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Heike Ullrich |20.06.2020|10:00

"Habe mich nie als Quotenfrau wahrgenommen"

Seit 2018 Leiterin der DFB-Direktion Verbände, Vereine und Ligen: Heike Ullrich.[Foto: Agentur 54 Grad/Felix König]

Der 31. Oktober 1970 markiert einen Meilenstein in der Geschichte des deutschen Frauenfußballs - er wurde an diesem Tag vom Deutsche Fußball-Bund (DFB) offiziell in seine Satzung aufgenommen. Seitdem sind bald 50 Jahre vergangen. Fünf Jahrzehnte, in denen viele Persönlichkeiten den Weg bereitet haben. Sie haben gestaltet, motiviert und inspiriert - damals wie heute. 50 Jahre, 50 Gesichter: In der großen Serie zum Jubiläum rückt FUSSBALL.DE prägende Persönlichkeiten in den Fokus. Heute: Heike Ullrich, einflussreiche Frau im Funktionärswesen des deutschen Fußballs.

Heike Ullrich erzählt die Geschichte zu dem Farbfoto an ihrem Arbeitsplatz in der Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gerne. Das einzige auf dem Poster abgebildete Mädchen, das inmitten einer Schar von Jungs auf einem Fußballplatz einen kleinen Pokal in Empfang nimmt, ist nämlich sie selbst. "Der einzige Pokal, den ich mit meinem Verein SV WBR Wartjenstedt für unsere Dorfgemeinschaft gewonnen habe." Der Schnappschuss stammt aus dem Jahre 1979. Spielklasse: E-Jugend. Die Trophäe aus Kindheitstagen hat die 50-Jährige sorgsam aufbewahrt. Eine Erinnerung, die zugleich Mahnung sein muss: Es war vor mehr als vier Jahrzehnten keine einfache Zeit für Mädchen wie Heike Ullrich, die mit dem Fußball aufhören mussten, obwohl sie vor Ehrgeiz nur so sprühten.

Damals erlosch im Niedersächsischen Fußballverband recht früh die Sonderregel für gemischte Teams, weshalb sie ab der C-Jugend gezwungenermaßen Volleyball statt Fußball spielte. Inzwischen ist die gebürtige Hildesheimerin die mächtigste Frau im Funktionärswesen des deutschen Fußballs. Seit dem 1. Januar 2018 leitet Heike Ullrich die DFB-Direktion Verbände, Vereine und Ligen, die für DFB-Pokal , 3. Liga , FLYERALARM Frauen-Bundesliga und alle Amateur- und Jugendspielklassen zuständig ist. Ihre Direktion bündelt alle Belange des Breitensports und des Amateurspitzenfußballs.

"Bin ein Mensch, der Dinge gerne bewusst macht"

Ihr Posten vereint eine Aufgabenfülle, die nur belastbare Persönlichkeiten bewältigen. Als Generalsekretär Friedrich Curtius ihr diese Perspektive eröffnete, erbat sie sich einen Tag Bedenkzeit. "Ich bin ein Mensch, der die Dinge gerne bewusst macht." Die diplomierte Sportökonomin begann als junge Absolventin der Uni Bayreuth zuerst als Sachbearbeiterin für den Frauen- und Mädchenfußball. Im März 1996, als der DFB keine 100 Mitarbeiter beschäftigte. Ihr wichtigster Ratgeber sollte mit Willi Hink der langjährige Leiter des Spielbetriebs werden. Als Teammanagerin für die Frauen-Nationalmannschaft(en) lernte sie bald die organisatorischen Abläufe bei den Auswahlteams und in der Organisation von Länderspielen und anderen Großveranstaltungen kennen.

Vieles musste sie sich aber als junge Mitarbeiterin nach dem Prinzip "Learning by doing" beibringen. "Ich habe mir in manchen Momenten eine klarere methodische Begleitung meines Werdegangs gewünscht", sagte sie anlässlich des vom DFB ausgerichteten Leadership-Netzwerktreffens im Herbst vergangenen Jahres. Heute hilft sie über diverse Programme selbst mit, um mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen. Das DFB-Präsidium sei offen und aufgeschlossen gegenüber weiblichen Führungskräften, betont sie.

Durch die steigende Zahl der Wettbewerbe, die wachsende Bedeutung des Fußballs für Medien und Sponsoren und die rasante Digitalisierung hat sich auch ihr Tätigkeitsprofil ständig gewandelt. Mitarbeiter beschreiben sie als kompetent und loyal, fleißig und gewissenhaft. Was soziale Nähe nicht ausschließt: Es ist schon vorgekommen, dass Teile ihrer Abteilung sich an einem Freitagabend in Frankfurt auf dem Friedberger Markt treffen. Ihre strukturierte Vorgehensweise gilt als hohes Gut, sich im Gestrüpp vieler Interessen zu behaupten, denn ihr Arbeitsbereich als die entscheidende Nahtstelle vom Amateur- zum Profibereich birgt entsprechendes Konfliktpotenzial.

Doch ihr Selbstbewusstsein ist mit dem Verantwortungsbereich gewachsen. 2004 wurde sie Abteilungsleiterin für den Spielbetrieb, 2016 übernahm sie die Direktion Frauen- und Mädchenfußball. Dass sie in die Phalanx einer Männer-Welt eindringt, hat die tatendurstige Funktionärin nie wirklich so empfunden. "Ich habe mich nie als Quotenfrau wahrgenommen. Ich hatte nicht eine Situation, in der ich mich unwohl gefühlt habe, weil ich als einzige Frau in einem Raum mit vielen Herren saß." Und so scheut sie sich auch nicht, jenen Lizenzvereinen auch mal öffentlich ins Gewissen zu reden, die den Frauen- und Mädchenfußball noch nicht für sich entdeckt haben.

Großveranstaltungen als Routine

Heike Ullrich hat hier viele Entwicklungen mitgestaltet. International war sie als Mitglied im Organisationskomitee sowohl bei der Frauen-EM 2001 als auch der Frauen-WM 2011 in Deutschland im Einsatz und übernahm bei großen Turnieren bis hin zu den Olympischen Spielen Sonderaufgaben vom Match Comissioner bis zur Assistenz des Generalkoordinators. Von 2005 bis 2016 gehörte sie zudem der FIFA U20 Frauen-Kommission an. National gehörte ein Zulassungsverfahren für die Frauen-Bundesliga mit einer Prüfung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit für die gelernte Bankkauffrau zu einem wichtigen Anliegen. 2018 wurde auch die 2. Frauen-Bundesliga in einer Staffel zusammengefasst.

2021 soll nun eine Gruppenphase für die UEFA Women’s Champions League kommen, die künftig drei Frauen-Bundesligisten eine internationale Perspektive eröffnet. Heike Ullrich weiß ja nur zu gut, was sich auf europäischer Ebene tut. Deutschland dürfe da nicht den Anschluss verpassen. Sie wünscht sich "eine selbstverständliche Begeisterung für den Fußball als Ganzes, die Anerkennung und Wertschätzung, bei der kein Unterschied zwischen Männer- und Frauenfußball gemacht, sondern beides als attraktives und anspruchsvolles Angebot gesehen wird."

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