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Themenwoche Hallenfußball |15.12.2014|07:30

Futsal: Die moderne Form des Hallenfußballs

Der DFB-Futsal-Cup wird bereits seit 2006 ausgetragen. [Foto: Getty Images]

"Futebol de Salão" ist Portugiesisch und bedeutet Fußball in der Halle. Es verwundert also kaum, dass Futsal seine Ursprünge in Brasilien hat, dem Land der Ballvirtuosen. In Deutschland findet diese Variante des Hallenfußballs immer mehr Anhänger. Futsal gehört die Zukunft. Wo liegen die Unterschiede in den Regeln und warum liegt dem DFB die Förderung des Futsal am Herzen? FUSSBALL.DE klärt auf.

Der offensichtlichste Regelunterschied ist rund. Der Futsal-Ball springt durch den verringerten Druck (0,4 bis 0,6 bar) weniger als ein gewöhnlicher Fußball, was den Verhältnissen im Freien ähnelt und ein kontrolliertes Spiel ermöglicht. Neben einem anderen Spielgerät unterscheidet sich Futsal durch die Rahmenbedingungen vom klassischen Hallenfußball.

Es gibt Auslinien auf allen Seiten ( Grafik: Das Futsal-Feld ) und das Tor misst wie beim Handball 3 x 2 Meter. Insgesamt drei Schiedsrichter leiten eine Partie. Während zwei Unparteiische an den Längsseiten das Spielgeschehen beobachten, unterstützt der dritte Referee die Spielleitung, indem er die Spielzeit misst und Mannschaftsfouls zählt. Im Futsal werden offiziell 2 x 20 Minuten als reine Spielzeit angegeben, sodass bei Unterbrechungen die Uhr angehalten wird.

Jedes Foul, das mit einem direkten Freistoß geahndet wird, wird notiert. Ab dem sechsten Mannschaftsfoul erfolgt ein Strafstoß von der Zehn-Meter-Marke. In sonstigen Fällen wird ein Strafstoß aus sechs Metern ausgeführt. Weitere wichtige Regelunterschiede sind das Grätschverbot, das Einkicken des Balles statt des Einrollens, eine veränderte Rückpassregel und die Möglichkeit einer einminütigen Auszeit pro Mannschaft und Halbzeit.

"Das Gebolze wird eingedämmt, das Spiel wird attraktiver und technisch betonter"

DFB-Futsal-Cup wird zur Deutschen Futsal-Meisterschaft

Warum der DFB den Futsal fördert, erklärt der langjährige DFB-Juniorentrainer Paul Schomann: "Das Gebolze wird eingedämmt, das Spiel wird attraktiver und technisch betonter." Durch das Grätschverbot und das Wegfallen der Banden werde zudem das Verletzungsrisiko erheblich gesenkt. Bernd Barutta, DFB-Abteilungsleiter Amateurfußball, unterstreicht: "Moderner Hallenfußball ist Futsal."

Deshalb rief der Verband bereits 2006 den DFB-Futsal-Cup ins Leben, der ab dem kommenden Jahr Deutsche Futsal-Meisterschaft heißen wird. In den fünf Regionalverbänden werden die Teilnehmer für die Viertelfinalspiele ermittelt, die im März 2015 ausgetragen werden. Mittelfristig verfolgt der DFB das Ziel, eine Futsal-Nationalmannschaft zu gründen. Um Talente für dieses Team zu sichten, feierte im Januar 2014 das Futsal-Landesauswahlturnier seine Premiere. Die zweite Auflage wird vom 22. bis 25. Januar 2015 in Duisburg ausgetragen.

Ab dem kommenden Jahr werden alle Hallenturniere im Juniorenbereich nach den Futsal-Regeln gespielt, die Seniorenteams im Amateurfußball müssen spätestens bis zum Jahr 2016 nachziehen. "Der DFB sollte keine Sonderrolle in Europa einnehmen", erklärt Barutta. In Ländern wie Spanien, Italien, Russland oder Portugal ist Futsal längst etabliert, vor allem Spanien dominiert die Europameisterschaften seit deren Einführung 1999. Barutta stellt klar: "Wir möchten im internationalen Vergleich aufholen."