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Themenwoche Schiedsrichter |12.10.2014|09:00

"Das heutige Spiel leitet: Familie Günther!"

Ein extrem fußballbegeisterte Familie: (von links) Martina, Jens, Mel und Jenny Günther. [Foto: Oliver Jensen]

Ein Schiedsrichtergespann soll eine Einheit bilden und gut aufeinander abgestimmt sein - bei Jens Günther und seinen beiden Assistenten trifft das ganz besonders zu. Der Grund: An der einen Seitenlinie steht seine Ehefrau Martina, an der anderen sein 15-jähriger Sohn Mel. Gemeinsam pfeifen sie im Landkreis Schaumburg regelmäßig Spiele in der Kreisliga und Kreisklasse.

"Ich lasse uns gerne als Familie ansetzen. So können wir zusammen einen Nachmittag verbringen", erzählt Jens Günther, der für den SV Victoria Lauenau tätig ist. “Ich bin total stolz, dass wir als Familie so etwas gemeinsam machen”, ergänzt seine Frau Martina. Die Stadionsprecher haben schon damit aufgehört, die drei Unparteiischen einzeln anzusagen. Oft heißt es nur noch: "Das heutige Spiel wird geleitet - von der Familie Günther!"

Nur die Tochter pfeift nicht

Alle in der Familie leben für den Fußball. Vater Jens ist selber in der Altliga aktiv, trainiert zudem die Frauenmannschaft des SV Halstenbeck in der Landesliga und ist DFB-Stützpunkttrainer in Hameln-Holzminden. “Ich habe meinen Schiedsrichterschein gleich zusammen mit dem Trainerschein gemacht”, erzählt der 43-jährige Polizist. Viele Jahre lief das Pfeifen nebenher. “Erst als ich als Fußballer im Herrenbereich aufhörte, entstand der Wunsch, als Schiedsrichter noch einmal richtig durchzustarten”, führt er fort.

"Ich bin total stolz, dass wir als Familie so etwas gemeinsam machen"

Mit seiner Begeisterung steckte er zunächst seine Ehefrau, später auch seinen Sohn an. Nur bei Tochter Jenny sprang der Funke nicht ganz über. Die 17-Jährige ist zwar - wie alle in der Familie - begeisterte Fußballspielerin. An einer Karriere als Unparteiische hatte sie allerdings nie Interesse. “Ich mag das nicht, wenn man als Schiedsrichter von den anderen Menschen angemacht wird”, lautet ihre Begründung.

Das Schiedsrichterdasein ist nicht immer einfach. Das weiß auch Jens Günther, der aufgrund verbaler Angriffe eines Trainers schon einmal ein Spiel abbrechen musste. Dennoch war er hellauf begeistert, als sein Sohn mit 13 Jahren ebenfalls den Schiedsrichterschein anging. “Als Fußballer sollte man die Regeln beherrschen und sich in die Schiedsrichter hineinversetzen können. Außerdem macht es sich in der Bewerbung junger Menschen gut, wenn man solche Tätigkeiten vorweisen kann”, erklärt er.

Dass die jungen Schiris im Landkreis Schaumburg langsam an ihre Tätigkeit herangeführt werden und stets als Assistenten beginnen, erleichtert den Einstieg ungemein. Jens Günther führt fort: “Oftmals erwarten die Trainer und Eltern, dass die jungen Schiedsrichter gleich auf Bundesliga-Niveau pfeifen und keinerlei Fehler machen. Viele haben nur wenig Verständnis dafür, dass sie noch genauso viele Fehler machen wie die Spieler auch. Deshalb ist es gut, wenn man die jungen Leute schützt.”

Trotz einiger (weniger) schlechter Erfahrungen: Die Freude am Schiedsrichterdasein ist groß. “Ich bin einfach gerne ein Teil dieses Sports”, sagt Jens Günther. “Ich finde es super, nach dem Spiel mit den Trainern und Spielern über manche Entscheidungen zu diskutieren. Dann gehören natürlich auch gewisse Emotionen dazu.”

Überhaupt weiß er die netten Kontakte, die eine Tätigkeit im Amateurfußball mit sich bringt, zu schätzen. Es gibt kaum einen Fußballplatz in seiner Region, wo er keine Bekanntschaften hat, wo er nicht gerne auf ein kühles Getränk und ein nettes Gespräch ins Vereinsheim einkehrt: “Würde ich als anonymer Schiedsrichter irgendwo hinfahren, ohne dort soziale Kontakte zu pflegen, würde es mir vermutlich keinen Spaß machen.” Selbst mit dem Trainer, der vor einigen Jahren den Spielabbruch heraufbeschwor, hat er mittlerweile ein kollegiales Verhältnis. Nachtragend sind im Amateurfußball nur die Wenigsten.

Nicht nur als Schiedsrichter bilden die Günthers ein gutes Gespann. Tochter Jenny spielt in der Frauenmannschaft ihres Vaters. Mutter Martina ist zudem Trainerin der Jugendmannschaft ihres Sohnes. “Ich habe den Eindruck, dadurch etwas härter rangenommen zu werden”, sagt Mel. Bei all diesen Aktivitäten im Amateurfußball ist es nicht verwunderlich, dass es nur wenig fußballfreie Tage gibt.

Vater und Sohn sind HSV-Fans

Und wenn doch, sitzt die Familie gerne gemeinsam vor dem Fernseher und verfolgt die Bundesliga. Dabei kochen die Fan-Emotionen gelegentlich über. Kein Wunder: Vater und Sohn sind Anhänger des Hamburger SV, die Tochter vom FC Schalke 04 und die Mutter vom FC Bayern München. “Mord und Totschlag gibt es zwar nicht, aber wir ziehen uns gegenseitig gerne etwas auf”, so Jens Günther, der sich im Amateurfußball noch weitere Ziel gesteckt hat. Eines Tages würde er gerne eine Herrenmannschaft trainieren.

Möglicherweise wäre ein passender Zeitpunkt gekommen, wenn sein Sohn in den Herrenbereich wechselt. Ein Günther kommt im Fußball schließlich nur selten allein.

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