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Corona-Pause |28.06.2020|13:30

Groundhopper: Vom Notizbuch zur App

Information und Kommunikation im Wandel der Zeit: die Ur-Ausgabe des "Informers" (links) und das digitale Komplettangebot.[Foto: Rüdiger Zinsel]

Harte Zeiten für Groundhopper! Trifft die Corona-Krise doch auch jene Fan-Spezies, deren Sport darin besteht, möglichst viele Fußballspiele in verschiedenen Stadien zu besuchen, wobei die jeweilige Spielstätte im Mittelpunkt des Interesses steht. Setzt sich der Begriff "Groundhopping" doch schon aus den englischen Wörtern "ground" (für das Spielfeld) und "hop" (für das Hüpfen von Punkt zu Punkt) zusammen. Und weil das mit dem Punktesammeln im Fußball nun mal so viel Sinn macht, verbucht der ambitionierte Groundhopper pro Stadionbesuch einen Zähler und für jede Ground-Premiere in einem zuvor noch nicht besuchten Land obendrein den so genannten Länderpunkt.

Doch wie kommt diese spezielle Szene klar, wenn mitten in der Saison der Ball ruht, die Tribünen und Stehränge leer bleiben müssen und alle Stadiontore verschlossen sind? In einschlägigen Internetforen klagten betroffene Grundhopper ihr Leid, flachsten über den Sinn und Unsinn von "Geisterspiel-Tickets" oder ärgerten sich über nicht mehr stornierbare Hotelbuchungen in Rotterdam, Florenz oder Sönderjyske. Und auf den Sportseiten mancher Tageszeitungen fanden sich die Storys verzweifelter, lokaler Groundhopper-Könige. Etwa der Hamburger, der ein Heimspiel von Perth Glory in Australien und das Derby Al-Ittihad gegen Al-Ahli im saudi-arabischen Dschidda geplant und die Flüge bereits gebucht hatte.

Oder der Fan aus Niedersachsen, der es nicht wahrhaben wollte, dass sein 5005. Stadionbesuch beim luxemburgischen "Topspiel" zwischen Titus Pétange und Fola Esch vor 189 Zuschauern der coronabedingt vorerst letzte für ihn sein sollte. Andere Groundhopper verschrieben sich während der Hüpf-Zwangsabstinenz Ersatzdrogen wie die "Fußball-WM-Klassiker" in diversen TV-Sendern, widmeten sich Freizeitbeschäftigungen wie Staubsaugen, Sternegucken oder Steuererklärung machen oder beschlossen einfach: "Jetzt eben am Wochenende mehr arbeiten, um Geld für die Fußball-Touren nach der Corona-Krise auf der Tasche zu haben."

Als digitales Sprachrohr der Vereinigung der Groundhopper Deutschlands (V.d.G.D.) fungieren in solch mauen Fußballzeiten auch dessen Internetseiten europlan-online.de, wo nicht nur reichlich Bilder diverser voller, halbvoller oder leerer Stadien weltweit zu finden sind. In der eigens eingerichteten aktuellen Rubrik "Corona-Übersicht" gibt es eine Auflistung, in welchen europäischen Ländern (und deren Ligen) der Spielbetrieb während der Corona-Beschränkungen abgebrochen, unterbrochen oder bereits schon wieder aufgenommen worden ist und ob (wenn ja: wie viele) Zuschauer in den jeweiligen Stadien überhaupt zugelassen sind.

"Mit dem Groundhopping-Informer fing alles an"

Ein für den eingefleischten Groundhopper ganz wichtiges Ritual beschreibt ein echter Routinier unter den Stadion-Entdeckern: "Hertie" (so der Szenename des 60-jährigen Hüpf-Experten aus Duisburg) erklärt: "Viele von uns, die unter der Woche arbeiten, an den Wochenenden die Spiele besuchen und auch sonst noch ein Hobby oder eine Familie haben, kommen in normalen Zeiten gar nicht dazu, ihre Touren zu dokumentieren." Und weil die gewissenhafte Buchführung seit Beginn der Bewegung in den frühen 1990er-Jahren zum Groundhoppen gehört wie das Bier in den Stadion-Becher, nutzen viele statistiktreue Stadionsammler die unvorhergesehene Zwangspause zur ausführlichen Dokumentation gesammelter Grounds und gemachter Länderpunkte.

Als Mann der ersten Stunden klärt "Hertie" auf: "Alles fing an mit dem ,Groundhopping-Informer', den mein Kollege ,Mdx' im Frühjahr 1992 verfasst hat", erklärt der Anhänger des Rekordmeisters Bayern München, der nach über 35 Hopping-Jahren selbst schon rund 800 besuchte Matches seines Lieblingsklubs vorweisen kann, und legt stolz sein "Informer"-Originalexemplar vergangener Tage auf den Tisch.

Adressen zahlreicher Stadien aus rund einem Dutzend europäischer Fußball-Länder und die Anschriften der europäischen Nationalverbände als wichtige Tipps für Stadionbesuche und -anreisen vereinte die Ur-Version auf seinen 32 Seiten. Kopien gesammelter Eintrittskarten von internationalen Partien in Zürich, Warschau.

Straßburg oder Belgrad illustrierten die Ur-Ausgabe. "Damals hat jeder von uns seine Touren und Stadionbesuche noch auf Papier - in Notizbüchern oder ausgedruckten Excel-Tabellen - dokumentiert", erinnert sich "Hertie".

Gab es den begehrten "Groundhopping-Informer" gut ein Jahrzehnt nach seiner Premiere (inzwischen von anderen Herausgebern) bereits als umfassendes "Anschriftenverzeichnis des Weltfußballs" in Taschenbuchform, bestimmt im digitalen Zeitalter die internationale Smartphone-App "Futbology" als wahre Allzweckwaffe die Dokumentation, Information und Kommunikation innerhalb der Szene. Die Norweger Geir Florhaug und Lars Erik Bolstad haben die detaillierte Groundhopper-App entwickelt, die als zeitlicher und geografischer Wegweiser dient, und zwar für mehr als 700 Ligen und 50.000 Fußballplätze weltweit. Hier kann sich jeder jedem mitteilen, seine Stadionbesuche und Länderpunkte verwalten und zum Beispiel auch sehen, welche anderen Nutzer bei einem eigenen Match vor Ort waren. Außerdem gibt es zum Beispiel Rubriken und Hopper-Ranglisten für die verschiedenen Fußball-Länder, bestimmte Klubs und Teams.

Aber trotz aller detaillierter Statistiken und digitaler Spielereien: Irgendwann - wenn alle Grounds gezählt und alle Länderpunkte der Vergangenheit dokumentiert sind - will der hibbelige Hopper wieder hüpfen. Schließlich hat auch die nimmermüde Szene der Stadionsammler längst genug vom Geisterspiel...

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