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Familienbande |11.03.2017|13:30

Dennis Förster: Tuchel nur knapp verpasst

Bernd Förster (Bild rechts, rechts) 1984 im Nationaltrikot mit seinem Bruder Karlheinz und heute mit seinem Sohn Dennis. [Foto: Fotos Getty, imago; Collage FUSSBALL.DE]

Dennis Förster kickte einst wie sein Vater und sein Onkel, beide Europameister und Vize-Weltmeister beim VfB Stuttgart. Dann gab er den Traum vom Profifußball auf und kehrte zu seinem Heimatverein zurück – die neueste Folge unserer Serie Familienbande.

Bei der Europameisterschaft 1980 in Italien sind die Stürmer Karl-Heinz Rummenigge und Klaus Allofs die Stars im deutschen Nationalteam von Bundestrainer Jupp Derwall. Eher unauffällig solide verrichtet ein Brüderpaar – eins von bis heute sechs, die gemeinsam im Adlerdress gespielt haben – seinen Dienst im Trikot des späteren EM-Siegers: die Abwehrspieler Karlheinz und Bernd Förster.

Der jüngere, Karlheinz und ein Vorstopper alter Schule, gilt als Killer mit dem Engelsgesicht. Er ist ein blonder und außerhalb des Platzes ganz freundlicher Kerl, vor dem sich die gegnerischen Stürmer hingegen auf dem Rasen wegen seiner kompromisslosen Härte in Acht nehmen müssen. Bernd ist aus ähnlichem Holz gestrickt, auch er schont weder sich noch den Gegner, wenn er hinten links oder im defensiven Mittelfeld abräumt. „Mein Vater hat zu mir gesagt, dass ich technisch immer besser als er oder mein Onkel Karl-Heinz gewesen bin“, sagt Dennis Förster. „Aber um Profi oder gar Nationalspieler zu werden, dazu gehört natürlich dann doch ein bisschen mehr. Ich denke, dass ich selbst auch eher vom Kämpferischen komme."

Vaters Spiele auf Video

"Mein Vater hat zu mir gesagt, dass ich technisch immer besser als er oder mein Onkel Karl-Heinz gewesen bin"

Bereits mit dreieinhalb Jahren meldet Bernd Förster seinen Sohn beim TSV Deizisau an. Ganz am Anfang steht der kleine Dennis noch im Tor, ehe er später meist im linken Mittelfeld oder links in der Abwehr spielt, aber ab und zu auch mal im Sturm aushilft. In der C-Jugend wechselt er zum VfB Stuttgart, wo Papa Bernd und Onkel Karl-Heinz in den 70er und 80er Jahren große Erfolge feiern. Dennis Förster hingegen kommt bei den Schwaben etwas zu spät. „Vielleicht hätte ich ein Jahr früher zum VfB gehen sollen, denn damals kam Thomas Tuchel als D-Jugend-Trainer nach Stuttgart“, erinnert sich der heute 29-Jährige.

Nur kurz währt seine Episode beim VfB, in der B-Jugend schließt sich Dennis Förster dem VfL Kirchheim an – und begräbt so schon früh den Traum vom Profifußball. „Jeder kleine Junge, der Fußball spielt, träumt natürlich davon Profi zu werden, gerade wenn der Vater so viel erreicht hat. Ich war mir selbst auch immer sicher, dass ich es schaffen würde“, meint Dennis Förster mit einem Lachen und erklärt: „Ich habe von zu Hause auch nie den Druck gekriegt, dass ich unbedingt Fußball spielen müsste oder im Sport groß etwas erreichen müsste.“

Seinen Vater sieht er übrigens nie live spielen. Bevor Dennis geboren wird, muss Bernd Förster seine Karriere nach einem Kreuzbandriss schon mit 30 Jahren beenden. Die großen Spiele in der Bundesliga oder mit der Nationalmannschaft schauen sich Vater und Sohn später gemeinsam gelegentlich auf Video an. Die alten Zeiten, als der VfB Stuttgart zu den besten Adressen im deutschen Fußball zählt, erlebt der Filius so nur noch bei Einladungs- oder Benefiz-Spielen. „Hansi Müller hat zu seinem 50. Geburtstag im Juli 2007 die Revanche des WM-Endspiels von 1982 zwischen Italien und Deutschland organisiert. Da war ich natürlich in Stuttgart im Stadion“, sagt Dennis Förster.

Regionalliga in Großaspach

Er spielt noch ein paar Jahre auf höherem Amateurniveau, so in der U 23 der Stuttgarter Kickers in der Oberliga und bei der SG Sonnenhof-Großaspach in der Regionalliga. Nach einem kurzen Intermezzo bei Wormatia Worms und einer beruflich bedingten Fußballpause kehrt er mit Mitte 20 wieder zum Bezirksligisten TSV Deizisau zurück. „Beim TSV habe ich dann Anfang letzten Jahres ganz mit dem Vereinsfußball aufgehört und spiele seitdem nur noch einmal pro Woche mit Kumpels in der Soccerhalle in Fellbach“, verrät Dennis Förster. „Ich war beruflich sehr eingespannt und bin außerdem vor eineinhalb Jahren Vater geworden, deswegen ließen sich mehrmaliges Training in der Woche und Beruf beziehungsweise Familie nicht mehr miteinander vereinbaren."

Nach seiner Ausbildung zum Industriekaufmann übernimmt Dennis Förster in Deizisau einen Auto-Waschplatz, den vorher Papa Bernd geleitet hat. Inzwischen expandiert der Betrieb, zwei weitere Anlagen sind hinzugekommen, eine weitere ist gerade im Bau. „Keine Zeit mehr für Fußballtraining“, winkt Dennis Förster ab. Sein Name erinnert an die glänzenden, alten Zeiten beim VfB Stuttgart, wo Papa Bernd noch heute in der Traditionsmannschaft kickt. Wer frischen Glanz aus dem Hause Förster braucht, muss mit seinem Auto bei der „Waschkraft“ vorfahren.

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