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Trainer-Fuchs |16.01.2019|13:30

Erkenbrecher: „Vorfreude ist immer noch groß"

„Wenn nicht mehr viel geht, muss „Erke“ halt noch einmal ran“: Uwe Erkenbrecher ist neuer Trainer von Lupo Martini Wolfsburg.[Foto: imago/Christian Schroedter]

Seit weit mehr als 30 Jahren ist Uwe Erkenbrecher im Trainergeschäft tätig. Rund 20 Vereine in Deutschland, im Iran, in Indonesien und in Estland hat der 64 Jahre alte Fußball-Lehrer aus Delmenhorst (Niedersachsen) bereits betreut. Dazu zählen unter anderem Rot-Weiss Essen, der VfB Lübeck und der VfL Wolfsburg. Auch jetzt arbeitet der ehemalige deutsche Juniorennationalspieler und Bundesligaprofi wieder in der Autostadt - allerdings nicht für den VfL, sondern für den benachbarten Aufsteiger USI Lupo Martini Wolfsburg in der Regionalliga Nord. „Erke“ soll den von italienischen Einwanderern gegründeten Klub, der nach der ersten Saisonhälfte Tabellenvorletzter ist, mit seiner langjährigen Trainererfahrung noch zum Klassenverbleib führen.

Im  FUSSBALL.DE -Interview spricht Uwe Erkenbrecher über die prekäre Ausgangslage vor Beginn der zweiten Saisonhälfte, Umstrukturierungen im Kader, seine Zukunft als Trainer und seine ebenso fußballbegeisterten Söhne.

FUSSBALL.DE: Nachdem Sie zuletzt drei Monate als Sportlicher Leiter des Landesligisten TSC Vahdet Braunschweig in der 6. Liga gearbeitet hatten, sind Sie jetzt neuer Trainer von USI Lupo Martini Wolfsburg. Wie kam es zum Engagement beim abstiegsbedrohten Liganeuling in der Nord-Staffel, Herr Erkenbrecher?

Uwe Erkenbrecher: Ich hatte gute Gespräche mit den Vereinsverantwortlichen, die mit mir als Trainer die sportliche Wende schaffen möchten. Wir haben uns erst einmal auf eine Zusammenarbeit bis zum Saisonende geeinigt. Der Wechsel vom TSC Vahdet Braunschweig nach Wolfsburg war absolut unproblematisch, weil ich dort ohne Vertrag gearbeitet habe. Es war abgesprochen, dass ich erst einmal bis Dezember bleibe und gehen kann, wenn ich im Trainerbereich ein interessantes Angebot erhalten sollte.

"Wir werden alles in die Waagschale werfen, um das Unmögliche möglich zu machen"

Ihre neue Mannschaft ist Tabellenvorletzter, nach 22 Spieltagen stehen gerade einmal 14 Punkte zu Buche. Wie bewerten Sie die Chancen auf eine erfolgreiche Aufholjagd?

Erkenbrecher: Dass es sehr schwierig wird, ist uns im Verein allen bewusst. Aber noch sind zwölf Begegnungen zu absolvieren und wir werden alles in die Waagschale werfen, um das Unmögliche möglich zu machen und den Klassenverbleib zu realisieren. Ob es am Ende reicht, wird vermutlich auch davon abhängen, welche Vereine aus der 3. Liga absteigen und ob der Nord-Meister aufsteigt. Aber das können wir nicht beeinflussen. Deshalb konzentrieren wir uns nur auf unsere eigenen Leistungen. Wir wollen so viele Punkte wie möglich holen und dann schauen, was am Ende dabei herauskommt.

Sie krempeln das Team gerade gehörig um. Es gab bereits jeweils vier Zu- und Abgänge. Sind die Transferplanungen abgeschlossen oder wird in den nächsten Tagen noch mehr passieren?

Erkenbrecher: Die Kaderplanung ist definitiv noch nicht abgeschlossen. Wir wollen noch drei bis vier Spieler verpflichten, die uns verstärken. Vor allem in der Defensive und im zentralen Mittelfeld haben wir noch Bedarf. Wichtig ist aber, dass wir bei der Suche nach neuen Spielern Geduld aufbringen. Noch sind mehr als zwei Wochen Zeit, um die richtigen Spieler zu uns zu lotsen.

Sie gelten im Trainergeschäft als „alter Hase“. Schon seit den 1980er-Jahren coachen Sie. Birgt das Vorteile gegenüber zahlreichen Trainernovizen?

Erkenbrecher: Meiner Meinung nach ist es weder ein Vor- noch ein Nachteil, wenn man schon so lange im Trainergeschäft tätig ist. Es kommt nicht darauf an, wie erfahren man ist und welche Trainerausbildung man genossen hat. Auch bei top-ausgebildeten Coaches mit langjähriger Erfahrung ist nicht immer alles Gold, was glänzt. Das Gleiche gilt aber auch für Trainertalente, die früh im Profibereich arbeiten dürfen. Wer jung ist und ein Profiteam trainiert, ist nicht automatisch gut. Am Ende des Tages zählt, wie man mit der Mannschaft arbeitet, sich den Gegebenheiten im schnelllebigen Fußballbereich anpasst und was auf dem Fußballplatz passiert. Der Erfolg gibt einem dann Recht, das Alter des Trainers spielt dabei keine Rolle.

Klubs wie den VfL Wolfsburg, Rot-Weiss Essen, aber auch Vereine aus Estland oder Indonesien haben Sie schon trainiert. Wo hatten Sie rückblickend Ihre schönste Zeit?

Erkenbrecher: Um ehrlich zu sein, möchte ich mich da gar nicht festlegen. Ich hatte viele spannende und erfolgreiche Amtszeiten und bin viel herumgekommen. Die Zeit im Ausland, in der ich andere Kulturen kennenlernen durfte, war sehr interessant. Unter anderem der Aufstieg mit dem VfL Wolfsburg in die 2. Bundesliga im Jahr 1992 und der Klassenverbleib mit dem SC Paderborn 07 in der Regionalligasaison 2001/2002 waren Momente, die ich nie vergessen werde. Aber auch die Zeit beim MTV Gifhorn in den zurückliegenden drei Jahren war fantastisch. Dass wir den Verein in die Oberliga zurückgeführt und dort etabliert haben, ist nicht selbstverständlich.

Ist die Arbeit als Trainer für Sie mittlerweile Routine oder ist es immer wieder eine Herausforderung, bei einem neuen Verein anzuheuern?

Erkenbrecher: Es ist immer noch spannend, ein neues Team zu übernehmen. Herausfordernd ist es auch, weil die sportlichen Ziele sowie die finanziellen und infrastrukturellen Bedingungen immer andere sind. Aber klar: In einigen Dingen bin ich routinierter als früher. Ich bin gelassener, komme mit Drucksituationen besser zurecht und werde nicht gleich nervös, wenn etwas nicht auf Anhieb funktioniert. Die Vorfreude auf einen neuen Trainerjob ist allerdings immer noch so groß wie vor 30 Jahren. Wenn das nicht so wäre, sollte ich auch besser aufhören.

Sie sind jetzt 64 Jahre alt. Wie lange wollen Sie noch im Trainergeschäft tätig sein?

Erkenbrecher: Bleibe ich weiterhin gesund, kann ich mir auf jeden Fall vorstellen, noch ein paar Jahre Trainer zu sein. Dieser Job ist meine große Leidenschaft. Ich habe schon häufiger mal versucht, mich vom Trainerberuf abzuwenden, habe dann in anderen Bereichen wie dem Marketing oder der Sportlichen Leitung gearbeitet. Aber irgendwie ist mir der Absprung aus dem Trainerbereich nie wirklich gelungen. Es läuft immer wieder darauf hinaus, erneut als Trainer tätig zu sein. Das liegt auch daran, dass sich einige Vereine scheinbar denken: Wenn nicht mehr viel geht, muss „Erke“ halt noch einmal ran. (lacht)

Auch Ihre Söhne Yannick, der Sportreporter beim Pay-TV-Sender Sky ist, und Steffen (zuletzt Trainer des Bezirksligisten SV Grün-Weiß Calberlah) sind fußballverrückt. Die beiden hatten mit Ihnen als Vater gar keine andere Wahl, oder?

Erkenbrecher: Wir sind nun einmal eine Familie, in der sich fast alles um Sport dreht. Neben dem Fußball ist auch Tennis bei uns sehr präsent, weil meine beiden Söhne früher selbst gespielt haben und auch meine Frau mit dem Sport viel zu tun hat. Es gibt sicher viele Bereiche, in denen wir uns besser auskennen könnten. Der Sport gehört aber nicht dazu. (lacht)

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