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Serie "Familienbande" |08.04.2015|10:00

Florian Rudy: Großer Bruder sucht neue Heimat

Im Camp der vereinslosen Fußballer überzeugte Florian Rudy (rechts) im Sommer. Dennoch hat er noch keinen neuen Klub. [Foto: imago]

Drei Rudys im Maracanã. Gemeinsam mit Vater Claude und Bruder Felix feierte Florian Rudy am 13. Juli des vergangenen Sommers den WM-Triumph der deutschen Nationalmannschaft in Rio de Janeiro. Obwohl sein jüngerer Bruder Sebastian - der Bundesliga-Profi aus Hoffenheim hatte im Mai gegen Polen sein Länderspieldebüt gegeben - nicht im Kader stand und seine eigene Zukunft ungewiss schien. Gerade erst war sein Vertrag beim Regionalligisten SV Heimstetten ausgelaufen.

„Ich war schon die ganze Zeit drüben, meine Söhne sind dann zum Finale nachgekommen“, erzählt Claude Rudy. Der Direktionsleiter der Deutschen Vermögensberatung ist nicht nur in Finanzfragen sondern auch in sportlichen Belangen Berater seiner Söhne („Es war ihr Wunsch. Ich mache das gerne“). Mit Florian hat er dieser Tage viel zu tun. Denn der ist noch immer vereinslos – und es ist völlig offen, wie es weitergeht. „Vereine aus Deutschland, der Schweiz und Österreich“, sind an ihm dran, sagt Vater Rudy. Vielleicht zieht es seinen Sohn aber auch in die Ferne. Nach der WM und noch einmal Anfang des Jahres tourte der 26 Jahre alte Stürmer drei Monate lang durch die USA, trainierte bei Vereinen aus der North American Soccer League mit. „Seine Freundin will in Amerika studieren, das könnte passen“, sagt Claude Rudy. Auch Florian überlegt, in den USA zu studieren und nebenbei zu kicken.

Im Sommer hielt sich Florian Rudy im Camp der vereinslosen Profis der Spielergewerkschaft VdV, in deren Spielerrat er auch sitzt, fit. Beim 4:0-Testspielsieg über den Landesligisten TuS Haltern erzielte der Stürmer alle vier Treffer. „Da waren natürlich gleich ein paar Vereine da“, sagt Claude Rudy. „Aber er hat schon böse Dinge erlebt. Ich habe ihm mitgegeben, dass er sich alles ganz genau anschauen und nicht gleich beim Erstbesten unterschreiben soll.“ Der FC 08 aus Villingen, dem Heimatort der Rudys, für den Florian bereits von 2008 an in der Oberliga Baden-Württemberg spielte, ehe er vier Jahre später zur Spielvereinigung nach Unterhaching in die Dritte Liga wechselte, hatte Interesse. Aber Rudy zieht es wohl eher ins Ausland.

Unter Heiko Herrlich in Unterhaching

„Wir haben eine sehr gute Familiengemeinschaft. Er ist stolz auf seinen Bruder, es gibt keinen Neid oder Missgunst“

„Die Dritte Liga traue ich ihm auf alle Fälle zu, vielleicht auch mal, in die Zweite Bundesliga reinzuschnuppern“, sagt Vater Rudy. Der Finanzberater weiß, wovon er spricht. Er kickte einst an der Seite von Jürgen Klinsmann in der Württemberg-Auswahl. Sämtliche seiner fünf Kinder spielen Fußball. Felix noch immer in der Landesliga beim SV Zimmern, bei dem auch Sebastian mit dem Fußballspielen begann. Wie seine beiden älteren Brüder hätte auch Felix in die Jugend des VfB Stuttgart wechseln können. Aber er blieb in der Heimat und absolvierte eine Ausbildung im Betrieb seines Vaters. Auch Florian Rudy machte parallel zum Fußball sein Abitur und anschließend eine Lehre bei der Commerzbank. „Aber ich denke, er will im Sport bleiben. Er will weiterkicken“, sagt Claude Rudy.

Ausgebildet wurde Florian Rudy beim VfB, beim 1. FC Kaiserslautern, 1899 Hoffenheim und dem Karlsruher SC. Dann rief der Heimatverein FC 08 Villingen. Von dort holte ihn Heiko Herrlich schließlich nach Unterhaching. Der frühere Nationalspieler blieb aber nicht lange Trainer der Bayern. „Herrlichs Abgang war nicht gut für Florian“, sagt Claude Rudy. „Er braucht einen Trainer, der auf ihn setzt. Dann geht er aus sich heraus. Er hat alle Voraussetzungen für den Profifußball und ist noch nicht zu alt.“

Wenn der ein Jahr jüngere Sebastian für Deutschland aufläuft - nach der WM kam Rudy in sechs Länderspielen zum Einsatz -, fiebert Florian vor dem Fernseher mit. Er habe keine Probleme damit, im Schatten des kleineren Bruders zu stehen, beteuert der Vater. „Wir haben eine sehr gute Familiengemeinschaft. Er ist stolz auf seinen Bruder, es gibt keinen Neid oder Missgunst. Er bewundert ihn und es ist sein Ziel, auch in den Profifußball hineinzukommen.“ Einen Anlauf will er noch nehmen – und wenn er dafür den Umweg über die USA wagen muss.

Alle Folgen der Serie:

Patrick Draxler: Aus Neid ist längst Stolz geworden

Schiri Marcel: Schalke hat doch einen Neuer

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