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Kultfigur |28.04.2017|16:10

Chef Schneider: Auf Lienen war er lange sauer

Sagte einst als Spieler dem TSV 1860 München ab und war lange sauer auf Ewald Lienen (rechts): Ernst Schneider, der heutige Vorsitzende von Hamborn 07. [Foto: www.appeltundhuth.de, Imago / Collage: FUSSBALL.DE]

Ernst Schneider ist bei den Sportfreuden Hamborn 07 eine Institution. In den 1980er Jahren lehrte der Angreifer den gegnerischen Abwehrspielern das Fürchten. Später war Schneider beim Duisburger Traditionsklub Nachwuchstrainer, Verwaltungsrats-Mitglied und Jugendvorstand. Mittlerweile hilft der 59-Jährige den Hambornern als Altherren-Spieler und Vereinsvorsitzender. Schneider, der einst gegen Klaus Toppmöllers Team ein wichtiges Tor schoss und 1860 München absagte, ist unsere FUSSBALL.DE-Kultfigur der Woche.

Wenn Ernst Schneider vom Stadion „Im Holtkamp“ zum Platzhaus läuft, muss er alle fünf Meter anhalten. Der 59-Jährigen schüttelt Hände, ihn kennt nun mal jedes Mitglied der Sportfreunde Hamborn 07 – von den Bambini bis hin zu den über 80 Jahre alten Fans. Das verwundert nicht. Schließlich ist Schneider seit 2007 Vorsitzender. Er hat aber auch schon zuvor die Geschichte des Duisburger Traditionsklubs mitgeprägt und sich weit über die Stadtgrenzen hinaus einen Namen gemacht.

Der Start war allerdings problematisch. 1967 trat Schneider dem Verein bei, nur um wenige Jahre später Hamborn den Rücken zu kehren. „Ich habe damals acht Kilometer vom Platz entfernt gewohnt und wollte nicht bei Wind und Wetter mit dem Fahrrad zum Training fahren“, sagt der Hamborner Klubchef im Gespräch mit FUSSBALL.DE . Er wechselte zum Oberhausener Klub TuS Buschhausen und machte sich dort als torgefährlicher Angreifer einen Namen. Nach weiteren Stationen beim SV Walsum und dem VfB Lohberg zog es Schneider Anfang der 1980er Jahre zurück nach Hamborn.

Die „Löwen“ – so der Kosename der Spieler – kämpften in der damals drittklassigen Oberliga um Punkte. Mit dem nun verpflichteten Angreifer erhielten sie eine neue Qualität. Wenn Ernst Schneider über die Zeit redet, gerät er ins Schwärmen. „Die großen Spiele haben wir damals immer Wedaustadion bestritten“, erzählt der Hamborner. „Wenn es gegen den MSV Duisburg oder Rot-Weiss Essen ging, kamen schon mal mehr als zehntausend Zuschauer. Die haben immer eine unglaubliche Stimmung gemacht.“

"Ich habe bewusst übertrieben und denen dann gesagt, dass ich das Doppelte wie in Hamborn haben möchte"

Schneider selber lief vor solch einer Kulisse stets zur Hochform auf. Aber auch vor wenigen Zuschauer traf er. 94 Oberliga-Toren gelangen ihm in sieben Spielzeiten. In der Saison 1985/1986 stand er in der vom kicker gewählten Top-Elf der Oberliga. Kein Wunder, dass dieser Spieler ständig Anfragen erhielt. So rief etwa ein Verantwortlicher von 1860 München bei Ernst Schneider an. Dieser wollte vom Hamborner Spieler wissen, ob er sich einen Wechsel nach Bayern vorstellen könne. „Das war aber für mich kein Thema. Ich wollte nicht aus dem Ruhrgebiet wegziehen“, sagt Schneider.

Eine konkrete Verhandlung gab es dafür mit einem anderen Verein. Der 1. FC Viersen wollte den Torjäger unbedingt haben und klopfte dessen finanziellen Vorstellungen ab. „Ich habe bewusst übertrieben und denen dann gesagt, dass ich das Doppelte wie in Hamborn haben möchte“, sagt Schneider. Er rechnete fest mit einer Absage. Doch kurz darauf meldeten sich die Viersener und sagten, dass sie die Forderungen erfüllen könnten. Schneider widerstand der Verlockung und blieb Hamborn treu.

So erlebte er mit seinem Klub noch einige denkwürdige Spiele. Etwa das Stadtderby gegen den MSV Ende der 1980er Jahre. Hamborn führte lange mit 1:0. Am Ende verloren die Sportfreunde mit 1:2 – durch ein Gegentor in der Schlussminute. Hamborns Frank Golomb hatte zuvor die Rote Karte gesehen. „Dabei wusste sein Gegenspieler Ewald Lienen genau, dass er nicht gefoult wurde. Leider hat er nichts gesagt“, sagt Ernst Schneider. Das Schweigen trug er dem heutigen Trainer des FC St. Pauli lange nach, es war in seinen Augen ein Grund für die bittere Niederlage.

Mehr Erfolg hatte Schneider dafür in einer anderen Partie. Das Halbfinale um den Länderpokal stand auf dem Programm. Schneider hatte dem Trainer der Niederrhein-Auswahl aber abgesagt. „Ich musste an dem Wochenende renovieren“, erzählt er. Doch dann gab es einen personellen Engpass. Schneider zog die Arbeitsklamotten aus, packte die Sporttasche und fuhr zum Spiel nach Goch. Gegen eine Südwest-Auswahl gelang ihm der entscheidende Treffer. Die gegnerischen Spieler schlichen bedröppelt vom Platz, unter anderem der mehrfache Nationalspieler Klaus Toppmöller.

Nach seiner aktiven Karriere kümmerte sich Schneider um die Zukunft der Sportfreunde Hamborn. Er trainierte eine Jugendmannschaft, in der unter anderem sein Sohn spielte. Patrick Schneider trägt übrigens immer noch das gelbe-schwarze Trikot. Er gehört mit seinen 33 Jahren zu den Routiniers in der ersten Mannschaft. Die ist aktuell Spitzenreiter in der Bezirksliga.

„Ich bin zuversichtlich, dass es mit dem Aufstieg klappt“, betont Ernst Schneider. Er hat großes Vertrauen in die Mannschaft, die zu 70 Prozent aus Jugendspielern besteht. Und Schneider schätzt die Arbeit von Kulttrainer Dietmar Schacht. Dem Ex-Profi hat der Vereinsboss mittlerweile auch verziehen, dass er ihn einst um eine nette Geldsumme brachte. Als aktiver Spieler gastierte Schacht einst bei den Hambornern. Schneider hatte für die Partie eine Siegprämie ausgehandelt. „Wir haben aber verloren“, sagt der ehemalige 07-Kapitän. „Der Didi hat den Ball am Ende zehn Mal auf die Tribüne geschossen.“

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