben dort sehr viel gelernt, worüber man nicht unmittelbar nachdenkt"

Wie eine große Schwester

"Die fünf Tage waren schon anstrengend", erinnert sich Luca. Von 8 bis 17 Uhr wurden sportspezifisches und fußballerisches Fachwissen in Theorie und Praxis vermittelt: "Wir haben dort sehr viel gelernt, worüber man nicht unmittelbar nachdenkt." Als Beispiel nennt Luca die methodische Reihe "vom Einfachen zum Komplexen". Miriam bestätigt: "Wir haben viel über das Prinzip dahinter gelernt" - das sei auch für den Alltag hilfreich. Insbesondere zur Mitarbeit in den Altersgruppen Bambini bis E-Jugend sei die Ausbildung zum Junior-Coach sehr sinnvoll. Hier steht Spaß an Bewegung und der Umgang mit dem Ball im Mittelpunkt.

Aber auch die Persönlichkeitsentwicklung nimmt eine wichtige Rolle beim Lehrgang ein. "Ich habe einiges an Selbstbewusstsein gewonnen", betont Luca. Am Anfang sei sie eher leise gewesen, nun ist ihr als ausgebildeter Junior-Coach bewusst, dass sie es kann, dass sie das Fachwissen hat. Obwohl ihre Spielerinnen nur ein bis drei Jahre jünger als sie sind, werden die beiden auf und auch neben dem Platz ernstgenommen. "Wenn die Mädels gar nicht so viel jünger sind als man selbst, ist es einfach, einen Bezug herzustellen. Da wird man vielleicht auch eher als große Schwester oder als Freundin angesehen, der man mal etwas erzählt, wenn es gerade nicht so gut läuft", so die 17-Jährige. Und Luca findet: "Wenn man selbst ein Mädchen ist, wird man schnell von den Mädels respektiert. Das ist im Junioren-Fußball teils anders - unabhängig vom Geschlecht des Trainers."

Mittlerweile hat der TuS zehn Schülermentoren. Die qualifizierten Trainer sind das Erfolgsrezept, um die Begeisterung für Fußball bei den Juniorinnen in Mingolsheim hochzuhalten. Das führt zu einem stetigen Zuwachs an Mädchen und hat Sogwirkung auf den Nachwuchs. "Bei meinen C-Juniorinnen scharren schon wieder vier Mädels mit den Hufen, bis sie endlich auch beim Junior-Coach-Lehrgang mitmachen können", freut sich Luca. In Miriams B-Jugend-Team möchten drei weitere Mädels den Lehrgang absolvieren, der ab 15 Jahren dezentral oder zweimal jährlich zentral in der Sportschule Schöneck angeboten wird. Zwei von ihren Spielerinnen haben bereits erfolgreich teilgenommen.

Schon den nächsten Schritt gemacht

"Als Sportverein ist es für uns eine gesellschaftliche Aufgaben, junge Leute auch im Schritt der Berufsorientierung anzuleiten", freut sich Miriams Vater als Vereinsvorsitzender über die Entwicklung: "Es ist toll, jungen Menschen, die Chance geben, zu der Ausbildung gehen zu können und dabei auch vom bfv und DFB unterstützt zu werden." Die Ausbildung der Schülermentoren sei ein Gewinn für beide: für den zukünftigen Junior-Coach und für den Verein.

Miriam und Luca haben derweil schon den nächsten Schritt gemacht: Speziell für Jugendliche mit dem Junior-Coach-Zertifikat bietet der bfv eine kompakte Ausbildung zum C-Trainer in der Sportschule Schöneck an. Nach Praktikum, Aufbaulehrgang in den Herbstferien und Prüfungslehrgang in den Faschingsferien erhielten sie in diesem Frühjahr als Lehrgangsbeste die C-Lizenz.

Der DFB-Junior-Coach ist als Einstieg in die lizensierte Trainertätigkeit gedacht. Fußballbegeisterte Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren werden in einer kostenlosen 40-stündigen Schulung an ausgewählten Ausbildungsschulen sowie zentral beim Badischen Fußballverband zum Junior-Coach ausgebildet. Neben dem sportspezifischen Wissen wird besonderer Wert auf die Persönlichkeitsentwicklung gelegt. Die Teilnehmer sollen früh die Möglichkeit erhalten, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, Trainererfahrung zu sammeln und selbst Kindern den Spaß am Fußball zu vermitteln. Mehr Informationen.

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