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Kultfigur |21.04.2017|12:30

Der doppelte Klaus: Schwarm aller Schiris

Beliebt bei allen Schiedsrichtern: Klaus Schwarm mit Asmir Osmanagic und dessen Assistenten Stefan Fimpel (ganz links) und Karoline Wacker. [Foto: Arens]

Es gibt kaum einen Unparteiischen im Fußball-Südwesten und weit darüber hinaus, der Klaus Schwarm nicht kennt: Der 63-jährige Saarländer ist derzeit bei gleich zwei Vereinen als Schiedsrichterbetreuer aktiv – und muss sich offenbar nach Saisonende für einen Klub entscheiden. Schwarm ist unsere Kultfigur der Woche.

Von Stress will Klaus Schwarm nicht sprechen, dafür frönt er viel zu sehr seiner Leidenschaft – und doch: Gerade an den Wochenenden dreht sich beim agilen (Un-)Ruheständler alles um die Pfeiferei. Dabei fungiert er gar nicht selbst als 23. Mann. Vielmehr betreut er rund um die Heimspiele des Südwest-Regionalligisten SV Eintracht Trier 05 und des Rheinland-Pfalz/Saar-Oberligisten FC Hertha Wiesbach die Schiedsrichter.

„Es ist wichtig, dass die Schiris einen sehr verlässlichen Ansprechpartner vor Ort haben, der ihnen so viel wie möglich vom Drumherum abnimmt, damit sie sich ganz auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren können. Wenn man dann solch engagierte Ehrenamtler wie Klaus Schwarm hat, kann man sich als Verein glücklich schätzen“, sagt Torge Hollmann, Geschäftsführer der Trierer Eintracht. Wenn im Moselstadion etwa samstags um 14 Uhr gespielt wird, macht sich Schwarm im 80 Kilometer entfernten St. Wendel bereits um 10 Uhr auf den Weg, um das Schiedsrichtergespann rechtzeitig vor Ort in Empfang nehmen zu können. Ein Kaffee davor, eine Erfrischung in der Halbzeit, das obligatorische Essen danach – Schwarm sieht seine Tätigkeit jedoch als noch viel komplexer an: „Wenn es irgendwas zu regeln gibt, bin ich da und vermittle gerne. Nach dem Spiel wird in aller Ruhe auch schon mal über die eine oder andere Entscheidung diskutiert.“

Für Perl und Kircher im Einsatz

"Nach dem Spiel wird in aller Ruhe auch schon mal über die eine oder andere Entscheidung diskutiert"

Ähnlich, wenn auch eine Nummer kleiner, läuft das Prozedere im 27 Kilometer von Schwarms Heimat entfernten Eppelborner Gemeindeteil Wiesbach ab. Hertha-Präsident Dirk Klein konnte den seit Mitte 2013 in Trier aktiven Schwarm zwei Jahre später auch für seinen Klub gewinnen, schätzt die „hohe Professionalität, aber auch die menschliche Art“ des Schiedsrichterbetreuers – der auf jede Menge Erfahrung verweisen kann und wegen dem die Wiesbacher eigens Spiele immer wieder so terminieren, dass sie nicht mit Schwarms Engagement in Trier kollidieren.

Einst als Jugendlicher beim SV Hof im Tor und beim SV Leitersweiler von 1982 zehn Jahre lang Abteilungsleiter Fußball („Hier sind wir von der Kreisliga B bis in die Bezirksliga aufgestiegen“), lernte er die Schiedsrichterei über seinen zwischenzeitlich sogar in der Oberliga pfeifenden Sohn Torsten kennen. Dass er sich bei der SV 07 Elversberg eineinhalb Jahrzehnte lang um das Wohl der Referees kümmerte, war ursprünglich auf seinen Freund und früheren Geschäftsführer des Vereins, Wolfgang Marx, zurückzuführen: „Anfangs half ich in der Pressearbeit mit und war dann auf einmal für die Schiris zuständig.“ Ehe es nach Trier ging, brachte sich Schwarm von 2010 an auch noch für drei Jahre in gleicher Mission bei Borussia Neunkirchen ein.

In der damals noch drittklassigen Regionalliga waren auch einige prominente Namen an der Elversberger Kaiserlinde zu Gast, wie etwa Günter Perl und Knut Kircher. Mit beiden verbindet Schwarm besondere Geschichten. „Als Günter bei uns im Einsatz war, bekam er den Anruf, dass seine Frau in den Wehen liegt. Er hat dann noch schnell was gegessen und war dann gegen 22 Uhr wieder in München. Das hat gepasst, Günter war rechtzeitig im Kreißsaal, um bei der Geburt dabei zu sein“, erinnert sich Schwarm.

Als Knut Kircher wegen einer Bahn-Verspätung den Anschlusszug zu verpassen drohte, chauffierte Schwarm den früheren FIFA-Referee selbst kurzerhand ins 120 Kilometer entfernte Mannheim („Etwas schneller als erlaubt“), damit dieser von dort aus in Richtung seiner württembergischen Heimat Rottenburg weiterreisen konnte.

Die Dienste des beruflich bis Ende vergangenen Jahres als Industriekaufmann in der Fotobranche tätigen Saarländers sind auch künftig sehr begehrt und bei den Unparteiischen geschätzt („Das ist einfach tipptopp“, lobt zum Beispiel der Stuttgarter Unparteiische Asmir Osmanagic). Sollte aber – und das ist aktuell ziemlich wahrscheinlich – die Trierer Eintracht in die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar absteigen und künftiger Ligakonkurrent der Wiesbacher sein, muss sich Schwarm wohl oder übel für einen den beiden Vereine entscheiden: „Ich hoffe bis zuletzt, dass es Trier packt. Was ich im Falle der Fälle mache, weiß ich noch nicht. Eine verdammt schwierige Entscheidung wird es allemal …“

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