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Familienbande|23.08.2017|15:00

Fahrian: Enkel von WM-Torwart in der Oberliga

Enges Verhältnis: Fabio Fahrian (ganz links) und sein bekannter Opa Wolfgang, der zehnmal im Tor der deutschen Nationalmannschaft stand, unter anderem bei der Weltmeisterschaft 1962 in Chile. [Foto: Buschmann / Imago]

Wolfgang Fahrian war bei einer WM die Nummer eins im Tor der deutschen Nationalmannschaft. Sein Enkel Fabio spielt heute in der Oberliga. Wer ist denn das? , fragen ihn schon mal seine Mitspieler, wenn ihn ä ltere Zuschauer auf den ber ü hmten Opa ansprechen. Neue Folge unserer Serie Familienbande.

Acht Jahre nach dem „Wunder von Bern“ ist für Deutschland bei der WM 1962 in Chile schon im Viertelfinale Schluss. Nach einer 0:1-Niederlage gegen Jugoslawien muss das Team von Bundestrainer Sepp Herberger die Heimreise antreten, nachdem sie die Vorrundengruppe B noch mit sieben Punkten vor Gastgeber Chile auf dem ersten Platz abgeschlossen hatte. Die geringste Schuld am Aus trägt der deutsche Torhüter, er muss in vier Partien nur einen Gegentreffer hinnehmen: Es ist Wolfgang Fahrian von der TSG Ulm 1846. Noch heute erzählt man sich von dem Klassekeeper, vor allem im Raum Köln und Düsseldorf, wo auch Fahrians Enkel Fabio lebt und Fußball spielt.

"Ich habe im Internet lesen müssen, dass der Verein nicht mehr mit mir plant"

„Wer ist denn das?“, wird Fabio Fahrian dann schon mal seinen Mitspieler gefragt, wenn ihn ältere Zuschauer auf den berühmten Opa ansprechen. „Es ist eben schon sehr lange her, dass er ein bekannter Fußballer und Nationalspieler war“, sagt Fabio Fahrian. Der 24-Jährige ist seit diesem Sommer für den Oberligisten TuRU Düsseldorf am Ball. Die Erfolge seines Großvaters liegen mehr als ein halbes Jahrhundert zurück. Klar, dass die heutige Spielergeneration den Namen Fahrian nicht mehr auf dem Schirm hat.

Wolfgang Fahrian wird am 31. Mai 1941 in Klingenstein bei Tübingen geboren, mit elf Jahren wechselt er vom dortigen TuS zur TSG Ulm 1846. „Die Spatzen“ gehören zu der Zeit der höchsten deutschen Spielklasse an, der Oberliga Süd. Fahrian wird schon mit 20 Jahren in die deutsche U 23 berufen und fliegt mit 21 zur WM nach Chile.

Seine Länderspielkarriere ist zwar 1964 nach zehn Einsätzen für Deutschland beendet, in der Bundesliga macht er sich dennoch einen Namen. Er wechselt aus Ulm nach Berlin zur Hertha, weitere Stationen sind 1860 München, Fortuna Düsseldorf und Fortuna Köln. Nach seiner aktiven Karriere baut der gelernte Heizungsmonteur eine Spielervermittlungsagentur auf. Bis vor wenigen Jahren war er noch für Rogon Sportmanagement in der Außenstelle Köln tätig. „Wir haben ein enges Verhältnis zueinander und sehen uns fast täglich, da wir in Köln nicht weit voneinder entfernt wohnen“, sagt Enkel Fabio.

Erste Schritte im „Farmteam“ des AC Parma

Fabio selbst hat ebenfalls eine interessante Vita als Fußballer hinter sich. In der Domstadt geboren, verlebt er seine Kindheit fast 1.500 Kilometer weiter südlich. „Mein erster Verein war in Italien“, sagt Fabio Fahrian. Seine Mutter Andrea, eine von drei Töchtern Wolfgang Fahrians, ist mit einem Italiener verheiratet. Kurz nach der Geburt in Köln zieht die junge Familie nach Ischia. Fabio kickt auf der Urlaubsinsel im Golf von Neapel für ein „Farmteam“ des AC Parma. Keine schlechte Gegend und ein großer Klub, aber mit zehn Jahren geht es zurück nach Deutschland – seine Eltern haben sich getrennt.

Fabio Fahrian schließt sich in Köln zunächst dem TuS Höhenhaus an, ehe er für eineinhalb Jahre für Bayer Leverkusen und dann von der U16 bis zur U 23 für Fortuna Düsseldorf spielt. Nach zuletzt drei Jahren beim Regionalliga-Aufsteiger KFC Uerdingen ist er nun bei TuRU Düsseldorf gelandet. „Leider war mein Abschied vom KFC nicht besonders schön. Ich habe im Internet lesen müssen, dass der Verein nicht mehr mit mir plant“, sagt Fabio Fahrian und betont: „Ich kann damit leben, wenn mir ein Verantwortlicher sagt, dass ich mir besser einen anderen Verein suchen soll, aber so wie es in Uerdingen gelaufen ist, war es nicht in Ordnung.“

Sein Neuanfang in Düsseldorf-Bilk ist geglückt. Nach drei Partien mit sieben Punkten mischt TuRU an der Tabellenspitze der Oberliga Niederrhein mit. „Ich fühle mich hier wohl, die Mannschaft hat mich sehr gut aufgenommen und der Saisonstart kann sich sehen lassen“, bestätigt Fabio Fahrian, schränkt aber ein: „Es wäre vermessen zu sagen, dass wir bis zum Saisonende ganz oben mitspielen können. Da gibt es andere Mannschaften mit höheren Ambitionen.“

Auch der Onkel war Profi

Trainer Dennis Brinkmann ist jedenfalls froh darüber, dass er einen Spieler wie ihn in seinen Reihen hat. „Fabio ist ein technisch und kämpferisch starker Spieler, ruhig am Ball und wichtig für uns in der Spieleröffnung“, sagt der frühere Jugendspieler von Borussia Dortmund. Mit insgesamt 100 Zweitliga-Einsätzen für Alemannia Aachen und Eintracht Braunschweig und sogar sechs Spielen in der Europa League weiß der gebürtige Essener selbst, wie der Ball zu rollen hat. „Übers Sportliche hinaus ist Fabio ein sehr netter Junge, der sich nichts darauf einbildet, dass er mal höher gespielt hat und einen bekannten Namen trägt“, meint Brinkmann.

Ob es für Fabio Fahrian noch einmal zurück in die Regionalliga oder sogar höher hinaus geht, will er auf sich zukommen lassen. Bei der TuRU hat er für zwei Jahre bis 2019 unterschrieben. Zunächst ist für den 24-Jährigen aber etwas anderes wichtig: „Am 1. September beginne ich in Düsseldorf eine Ausbildung zum Sportfachmann, das hat jetzt Priorität.“

Möglichkeiten, ins Profigeschäft zu schnuppern, hat er genug – nicht nur durch seinen Opa Wolfgang, sondern auch über seinen Onkel: Der heißt Oliver Westerbeek, war früher in der Bundesliga und der 2. Liga unter anderem für den FC Homburg , den VfL Bochum, den MSV Duisburg und den Karlsruher SC am Ball und ist mit der Schwester seiner Mutter verheiratet.

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