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Familienbande |13.03.2019|15:30

Drei Plechatys: Trainer, „Co“ und Spieler

Für Nico, Mario und Sandro Plechaty (v.l.n.r.) spielt Fußball eine große Rolle.[Foto: privat]

Der Vater gehört zu der ganz seltenen Spezies Fußballer, die genau nur einen Einsatz in der Bundesliga auf dem Konto haben. Ein Sohn ist von Dortmund über Bochum ausgerechnet nach Schalke gewechselt. Der andere Sohn muss zähneknirschend hinnehmen, wenn ihn sein Papa und sein Bruder mal wieder nur auf die Bank setzen. Bei den Plechatys ist in Sachen Fußball immer was los – die neueste Folge unserer Serie „Familienbande“.

Es ist der 13. April 1991, als für Mario Plechaty ein Traum wahr wird. BVB-Trainer Horst Köppel wechselt den 20-Jährigen im Heimspiel gegen den 1. FC Köln in der 80. Minute für Günter Breitzke ein. 45.000 Zuschauer im Westfalenstadion erleben das Bundesliga-Debüt des blonden Stürmers. Borussia Dortmund verliert die Partie mit 1:2 und für Mario Plechaty ist die Bundesliga-Karriere schon nach zehn Minuten im Oberhaus des Fußballs beendet.

„Das ging damals alles sehr schnell“, erinnert sich der heute 48-Jährige. „Ich kam vom Landesligisten Lüner SV zu den BVB-Amateuren und wurde plötzlich im Spiel gegen Köln ins kalte Wasser geschmissen. Ich war unbekümmert und bin den Verantwortlichen bei den Profis sicher besonders durch meine Schnelligkeit aufgefallen.“

Harte Lehre

„Komischerweise hatten meine Söhne nichts anderes als Fußball im Kopf"

Obwohl er immer davon geträumt hatte, in der Bundesliga zu spielen – gerade bei seinem Lieblingsverein Borussia Dortmund – ist der Stürmer nicht wirklich auf eine Profikarriere vorbereitet. Er absolviert eine Ausbildung als Industrieisolierer und befindet sich im dritten Lehrjahr, als der BVB ruft. „Ich wollte meine Lehre unbedingt beenden und konnte arbeitsbedingt gar nicht immer trainieren. Da haben sie mich schon bei den Amateuren schräg angeguckt. Und bei den Profis wurde ich als junger Spieler erst mal von einem der Platzhirsche weggegrätscht“, berichtet Mario Plechaty und führt aus: „Das waren ja noch ganz andere Zeiten im Fußball. Junge Spieler mussten sich hinter Stars wie Frank Mill oder Michael Rummenigge ganz hinten anstellen. Nach den zehn Minuten gegen Köln, die ich nie vergessen werde, saß ich dann noch zweimal auf der Bank, aber zu einem weiteren Einsatz in der Bundesliga kam es nicht mehr.“

Anfragen aus der 2. Liga lehnt er in der Hoffnung ab, beim BVB doch noch durchzustarten. Als das nicht klappt, wechselt er zu Wattenscheid 09 und spielt bis zum Ende seiner aktiven Karriere meist in der Regional- und Oberliga. Dann wird er Trainer und coacht, wie es im Fußball nun einmal öfter vorkommt, zunächst seine eigenen Kinder.

Vom BVB über Bochum nach Schalke

Sandro kommt 1997 zur Welt, Nico folgt zwei Jahre später. Kaum können die Jungs geradeaus laufen, meldet Papa Mario sie beim „kleinen BVB“ an, dem BV Brambauer. „Komischerweise hatten sie nichts anderes als Fußball im Kopf“, berichtet er feixend. „Da ist bei uns zu Hause einiges zu Bruch gegangen und auch die Nachbarn waren nicht immer davon begeistert, wie laut es bei uns war. Schön austoben konnten sich die Jungs zum Glück in unserer Soccerhalle, die meine Frau Jasmin und ich von 2004 bis 2017 in Lünen geführt haben.“

Sandro gilt als der etwas talentiertere Kicker und richtet seinen Fokus früh stark auf den Fußball. In der C-Jugend unternimmt er den Sprung zu Borussia Dortmund, spielt mit dem BVB in der U 17-Bundesliga, ehe er über den VfL Bochum den Weg ausgerechnet zu Schalke 04 findet. „Obwohl wir uns eher dem BVB verbunden fühlen, weil er und ich bei Borussia gespielt haben, hat das nie wirklich eine Rolle gespielt. Sandros Ziel war der Profifußball. Dafür war Schalke nach seiner Zeit in der BVB-Jugend und danach beim VfL Bochum eine sehr gute Adresse“, begründet Mario Plechaty den Wechsel seines älteren Sohnes von Schwarzgelb zu Königsblau.

Der Sprung zu den Profis bleibt für Sandro Plechaty aber auf Schalke nur ein Traum. Seit 2016 spielt er in der U 23 der Gelsenkirchener, aktuell „nur“ in der Oberliga. Ein Jahr will er noch bleiben, die Rückkehr des S04-Unterbaus immerhin in die Regionalliga ist so gut wie sicher. Um nicht nur etwas für den Körper, sondern auch für den Kopf zu tun, hat er ein Studium im Fach Wirtschaftspsychologie angetreten. Außerdem unternimmt er bereits erste Schritte auf dem Weg zu einer Trainerlaufbahn, und zwar bei seinem Vater Mario als Co-Trainer des Lüner SV. „Das funktioniert sehr gut. Sandro ist im Schnitt zweimal die Woche dabei, weil Schalkes U 23 vor- oder nachmittags trainiert und wir erst abends“, verrät Mario Plechaty. Einer der Spieler im Kader des Westfalenligisten heißt: Nico Plechaty.

Keine Vorwürfe vom Sohnemann

„Das ist für uns beide keine einfache Situation“, gibt Mario Plechaty zu. „Nico ist gerade aus der eigenen Jugend gekommen und muss sich in seinem ersten Seniorenjahr noch an den Herrenfußball gewöhnen.“ Eine Einsatzgarantie gibt es für den „Sechser“ nicht, im Gegenteil: „Anfangs hatte Nico richtig Probleme, wenn er nicht aufgestellt wurde, aber wir haben von vorn herein darauf geachtet, Fußball und Privates voneinander zu trennen. Deshalb habe ich zu Hause auch nicht ständig Vorwürfe von ihm gehört. Früher, als ich Sandro und ihn bei den Minikickern trainiert habe, war es dennoch ein bisschen einfacher“, bemerkt Mario Plechaty lachend.

Der Konflikt, den eigenen Sohn einem anderen Spieler vorzuziehen, wird sich allerdings spätestens nach Ablauf der Saison erübrigt haben. Nico Plechaty wird sich dem SV Herbern anschließen und Vater Mario hat bereits als Trainer beim FC Iserlohn unterschrieben. Ins Sauerland wechselt er allerdings nicht allein – Sohn Sandro geht als „Co“ natürlich mit.

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