Hilfe-Center

Hilfe-Center

Regionalliga

Regionalligen

Verbände

Verbände

Wenn Du dich bei unserer Community einloggst, kannst du Vereine und Mannschaften als Favoriten speichern und direkt von hier aus schnell und einfach erreichen.

Matchkalender

Begegnungen in deiner Nähe

{{typeaheadInput.text}}

* Pflichtfelder

Amateurstatistiken

TuS Rüssingen |05.04.2016|16:54

Einmalig! Mario Basler als Landesliga-Torwart

Ein Promi im Tor des Landesligaklubs TuS Rüssingen: Plötzlich stand der 47-jährige Mario Basler zwischen den Pfosten. [Foto: Waidner / Collage: FUSSBALL.DE]

Die Zuschauer beim Landesliga-Spiel in Rheinland-Pfalz zwischen der SG Hüffelsheim und der TuS Rüssingen (2:1) trauten ihren Augen kaum. Niemand anderes als Ex-Nationalspieler Mario Basler hütete das Tor der Gäste in der 7. Liga. Der 47-Jährige, während seiner aktiven Laufbahn als torgefährlicher Mittelfeldspieler unter anderem für Hertha BSC, Rot-Weiss Essen, den SV Werder Bremen, den 1. FC Kaiserslautern und den FC Bayern München am Ball, hatte seine Karriere vor einigen Jahren in Rüssingen ausklingen lassen. Nun feierte „Super-Mario“, der 262 Bundesliga-Spiele auf dem Buckel hat, ein überraschendes Comeback.

Im aktuellen FUSSBALL.DE -Interview spricht Mario Basler mit dem Journalisten Thomas Ziehn über seinen Ausflug ins Tor, eine mögliche Wiederholung und die Wetten der eigenen Mitspieler auf eine hohe Niederlage.

"Die Knochen tun auch jetzt noch, einige Tage danach, weh. Runter, aufstehen, wieder runter"

FUSSBALL.DE: Wie haben Sie Ihren Ausflug zwischen die Pfosten überstanden, Herr Basler?

Mario Basler: Die Knochen tun auch jetzt noch, einige Tage danach, weh. Runter, aufstehen, wieder runter. Das geht schon an die Substanz - zumal ich es nicht gewohnt bin.

FUSSBALL.DE: Wie kam es zu Ihrem überraschenden Comeback?

Basler: Mit TuS-Trainer Ako Yalcin bin ich seit Jahren befreundet. Am vergangenen Wochenende war ich zufällig in der Pfalz, weil mein Sohn Geburtstag hatte. Ein Torhüter war gesperrt, einer aus familiären Gründen verhindert und die zweite Mannschaft hatte schon gespielt. Als Ako mich gefragt hat, ob ich einspringen könne, habe ich gesagt, dass ich jede Position spielen kann. Der Verein hat Handschuhe und Klamotten besorgt und dann stand ich im Tor.

FUSSBALL.DE: Hand aufs Herz: Waren die Gegentreffer haltbar?

Basler: Beide waren unhaltbar. Das erste Tor fiel durch einen verdeckten Distanzschuss aus 16 Metern, der knapp neben dem Pfosten einschlug. Beim zweiten Treffer liefen bei einem Konter zwei Gegenspieler auf mich zu. Auch da war nichts zu machen.

FUSSBALL.DE: Hatten Sie vorher schon Erfahrungen als Torwart?

Basler: Als Kind stand ich einige Male zwischen den Pfosten. Im Training habe ich mir später aus Jux auch ab und zu die Handschuhe angezogen. In einem offiziellen Spiel war es aber meine Premiere.

FUSSBALL.DE: War das nicht merkwürdig?

Basler: In dem Moment, als der erste Schuss auf mein Tor kam, definitiv. Zum Glück war er harmlos. Danach wurde ich sicherer. Trotz der Niederlage hat es großen Spaß gemacht.

FUSSBALL.DE: Wie waren die Reaktionen Ihrer Mit- und Gegenspieler?

Basler: Die eigene Mannschaft hat mit mir gewettet, dass ich nicht unter fünf Gegentreffern vom Platz gehe. Die musste ich leider enttäuschen. Die Kiste Bier mussten andere zahlen. Der Gegner hatte sich wohl schon gefreut, dass es gegen mich besonders einfach würde. Auch denen habe ich es gezeigt.

FUSSBALL.DE: Haben Sie jetzt Blut geleckt? Oder bleibt es eine einmalige Sache?

Basler: Ich denke, dass so etwas nicht noch einmal passieren wird.

FUSSBALL.DE: Und im Feld? Kribbelt es nicht manchmal?

Basler (lacht): Wenn ich über 90 Minuten im Feld gespielt hätte, könnte ich mich jetzt sicher nicht mehr bewegen.

FUSSBALL.DE: Zuletzt waren Sie Sportlicher Leiter beim Nordost-Oberligisten 1. FC Lokomotive Leipzig tätig. Was für ein Job würde Sie nun reizen?

Basler: Ich bin für alles offen. Gerne würde ich wieder als Trainer arbeiten. Doch auch der Job als Sportdirektor hat seinen Reiz.

FUSSBALL.DE: Ist das Ausland eine Option?

Basler: Ich habe jedenfalls keine Verpflichtungen, da meine Kinder groß genug sind. Fakt ist, dass bei einem Angebot vieles passen muss. Ich vertraue da meinem Berater.

FUSSBALL.DE: Sie hatten vor einigen Monaten mit Ihrer Lebensgefährtin Doris Büld bei "Stepping Out", einer Tanzshow von RTL, mitgemacht. Wird man Sie in einem ähnlichen Format noch einmal sehen?

Basler: Auch das ist vorstellbar, wobei es nicht unbedingt etwas mit Tanzen sein muss. Am 16. April bin ich bei der Völkerball-Meisterschaft im westfälischen Halle - unter anderem ist dann auch Thorsten Legat dabei. Das wird ein Spaß.

Anzeige