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Bargeldlos |16.01.2019|11:00

DJK TuS Hordel: Deutscher Digital-Meister

Vorreiter in Sachen Digitalisierung im Amateurbereich: Jörg Versen und Lars Pistor (von links) von der DJK TuS Hordel.[Foto: Foto: DJK TuS Hordel]

Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. So heißt ein bekanntes deutsches Sprichwort. Die Digitalisierung in allen Teilen der Gesellschaft wird auch den Amateurfußball in den kommenden Jahren verändern. Der Bochumer Westfalenligist DJK TuS Hordel war in der abgelaufenen Hinrunde der erste unterklassige Verein bundesweit, der für seine Zuschauer das Mobile Ticketing eingeführt hat. Wir von FUSSBALL.DE haben genauer hingeschaut.

Mal nutzen 20 Zuschauer die App, mit deren Hilfe man online bezahlt und die Eintrittskarte auf dem Smartphone abspeichert, mal sind es sechs. Ein Verkaufsschlager ist das Digital Paying im Stadion an der Hordeler Heide bei seinen ersten drei Heimspielen gewiss noch nicht gewesen. Aber darum geht es Hordels Manager Jörg Versen auch gar nicht. „Wir haben das ja erst im Herbst gestartet. Und aller Anfang ist schwer“, erklärt er. „Uns ist klar, dass die Quote noch ausbaufähig ist. Und wir wollen die Zuschauer, die ihr Eintrittsgeld - mit einem kleinen Plausch verbunden - lieber bei unserem Kassierer an der Kasse entrichten wollen, auch weiterhin gar nicht davon abbringen. Aber wir sind auch davon überzeugt, dass das bereits in wenigen Jahren in unseren Amateurvereinen vollkommen anders aussehen wird.“

Die Vorteile des mobilen Ticketverkaufs liegen für Versen auf der Hand: Der Zuschauer und der Verein können auf Bargeld verzichten. Die Abrechnung wird einfacher. „Das ist wirtschaftlicher, transparenter und zeitgemäß“, nickt Versen. Je mehr die Menschen in anderen Bereichen des Lebens daran gewöhnt sein werden, desto wichtiger sei es, dass der Zuschauer diesen Komfort auch auf dem Sportplatz geboten bekommt.

Digitalisierung verändert die Vereinswelt

„Wir wollen den Charme der Tradition nicht verlieren, aber wir wollen uns den modernen Möglichkeiten auch nicht verschließen“

Bald sollen deshalb auch die Bratwurst und das Bier in Hordel bargeldlos beglichen werden können. „Als unsere Schweizer Partnerfirma sich unsere Gegebenheiten vor Ort angeguckt hatte, haben die sich sehr gewundert, dass man unsere Speisen und Getränke nur cash bezahlen konnte“, lacht Versen. Wie überall halt. Im Nachbarland sei man da weiter. Ihm selbst sei bis dahin auch gar nicht in den Sinn gekommen, dass es auch anders sein könnte. Jetzt ist er aber von der Idee begeistert. „Wir werden den Opa auf beiden Seiten des Bratwurststandes sicher nicht mehr davon überzeugen können, dass es auch Alternativen gibt, aber wir werden das zusätzlich anbieten“, erklärt Versen.

Die Digitalisierung werde die Vereinswelt früher oder später verändern. Davon ist man in Hordel überzeugt. Weil man zu den Vorreitern zähle, habe man einen Erfahrungsvorsprung, den man nutzen wolle. Startschwierigkeiten inbegriffen. „Wir wollen den Charme der Tradition nicht verlieren, aber wir wollen uns den modernen Möglichkeiten auch nicht verschließen und diese Chance für uns nutzen“, sagt Versen.

Gemeinsam mit der Deutsche Sportausweis GmbH (DSA), ein Ableger des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), hat die DJK TuS Hordel ein ganzes Maßnahmepaket geschnürt. So gibt es seit Saisonbeginn für die Stadionbesucher auch die Möglichkeit, eine kostenfreie WLAN-Verbindung zu nutzen. „Da kann man sich dann beispielsweise auf FUSSBALL.DE über die Zwischenstände der anderen Partien informieren, aber auch ein Paar neue Fußballschuhe bestellen oder seine Bankgeschäfte erledigen“, bestätigt Versen. Die Kapazität ist für bis zu 250 Nutzer gleichzeitig ausgelegt. Mehr Zuschauer kommen meist eh nicht. Nach einer halben Stunde wird die Verbindung automatisch getrennt und wieder freigegeben. Das Verbinden funktioniert ähnlich wie in Hotels über einen Einwahl-Bildschirm. Sponsoren können dort Anzeigen buchen.

Auch beim Digital Sponsoring die Nase vorn

Das dritte Tool ist das Digital Sponsoring. Hier können sich Sponsoren auf einer von der DSA entwickelten Plattform registrieren lassen und dem Fußballfan einen bestimmten Geldbetrag pro Umsatz oder Einkauf zur Verfügung stellen. Der Kunde bekommt anschließend einen Coupon mit einem QR-Code und benennt der Firma auf der App seinen Lieblingsverein, dem der Betrag zu Gute kommen soll. Auch beim digitalen Sponsoring hatte die DJK TuS Hordel die Nase vorn. Inzwischen machen bei diesem Pilotprojekt bereits weitere Bochumer Sportvereine und eine zweistellige Anzahl Bochumer Firmen mit.

„Auch in anderen Regionen Deutschlands und in der Rückrunde mit Alemannia Aachen in der Regionalliga West wird das schon getestet“, weiß Lars Pistor von der DSA. Der Vorteil: Ein Sponsor muss sich nicht mehr für einen Verein entscheiden, sondern kann seinen Kunden die Auswahl überlassen, wem das Geld zu Gute kommt. So spendet zum Beispiel ein Bochumer Autohaus 100 Euro für jeden verkauften Neuwagen. Und ein Restaurant schreibt für zehn Euro Verzehr einen Euro gut. „Und wenn dabei nur einige hundert Euro im Jahr zusätzlich herum kommen. Auch dieses Geld können wir sehr gut gebrauchen“, schwärmt Manager Versen. Das sei ein guter Ausgleich. Denn auch in der Spielvorbereitung habe die Digitalisierung längst Einzug gehalten. Mit Video-Analysen und dergleichen werde diese auch in den unteren Ligen immer komplexer, da wird jeder Euro benötigt.

„Wir haben gerade erst angefangen“, verspricht Lars Pistor. Er hat noch viele Ideen und arbeitet bei der Umsetzung mit Global Playern wie auch regionalen Spezialisten der IT-Branche zusammen. Pistor lebt selbst im Bochumer Stadtteil Hordel und möchte die DJK TuS Hordel zu einem europäischen Vorzeigeklub in Sachen Digitalisierung machen – ohne dabei den Verein zu überfordern. Alle Aktivitäten sollen deshalb weiterhin eng mit den Vereinsvertretern abgestimmt werden. Denn Hordel will auch als Trendsetter vor allem eins nicht: Sein Flair als familiär geführter Stadtteilverein und den Bezug zu seinen 600 Mitgliedern verlieren. „Wir bauen hier keine Luftschlösser und werden auch weiterhin jeden einzelnen mitnehmen“, verspricht Versen.

Aber spinnen wir doch mal weiter. Warum soll nicht zum Beispiel ausgerechnet im schmucken 3000-Zuschauer-Stadion an der Hordeler Heide, inmitten einer typischen Zechensiedlung des Ruhrgebietes liegend, bald schon eine hypermoderne Anzeigetafel in Form einer Videowall stehen? Die Menschen in Bochum haben das Ende der Steinkohle erlebt und befinden sich quasi seit 50 Jahren im dauernden Strukturwandel. Vielleicht ist es deshalb auch kein Zufall, dass man ausgerechnet dort für die moderne Technik so aufgeschlossen ist. Oder – wie man im Ruhrpott sagt – sich weniger „bange macht.“ Die Zeit wird zeigen, ob man damit in Hordel richtig liegt.

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