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Frauenfußball |18.09.2016|17:35

Elferheldin Sarholz: Mit 24 in der Landesliga

Ihr größter Fußballabend: Die damals 17-jährige Anna Sarholz wird am 20. Mai 2010 im Elfmeterschießen des Champions-League-Endspiels gegen Olymnpique Lyon zur Heldin auf Seiten von Turbine Potsdam. [Foto: Imago (3) / Collage: FUSSBALL.DE]

Im ersten Champions-League-Finale in der Geschichte des Frauenfußballs im Sommer 2010 war sie der Star des Abends: Mit gerade einmal 17 Jahren hielt die damalige Potsdamerin Anna Felicitas Sarholz im erfolgreichen Elfmeterschießen gegen Olympique Lyon zwei Elfmeter und traf dann noch selbst. Heute steht die 24-Jährige für den SV Babelsberg 03 in der Landesliga im Tor. Und nicht nur das: Sie ist Spielführerin und Elfmeterschützin.

Im Interview mit FUSSBALL.DE spricht die gebürtige Kölnerin über das Finale 2010 und ihre neue Rolle als Nachwuchstrainerin.

FUSSBALL.DE: Spätestens nach dem Champions-League-Finale 2010 war Ihr Name in aller Munde. Was war das damals für ein Gefühl?

Anna Felicitas Sarholz: Oh Gott, das ist schon so lange her. (lacht) Es war nicht ganz einfach für mich. Natürlich haben wir uns alle sehr über den Sieg gefreut. Dass wir das Finale im ersten Champions-League-Jahr der Frauen ( vorher wurde das Turnier unter dem Namen UEFA Women’s Cup durchgeführt , Anm. d. Red.) so spektakulär gewinnen konnten, war schon ein tolles Gefühl. Mit dem medialen Interesse war ich damals ehrlich gesagt ziemlich überfordert. Ich war gerade einmal 17 Jahre alt und hatte vorher nur gelegentlich Interviews gegeben. Von heute auf morgen wurde ich von so vielen Leuten erkannt und angesprochen. Das war manchmal etwas viel für mich, aber natürlich habe ich mich auch sehr geehrt gefühlt.

"Mit dem medialen Interesse war ich damals ehrlich gesagt ziemlich überfordert. Ich war gerade einmal 17 Jahre alt und hatte vorher nur gelegentlich Interviews gegeben"

Danach wurde es etwas ruhiger um Sie.

Sarholz: Ich hatte ziemlich viel Pech mit Verletzungen. Im Champions-League-Finale 2011 habe ich mir den Mittelfuß gebrochen, kurz vor der darauffolgenden Saison hatte ich dann auch noch einen schweren Fahrradunfall. Dadurch musste ich fast ein Jahr lang auf den Fußball verzichten. Man fragt sich in dieser Zeit oft 'Wieso, weshalb, warum?'. Aber letztendlich habe ich in diesem schwierigen Jahr viel Lebenserfahrung sammeln können.

Seit 2015 spielen Sie in der Wie kam es zu dem Wechsel vom 1. FFC Turbine Potsdam zum SV Babelsberg 03?

Sarholz: Turbine Potsdam hatte mir nach einigem Hin und Her am Ende der Saison 2014/2015 mitgeteilt, dass mein Vertrag nicht verlängert werden würde. Ich hatte zehn tolle Jahre in Potsdam, aber nicht zuletzt der Spagat zwischen Schule und Sport sowie die Verletzungen haben sehr viel Kraft gekostet. Mit Potsdam verbindet mich viel und ich wollte hier bleiben und das Projekt Frauenfußball in Babelsberg hat mich von Anfang an interessiert.

Könnten Sie sich vorstellen eines Tages wieder in der Allianz Frauen-Bundesliga zu spielen?

Sarholz: Da ich hoffentlich noch einige Jahre Fußball vor mir habe, würde ich niemals nie sagen. Aber im Moment habe ich einen laufenden Vertrag in Babelsberg, den ich auf jeden Fall erfüllen werde.

Was machen Sie, wenn Sie nicht gerade auf dem Platz stehen?

Sarholz: Dann stehe ich an der Seitenlinie. (lacht) Ich bin unter anderem nach Babelsberg gekommen, um dort die Frauenabteilung mit aufzubauen. Im letzten Jahr habe ich zwei Nachwuchsmannschaften übernommen. Viel Zeit für andere Hobbys bleibt da kaum noch.

Was gefällt Ihnen besonders gut am Trainerjob?

Sarholz: Es macht unglaublich viel Spaß zu sehen, mit wie viel Freude und Begeisterung die Kinder neue Sachen lernen. Zu sehen wie sich der Nachwuchs entwickelt und von Training zu Training steigert, ist echt schön.

Welche Tipps geben Sie den Nachwuchsspielerinnen auf den Weg, die davon träumen eines Tages in der Bundesliga zu spielen?

Sarholz: Zum einen darf man nie vergessen, dass eine Menge Training dahinter steckt und man das Ziel nicht aus den Augen verlieren sollte. Aber in erster Linie sollte man auf sein Herz hören und wirklich nur das tun, was einem Spaß macht. Wenn man sich selber zu sehr unter Druck setzt, verliert man schnell die Lust am Sport.

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