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Vereinsgründer |15.09.2017|09:30

Ein Leben lang Hüttenjungs - auch ohne Hütte

Haben die Hüttenjungs Koblenz gegründet und peilen nun den ersten Aufstieg der Vereinsgeschichte an: Heinz-Peter Christmann (links) und Klaus Baumgarten. [Foto: Smandzich]

Heinz-Peter Christmann und Klaus Baumgarten ergänzen sich bestens. „Mich kann niemand aus der Ruhe bringen“, sagt Baumgarten und wendet sich seinem Nebenmann zu: „Bei dir sieht das ein bisschen anders aus. Wenn es mal nicht so wie gewünscht läuft, platzt dir gerne auch schon mal die Hutschnur. Aber ich hole dich dann immer ganz schnell wieder runter.“ Christmann und Baumgarten müssen herzhaft lachen. Die beiden sind ein eingespieltes Duo. Gemeinsam riefen sie 1984 die FF Hüttenjungs Koblenz ins Leben. Seither lässt sie der Klub nicht mehr los. Christmann und Baumgarten sind unsere FUSSBALL.DE-Kultfiguren der Woche.

Mehr als drei Jahrzehnte ununterbrochen an der Vereinsspitze – der Vorsitzende Heinz-Peter Christmann und sein Stellvertreter Klaus Baumgarten können es selbst kaum glauben. „Am Anfang habe ich gedacht: Hoffentlich geht das mal drei, vier Jahre gut“, sagt Christmann, den eine echte Männerfreundschaft mit Baumgarten verbindet: „Wir stimmen uns immer ab, keine Entscheidung wird im Alleingang getroffen. Es herrscht ein blindes Verständnis.“ Baumgarten nickt zustimmend: „Auf den anderen ist immer Verlass. Schwierigkeiten gab es zwischen uns noch nie. Heinz-Peter ist mehr so der emotionale Typ, ich bin dagegen eher der ruhige Part. Das passt einfach.“

"Wir hatten unsere Hütte als gemeinsamen Treffpunkt und eben unsere Jungs. So kam dann eines zum anderen"

An die Anfänge der Fußballfreunde Hüttenjungs erinnern sich die beiden noch gut zurück. Ihre damalige Motorrad-Clique erhielt eines Tages eine Einladung zu einem Hobby-Fußballturnier. Lange überlegen mussten Christmann und Baumgarten nicht. „Wir haben sofort zugesagt und uns angemeldet“, erzählt das Vorstand-Duo. Einigkeit herrschte auch beim Mannschaftsnamen, der schnell gefunden war: „Wir hatten unsere Hütte als gemeinsamen Treffpunkt und eben unsere Jungs. So kam dann eines zum anderen“, grinst Baumgarten.

Die FF Hüttenjungs waren geboren. Kaum gegründet, hatte die Hobbyelf schon bald Blut geleckt und nahm in den Folgejahren an immer mehr Freizeit-Turnieren teil. „Im Kreis waren wir bekannt und gefürchtet, wir hatten eine richtig gute Mannschaft beisammen. Wenn es gegen unsere Hüttenjungs ging, waren die Gegner jedes Mal hochmotiviert“, schwelgt Christmann in Erinnerungen. Bis zu 35 Partien bestritten die Hüttenjungs pro Jahr. Etlichen Turniereinladungen mussten die Fußballfreunde aus zeitlichen Gründen bereits weit im Voraus eine Absage erteilen. „Wir hätten eigentlich schon damals problemlos an einem offiziellen Spielbetrieb teilnehmen können“, so Baumgarten rückblickend. „Aber das wollten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Wir haben uns schließlich als reine Hobby-Mannschaft gesehen.“

Erst 2013 entschlossen sich die FF Hüttenjungs, den nächsten Schritt zu gehen und meldeten sich für die D-Klasse an – jedoch nicht, ohne zuvor die Mitglieder zu befragen. „Wir wollten diese Entscheidung nicht alleine treffen. Die Gemeinschaft sollte entscheiden und nicht wir. Ein solcher Schritt ist immerhin auch mit viel Arbeit verbunden“, weiß Baumgarten.

Der Vorschlag stieß unter den Mitgliedern auf breite Zustimmung, denn auch ihnen war nicht entgangen, dass die Zahl der Freundschaftsspiele in den Jahren zuvor rapide gesunken war. „Es gab kaum mehr Freizeitmannschaften. Unser Spielausmacher wusste gar nicht mehr, wen er noch anrufen soll“, erinnert sich Baumgarten. „Zwei Jahre lang haben wir deshalb auch kein einziges Spiel bestritten. So konnte es natürlich mit den Hüttenjungs nicht weitergehen.“

Nach dem Segen der Mitglieder ging es für Heinz-Peter Christmann und Klaus Baumgarten schnell ins Eingemachte. Mehr Geld, das benötigt wurde. Sponsoren, die gesucht werden mussten. Und ein Vereinsleben, das sich von jetzt auf gleich komplett veränderte. „Hinter einem solchen Beschluss steckt eine große Verantwortung. Für uns war das damals ein Riesenschritt“, erzählt Christmann.

Der Sprung ins kalte Wasser verlief holprig, gerade zu Beginn mussten die FF Hüttenjungs einige Hürden meistern. So hätte der Vereinsname dem Ganzen fast noch einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Ich habe beim Kreisvorsitzenden angerufen, der von unserem Namen wenig begeistert war. Für uns aber stand fest: Entweder gehen wir als FF Hüttenjungs an den Start oder gar nicht“, so Christmann. „Es gibt deutschlandweit die kuriosesten Namen, daran sollte es doch nun wirklich nicht scheitern.“ Nach zähem Ringen konnten Christmann und Co. schließlich aufatmen. Der alte Name blieb bestehen, auch wenn es die Originalhütte von damals inzwischen längst nicht mehr gibt. Das Grundstück ist mittlerweile bebaut.

Doch kaum war das eine Problem gelöst, wartete bereits das nächste. Streitpunkt war dieses Mal der Sportplatz, den sich die Hüttenjungs mit den benachbarten Sportfreunden Goldgrube teilten. „Wir wurden von denen als Konkurrenz wahrgenommen“, verrät Heinz-Peter Christmann und plaudert aus dem Nähkästchen: „Plötzlich haben die Sportfreunde fünfmal in der Woche Training angesetzt. Natürlich nur, damit wir nicht auf den Platz konnten. Das große Spielfeld einfach in zwei Hälften aufzuteilen, war auch nicht möglich. Goldgrube brauchte ja unbedingt den ganzen Platz, um Weitschüsse zu trainieren. Lauter solcher Sachen halt. Uns wurden nur Steine in den Weg gelegt“, berichtet Christmann.

Heute kann der 59-Jährige über Geschichten wie diese schmunzeln. „Aber damals hat uns das einige Nerven gekostet“, so der Vereinsvorsitzende. Doch trotz aller Schwierigkeiten, die es über die Jahrzehnte zu bewältigen gab, habe er nie ans Aufhören gedacht, wie Christmann beteuert: „Natürlich haben Klaus und ich oft zusammengesessen und uns gefragt, in was wir da eigentlich reingerutscht sind. Aber im Endeffekt macht es ja auch großen Spaß, sonst wären wir nicht schon so lange dabei.“

Für die Zukunft sind beide zuversichtlich. Im fünften Jahr in der Kreisliga D wird der erste Aufstieg der Vereinsgeschichte angepeilt. Christmann: „Im Training ist richtig Zug drin. Wir sind ein eingeschworener Haufen, alle ziehen voll durch. Es ist das erste Mal überhaupt, dass ich mir keinen großen Kopf mache. Ich bin sehr optimistisch.“

Und falls es wider Erwarten doch nicht rund laufen sollte und Heinz-Peter Christmann deshalb mal wieder die Hutschnur platzt: Klaus Baumgarten ist ja zum Glück immer an seiner Seite. „Ich werde schon dafür sorgen, dass die Emotionen nicht zu hoch kochen“, versichert der 56-Jährige mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

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