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Historisch |05.03.2021|15:00

Die älteste Fußballtribüne Deutschlands?

Austragungsort der Deutschen Fußballmeisterschaften 1905 und 1910: Kölns älteste Tribüne.[Foto: Martin Schwartz]

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Auf dem Gelände der Galopprennbahn in Köln steht die vermutlich älteste Fußballtribüne Deutschlands. Das letzte offizielle Spiel fand hier 2002 statt. Früher war es die Anlage des VfL Köln 1899, dem – passenderweise – ältesten Fußballverein in Köln. Auch Szenen des Spielfilms "Wunder von Bern" wurden hier gedreht. Ein Ortsbesuch.

Der Zaun ist mindestens zwei Meter hoch und an einigen Stellen mit Stacheldraht versehen. Niemand, der dort nichts zu suchen hat, soll das Areal betreten, das heute als Parkplatz für die LKW einer Spedition dient. Dass sie ihre Fahrzeuge vor einem historischen Bauwerk abstellen, wissen wahrscheinlich die wenigsten der LKW-Fahrer*innen. Woher auch? Doch sie parken vor der vermutlich ältesten Fußballtribüne Deutschlands. Oder befindet die sich in Gotha in Thüringen? In Zittau im Dreiländereck Deutschland-Polen-Tschechien? In Düren in Nordrhein-Westfalen, in Kiel oder vielleicht in Fürth? Je nachdem, welcher Quelle man glaubt, bekommt man unterschiedliche Angaben.

Klar ist aber, dass das Bauwerk im Kölner Stadtteil Weidenpesch auf dem Gelände der Galopprennbahn zu den ältesten noch erhaltenen Fußballtribünen Deutschlands zählt. Ihr Zustand allerdings ist marode. Das letzte Spiel hat hier am 12. Mai 2002 stattgefunden. Der VfL Köln 1899 hat gegen die DJK Südwest Köln mit 1:5 verloren. Seitdem hat die Natur sich ihren Lebensraum teilweise zurückgeholt. Wilde Pflanzen haben sich ihren Platz gesucht und gefunden, viele Stellen sind mit Graffiti beschmiert worden. Der einstige Aschenplatz ist kaum noch als solcher zu erkennen. Fußballtore gibt es natürlich nicht mehr. Die Begrenzungen zum Zuschauer*innenbereich sind durchgerostet. Wenn die Tribüne nicht seit 1989 unter Denkmalschutz stehen würde, würde es sie möglicherweise gar nicht mehr geben.

Bei einem zufälligen Besuch vor Ort wird dem Betrachter nicht bewusst, dass er vor einem besonderen Bauwerk steht, das 1920 erbaut wurde. Den Fußballplatz selber gibt es sogar noch länger. Hier wurden beispielsweise 1905 und 1910 die Endspiele um die deutsche Meisterschaft ausgetragen. 1905 gewann der Berliner TuFC Union mit 2:0 gegen den Karlsruher FV . 1910 siegte der Karlsruher FV gegen Holstein Kiel und holte sich den Titel. Auch in den deutschen Kinos waren Platz und Tribüne zu sehen. Sie waren die Kulisse in zahlreichen Szenen von Sönke Wortmanns Film "Das Wunder von Bern". Von Juni bis August 2002 wurde hier gedreht. Seitdem verfällt die Holz-Stahl-Konstruktion. Aber es scheint inzwischen von verschiedenen Seiten Interesse daran zu bestehen, das historische Gebäude zu retten – mit offenem Ausgang.

"Wir sind stolz auf unsere Historie. Das ist ein großartiges Alleinstellungsmerkmal für uns"

Der älteste Fußballverein in Köln

Der VfL Köln, dessen ehemalige Heimat nun verwildert, hat längst eine neue Heimat gefunden. Seine Spiele trägt der Verein seit fast 20 Jahren auf der Bezirkssportanlage Weidenpesch aus. Nach einer Fusion mit einem benachbarten Klub heißt er mittlerweile 1. FSV Köln 1899. Das ändert nichts an einem weiteren historischen Fakt: Der 1. FSV Köln 1899 – ehemals VfL Köln – ist der älteste Fußballverein Kölns. Den 1. FC Köln und Fortuna Köln beispielsweise gibt es erst seit 1948. Und hier schließt sich der Kreis: Der älteste Kölner Fußballverein hat seine Heimspiele lange vor einer der ältesten Tribünen in Deutschland bestritten.

"Wir sind stolz auf unsere Historie. Das ist ein großartiges Alleinstellungsmerkmal für uns", sagt Walter Schmitt, Fußball-Abteilungsleiter. "Aber viel wichtiger sind uns natürlich Gegenwart und Zukunft. Wir wollen Anlaufpunkt für die Menschen in unserem Viertel sein. Im Moment haben wir vier Männermannschaften im Spielbetrieb, dazu zehn Jugendteams in fast allen Altersklassen." Der 1. FSV Köln 1899 ist ein reiner Amateurverein. Die erste Herrenmannschaft spielt in der Kreisliga B, die übrigen drei Teams in der D-Klasse. Das ist die unterste Liga im Fußballkreis Köln.

Petra Steinig ist Jugendleiterin und Hauptgeschäftsführerin des Vereins. Aber sie hat noch eine weitere verantwortungsvolle Position inne – alles natürlich ehrenamtlich: Sie hat das Archiv des Vereins übernommen und digitalisiert. "Als ich damit begonnen habe, hat die Vergangenheit unseres Vereins in zwei Schuhkartons gepasst. Inzwischen sind zehn Ordner bis zum Rand voll mit Erinnerungen", sagt Steinig. "Die Vergangenheit erzählt viele Geschichten, die wollen wir gerne in Erinnerung behalten."

Keine Sanierung der historischen Tribüne?

Wer etwas in Petra Steinigs Archiv eintaucht, erkennt schnell, dass der Verein auch sportlich eine bedeutende Rolle gespielt hat. Vor dem zweiten Weltkrieg erreichte der VfL Köln zweimal das Halbfinale um die deutsche Meisterschaft – zum ganz großen Coup allerdings reichte es nicht. Trotzdem nahm die Mannschaft an internationalen Turnieren teil, zum Beispiel in England und Ungarn. Hinterher bekamen die Verantwortlichen einmal sogar ein Telegramm von Kaiser Wilhelm II. geschickt, in dem er sich dafür bedankte, dass der Verein Deutschland so hervorragend im Ausland vertreten habe. "Leider ist dieses Schriftstück vor einigen Jahren abhandengekommen, als wir Externen Einblick in unser Archiv gewährt haben", sagt Steinig. "Damals hatte ich noch nicht alles digitalisiert. Ich fürchte, dass dieses Schreiben für immer verloren ist."

Die Beziehung des Vereins und der Verantwortlichen zu der alten Tribüne, die ein paar hundert Meter entfernt ist, ist inzwischen längst erkaltet. "Es würde extrem viel Geld kosten, diese wieder in Stand zu setzen", sagt Abteilungsleiter Schmitt. "Klar wäre es schön, wenn es die Möglichkeit geben würde, die Tribüne zu erhalten. Aber wir als kleiner Verein haben dazu ganz sicher nicht die Möglichkeiten. Wir investieren unser Geld lieber darin, den Kindern und Jugendlichen in unserem Verein eine Heimat zu geben und ihnen möglichst gute Bedingungen zu ermöglichen, damit sie ihrem Hobby nachgehen können."

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