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Kreisliga |26.04.2019|15:00

Comeback in Kreisliga: Ex-Profi Sinkiewicz

Lukas Sinkiewicz: "Ich habe das besondere Privileg, dass ich mein Hobby zu meinem Beruf machen konnte."[Foto: imago images / Noah Wedel]

Im Spiel der Kreisliga A 1 Rhein-Erft zwischen dem SV Lövenich/Widdersdorf und dem Bedburger BV bringt Julian Balthes die Gastgeber kurz vor der Pause mit 1:0 in Führung. Zur zweiten Halbzeit bringt Lö/Wi-Trainer Gino Baudrie dennoch einen frischen Mann. Es ist ein Neuzugang, der gerade erst seinen Spielerpass besorgt hat. Sein Name: Lukas Sinkiewicz. Die Partie geht 6:0 aus. Einen Treffer kann der eingewechselte Ex-Nationalspieler zwar nicht beisteuern, aber sein Comeback ist geglückt.

76 Einsätze in der Bundesliga und weitere 90 Partien in der zweiten Spielklasse bringt der in Polen geborene 33-Jährige mit auf den Platz, außerdem im Jahr vor der Heim-WM drei Freundschaftsspiele für die deutsche Nationalmannschaft unter Jürgen Klinsmann. Nach Profi-Stationen beim 1. FC Köln, Bayer Leverkusen, FC Augsburg, VfL Bochum und Jahn Regensburg ist Lukas Sinkiewicz 2015 an den Dom zurückgekehrt.

Im Interview mit FUSSBALL.DE erklärt der dreifache Vater, warum er gerne in der Kreisliga kickt und welche Ziele er als Trainer verfolgt.

FUSSBALL.DE: Lukas Sinkiewicz, wie kam es zu Ihrem Comeback beim SV Lövenich/Widdersdorf?

"Der Amateursport lebt von Freundschaften. Das ist, was zählt!"

Lukas Sinkiewicz: Unser Trainer Gino Baudrie hat mich vor ein paar Wochen gefragt, ob ich nicht Lust hätte, ein bisschen mitzukicken. Die Verbindung zum Verein ist schon seit einigen Jahren da, also habe ich meinen Spielerpass besorgt. Ich muss allerdings auf meinen Körper achten, schließlich hatte ich während meiner Profizeit viel mit Verletzungen zu kämpfen, daher bin ich eine ziemliche Baustelle (lacht) .

Seit Sie beim A-Ligisten mitspielen, läuft es aber: drei Siege in drei Spielen!

Sinkiewicz: Das ist ein schöner Nebeneffekt und ich hoffe auch, dass wir den Klassenerhalt schaffen. Letztlich sind aber Ergebnisse nicht mehr wichtig. Es geht vor allem darum, ein wenig Spaß zu haben und mit Gleichgesinnten eine gute Zeit zu verbringen. Eine Fußball-Mannschaft ist eine soziale Gemeinschaft und der Amateursport lebt von Freundschaften. Das ist, was zählt!

Trotzdem noch einmal eine sportliche Frage: Sie haben lange in der ersten und zweiten Bundesliga gespielt und waren sogar Nationalspieler. Kommen Sie mit dem Niveau Ihrer Mitspieler in der Kreisliga A dennoch klar?

Sinkiewicz: Ich bin völlig ohne Erwartungen in diese Sache gegangen und wollte dem Vereine gerne einen Gefallen tun. Nach wie vor ist Fußball für mich ein ganz wichtiger Bestandteil in meinem Leben, ich habe seit meinem vierten Lebensjahr im Verein gespielt und nach meiner aktiven Zeit als Profi gleich als Trainer angefangen. Wenn ich jetzt mit dem Jungs in der Kreisliga kicke, dann nur, weil es mir Freude bereitet.

Sind Sie auch in der Woche beim Training und müssen sich für die erste Elf empfehlen?

Sinkiewicz: Nein! Fürs Training habe ich keine Zeit und ich bin auch nicht bei jedem Spiel dabei. Das ist ganz klar abgesprochen, denn ich habe eine Familie, die hat am Wochenende Priorität. Da aber meine drei Jungs in der Lö/Wi-Jugend spielen und ich daher sonntags eh oft auf dem Sportplatz bin, nehme ich dann meine Tasche mit, wenn es passt. Bisher waren es drei Einsätze, jeweils für eine Halbzeit oder weniger. Bis zum Saisonende werden vielleicht noch ein, zwei Spiele dazu kommen.

Was haben Sie seit Ihrer letzten Profistation in Regensburg gemacht?

Sinkiewicz: Verschiedene Dinge, die meisten haben natürlich mit Fußball zu tun. Da meine Familie immer in Köln geblieben ist, auch als ich in Augsburg und in Regensburg unter Vertrag stand, habe ich mich ab 2015 beim SV Lö/Wi ehrenamtlich engagiert. Im September 2015 haben wir auf unserem Platz ein Freundschaftsspiel mit Flüchtlingen aus der Asylbewerber-Unterkunft in Lövenich und einigen Promis aus Köln organisiert. Danach habe ich mich mit den Jungs aus aller Welt jeden Sonntag auf dem Platz zum Training getroffen. Ganz wichtig ist mir auch das 'Team Bananenflanke'. Das ist ein Projekt, bei dem behinderte Kinder Fußball spielen können – zum Beispiel mit meinen Jungs aus Lövenich. Das sind Dinge, die einfach Freude bereiten. Wenn man in den Gesichtern der Kinder dieses Lachen sieht, dann ist der Tag gerettet!

Seit letztem Jahr sind Sie auch Trainer bei Fortuna Düsseldorf...

Sinkiewicz: Ich bin sehr froh darüber, dass mir die Fortuna diese Chance gegeben hat. Ich wollte gerne in einem Nachwuchsleistungszentrum arbeiten und die Fortuna hat mir diese Chance gegeben, wofür ich sehr dankbar bin. Ich denke, dass ich als Teil des Trainerstabs der Mannschaft helfen kann, mein Wissen und meine Erfahrung als Profi weiterzugeben.

Ihre Zukunft liegt also im Trainergeschäft?

Sinkiewicz: Ja, ich habe das besondere Privileg, dass ich mein Hobby zu meinem Beruf machen konnte. Ein Leben ohne Fußball kann ich mir nur schwer vorstellen. Gerade absolviere ich an der Sportschule Hennef meine A-Lizenz und versuche mich täglich weiter zu verbessern. Für mich ist der beste Trainer derjenige, der das richtige Fingerspitzengefühl für seine Spieler entwickelt.

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