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Crowdfunding |22.05.2020|12:00

FSV Frankfurt baut auf seinen Nachwuchs

Moritz Krug: "Mit Frankfurt den optimalen Standort für eine ganzheitliche Förderung".[Foto: FSV Frankfurt]

Ex-Zweitligist FSV Frankfurt, der mit seiner ersten Mannschaft seit 2017 in der Regionalliga Südwest an den Start geht, will für sein Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) durch eine Crowdfunding-Aktion innerhalb von 45 Tagen 30.000 Euro sammeln. Im FUSSBALL.de-Interview spricht Nachwuchsleiter Moritz Krug (38) mit Mitarbeiter Peter Haidinger über die Bedeutung eines zertifizierten Leistungszentrums.

FUSSBALL.de: Seit wenigen Tagen hat der FSV eine Crowdfunding Aktion für sein Leistungszentrum gestartet. Welche Idee steckt dahinter, Herr Krug?

Moritz Krug:  Das Ziel des FSV Frankfurt ist es, den Status als zertifiziertes Nachwuchsleistungszentrum zu erhalten und möglichst weiterzuentwickeln. Mit Frankfurt haben wir einen optimalen Standort, wollen Kinder und Jugendliche aus der Region sowohl fußballerisch als auch schulisch bestmöglich ganzheitlich fördern.

Was sagt die Aktion über den Stellenwert der Nachwuchsabteilung innerhalb des Vereins aus?

"Im aktuellen Kader stehen immerhin fünf Spieler, die im vergangenen Jahr noch im Nachwuchsleistungszentrum von uns betreut wurden"

Krug:  Die Aktion, bei der es ausschließlich um die Unterstützung der Jugend geht, wurde ganz bewusst nicht ins Leben gerufen, um den nächsten Transfer für die erste Mannschaft zu finanzieren, sondern um den Nachwuchs weiter zu stärken. Das zeigt schon, auf welche Werte der Verein setzt. Die gestiegenen Anforderungen an die Anerkennung eines DFB-Leistungszentrums und die zusätzlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie führen dazu, dass unser Aushängeschild, das NLZ, besondere Unterstützung benötigt.

Unter dem Motto "Du für die Jugend des FSV Frankfurt" sollen innerhalb von 45 Tagen 30.000 Euro eingesammelt werden. Wie ist die Aktion angelaufen?

Krug:  Schon in den ersten sechs Tagen haben 52 Unterstützer rund 7.000 Euro in die Crowdfunding-Aktion eingezahlt. Das ist gut, aber es muss noch etwas mehr dazukommen, damit wir unser Ziel erreichen. Es gilt das "Alles oder Nichts-Prinzip": Wenn die Zielsumme von 30.000 Euro innerhalb der Laufzeit nicht erreicht werden sollte, bekommt jeder einzelne Unterstützer seinen Förderbetrag zurückerstattet.

Welche Anreize setzt der FSV, um das ambitionierte Ziel von 30.000 Euro zu erreichen?

Krug:  Wir haben verschiedene Pakete geschnürt. Eine Unterstützung des Projekts ist schon ab einem Euro möglich. Ab zehn Euro gibt es beispielsweise ein Foto mit digitalem Wappen als erste Gegenleistung. Für 20 Euro bekommt man ein "Supporter-T-Shirt". Für 100 Euro gibt es einen persönlichen Geburtstagsgruß des Lieblingsspielers per WhatsApp oder ein exklusives 90-minütiges Training mit unserem FSV-Cheftrainer Thomas Brendel. Für 500 Euro erhält der Förderer einen Kaderplatz im "Supporter-Team" gegen das "FSV and Friends-Team" und - in Anlehnung an unser Gründungsjahr - gibt es für 1899 Euro die lebenslange Mitgliedschaft. Für 2500 Euro wird in der kommenden Saison bei jedem Heimspiel einer von fünf exklusiven Business-Plätzen am Präsidiums-Tisch angeboten. Wir hoffen sehr, dass diese Angebote auch bei unseren Fans auf großes Interesse stoßen. Aber wie sagt: Nicht nur auf große Summen kommt es an. Jeder Euro zählt und hilft.

Wofür genau soll das Geld verwendet werden?

Krug:  Das Geld fließt ausschließlich ins Nachwuchsleistungszentrum, wird etwa für infrastrukturelle und vor allem personelle Zwecke verwendet. So ist beispielsweise die Einstellung eines zweiten Athletiktrainers angedacht, damit unsere Toptalente körperlich noch besser geschult werden können.

Nur eine Handvoll Viertligisten verfügen über ein zertifiziertes Nachwuchsleistungszentrum. Wie wichtig ist ein NLZ für einen Regionalligisten?

Krug:  Dieses Gütesiegel hat eine hohe Bedeutung und ist sehr wichtig für uns. Erst vor einem Dreivierteljahr sind wir vom DFB und von der DFL nach einer sorgfältigen Prüfung erneut als Leistungszentrum zertifiziert worden. Damit können wir uns von anderen Vereinen in der Region absetzen. Unsere erste Mannschaft spielt seit drei Jahren in der Regionalliga Südwest. Den Sprung dorthin haben bereits viele Kicker aus unserer eignen Jugend geschafft. Im aktuellen Kader stehen immerhin fünf Spieler, die im vergangenen Jahr noch im Nachwuchsleistungszentrum von uns betreut wurden.

Wie viele Jugendspieler werden beim FSV in den Altersklassen von der U 11 bis U 19 im Leistungszentrum betreut?

Krug:  Im Schnitt stellt jedes Team ungefähr 20 Spieler, was eine Gesamtzahl von 160 Nachwuchskickern ausmacht. Ein eigenes Internat haben wir nicht, aber mit der Carl-von-Weinberg- und der Julius-Leber-Schule wurden Kooperationsverträge abgeschlossen. Zweimal in der Woche werden Übungseinheiten von unseren Trainern dort abgehalten. Außerdem begleiten wir den schulischen Weg und die Entwicklung unserer FSV-Spieler.

Worauf legt der FSV Frankfurt bei seiner Ausbildung besonderen Wert?

Krug:  Neben der sportlichen Ausbildung wollen wir die Spieler so gut wie möglich auch auf ihre berufliche Laufbahn vorbereiten. Eine große Vision wäre: In unserer ersten Mannschaft sollen im besten Fall irgendwann nur Spieler auflaufen, die unsere Nachwuchsabteilung durchlaufen haben.

Ein Nachwuchsleistungszentrum zu betreiben, kostet Geld. Welche Kosten fallen für den FSV pro Jahr an?

Krug:  Wir bewegen uns hier in einem mittelgroßen sechsstelligen Bereich, was für einen Regionalligisten eine große Herausforderung darstellt.

Mussten wegen der Corona-Krise hauptamtliche Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt werden?

Krug:  Das ließ sich wegen der erheblichen Auswirkungen und der Aussetzung des Spielbetriebs leider nicht vermeiden. Mit Thomas Schumacher, dem Sportlichen Leiter unseres Leistungszentrums, dem Sportpsychologen und Athletiktrainer Malte Ries sowie meiner Person befinden sich alle drei hauptamtlichen Mitarbeiter aus der Führungs- und Leitungsebene aktuell in Kurzarbeit, um die Kosten zu senken. Dieser Maßnahme haben wir alle umgehend zugestimmt, um weitere Einschnitte so gering wie möglich zu halten.

Mit welchen Abstrichen muss die Nachwuchsabteilung zurechtkommen?

Krug:  Durch die Corona-Pandemie ist der Trainings- und Spielbetrieb seit mehr als zwei Monaten lahmgelegt. Wir können deshalb unserer gewohnten Arbeit nicht nachgehen. Durch die ersten Lockerungen haben wir diskutiert, inwieweit wir die Tore wieder aufmachen können. Bis Ende Mai wird bei uns aber nicht trainiert. Danach hoffen wir nach und nach weitere Schritte in Richtung Normalität gehen zu können.

Welche Aufgaben umfasst Ihre Arbeit?

Krug:  In meiner Tätigkeit übernehme ich Planungs-, Führungs- und Leitungsaufgaben. Alle organisatorischen und administrativen Dinge fallen in mein Bereich. Dazu gehören zum Beispiel auch Spielerwechsel, Vertragsgestaltung, Lohnabrechnungen und Personalgespräche.

Wie groß ist die Durchlässigkeit von Nachwuchstalenten in den Regionalligakader?

Krug:  Auch wenn der Übergang in dieser Spielzeit sich etwas anders gestaltet, werden wieder zwei oder drei Spieler aus unserer U 19 in den Regionalligakader wechseln. Das kann sich durchaus sehen lassen.

Die U 17 rangiert in der Hessenliga auf Platz eins. Was bedeutet das für den erhofften Aufstieg in die Staffel Süd/Südwest der B-Junioren-Bundesliga?

Krug:  Wir hoffen, dass wir in der nächsten Saison in der Bundesliga starten dürfen. Das würde zweifellos die Attraktivität unseres Teams erhöhen, hätte für junge Spieler sicherlich eine hohe Strahlkraft und würde weitere Talente zu uns bringen. Für einen Regionalligisten mit geringem Budget ist das schon sensationell. Wir wollen unser Team in der höchstmöglichen Spielklasse etablieren. Auf uns wartet eine große Herausforderung. Vor zwei Spielzeiten waren wir mit unserer U 19 in der A-Junioren-Bundesliga vertreten, haben alles reingeworfen und gekämpft, konnten den Abstieg letztlich aber nicht verhindern.

Wie wichtig wäre die Zugehörigkeit der Juniorenteams zu den jeweils höchstmöglichen Spielklassen?

Krug:  Wenn unsere Spieler sich auf allerhöchstem Niveau mit den besten Gegenspielern messen dürfen, entwickeln sie sich automatisch schneller und besser. Auch wenn dabei der sportliche Erfolg ausbleiben sollte. Der Entwicklungsprozess ist hilfreich, um später in einer Regionalliga der Männer bestehen zu können.

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